Mitglieder Der TSG Ober-Eschbach stimmen dem Bau einer neuen Halle zu.

Mitgliederversammlung 

Alte Turnhalle ist in die Jahre gekommen - Mitglieder der TSG stimmen Neubau zu

Die Mitglieder der TSG Ober-Eschbach stimmen bei einer Versammlung dem Bau einer neuen Turnhalle zu. 

Ober-Eschbach - Kein Zweifel, die Turnhalle der TSG Ober-Eschbach in der Ober-Eschbacher Straße ist in die Jahre gekommen. Energetisch ist sie eine Katastrophe. „Wir heizen die halbe Ober-Eschbacher Straße mit“, beschreibt Vereinsvorsitzender Holger Fritzel die Situation süffisant. Auch das Dach hat schon bessere Tage gesehen. Praktisch überall muss geflickt werden. Deswegen sucht der Verein seit Jahren bereits eine Möglichkeit, eine neue Halle zu bauen. Nun ist man dem Ziel einen Schritt weitergekommen. 

TSG Ober-Eschbach: Generalversammlung billigt Absichtserklärung

Die Generalversammlung billigte bei einer Enthaltung den Entwurf einer Absichtserklärung, die die Grundzüge eines Hallenneubaus festzurren soll. Der „Letter of Intend“, so die offizielle Bezeichnung, soll bald unterzeichnet werden. Nach der Unterzeichnung will die TSG einen Bedarfsplan erstellen, mit dem dann ein Architekt einen Raumplan und eine erste Kostenschätzung erarbeiten soll. Der Entwurf der Absichtserklärung sieht vor, dass die TSG ihre Halle in der Ober-Eschbacher Straße auf dem freien Markt verkauft. 

Alte Halle der TSG Ober-Eschbach wird abgerissen 

Sie kann dann abgerissen werden und neue Gebäude für Wohnungsbau und /oder Gewerbe können dort entstehen. Die Stadt gibt dem Verein ein Grundstück an der Albin-Göhring-Halle zwischen Massenheimer Weg und Peterhofer Straße in Erbpacht. Das ist möglich, weil die Albin-Göhring-Halle bei ihrem Neubau ein Stück weit in Richtung Sportplatz versetzt wird, so dass auf der frei werdenden Fläche Platz für die neue Vereinshalle entsteht. „Das ist jetzt erst mal nicht mehr als eine Absichtserklärung“, erläuterte Vereinschef Fritzel den Mitgliedern den Inhalt des Entwurfs. 

Holger Fritzel, Vorsitzender der TSG Ober-Eschbach, wünscht sich längere Erbpacht

Ob dann tatsächlich alles so Wort für Wort umgesetzt werde, müsse man sehen. An einigen Stellen gebe es sicherlich noch Verhandlungsbedarf: Fritzel verwies beispielsweise auf die Dauer der Erbpacht, die derzeit auf 50 Jahre angesetzt ist. Hier könnte sich der Vorsitzende eine längere Laufzeit vorstellen. 

Dennoch habe man mit der Absichtserklärung nun eine gewisse Rechtssicherheit, denn die Stadt bekunde damit ihren Willen, die TSG bei den Hallen-Plänen zu unterstützen. Nach Unterzeichnung des „Letter of Intend“ könne der Verein in konkrete Planungen einsteigen. Zunächst hatte der Verein überlegt, das Grundstück an der Albin-Göhring-Halle mit dem Erlös aus dem eigenen Hallenverkauf zu erwerben, doch davor warnte Fritzel. 

TSG Ober-Eschbach kann Grundstück dank Erbbaurechts besser ausnutzen

Durch die Vergabe in Erbbaurecht habe man die Möglichkeit, das Grundstück viel besser auszunutzen, da beispielsweise Einschränkungen was der Abstand zu den Grundstücksgrenzen anbelange, wegfallen. Der Erbbauzins belaufe sich auf 1 Euro pro Jahr für die sportlich genutzte Fläche der Halle. Ein gewerblicher Erbbauzins werde hingegen für den gewerblichen genutzten Bereich erhoben. 

Dies könnte für den Fall gelten, dass es in der neuen Halle auch wieder eine Vereinsgastronomie geben soll. Fritzel machte keinen Hehl daraus, dass er auch das befürwortet. „Wir brauchen Miet- und Pachteinnahmen, um den Kredit für den Hallenneubau zu bedienen“, denn aus Eigenmitteln sei das Ganze auch mit Unterstützung der Stadt nicht zu finanzieren. Er deutete auch an, dass die Stadt eine solche Gaststätte gerne sehen würde, denn dann könnte sie auf eine Gastronomie beim Neubau der Albin-Göhring-Halle verzichten

TSG Obereschbach winkt finanzielle Unterstützung in Höhe von 30 Prozent

Schon jetzt sieht der „Letter of Intend“ eine finanzielle Unterstützung der TSG bei ihren Bauplänen von 30 Prozent und mehr vor. Fritzel kündigte aber diesbezüglich schon einmal harte Verhandlungen mit der Stadt an. „Ich war lange genug Stadtverordneter und auch Stadtverordnetenvorsteher, um zu wissen, was andere Vereine für finanzielle Unterstützung bekommen. Da wollen wir uns bestimmt nicht mit weniger zufrieden geben.“ Fest steht schon jetzt, dass der TSG-Sportbetrieb nicht unter den Hallenbau leiden soll. Man wolle erst dann das Areal der jetzigen Vereinsturnhalle übergeben, wenn die neue Halle bezugsfertig sei.

(red)

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