1. Startseite
  2. Frankfurt

Omas Apfelstreusel

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Andrea Möller

Kommentare

Inhaber Ruben Levi trifft mit seinem ?Café Glücklich? den Geschmack der Gäste.
Inhaber Ruben Levi trifft mit seinem ?Café Glücklich? den Geschmack der Gäste. © Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA

Auf manche Lokale scheinen die Gäste nur gewartet zu haben – wie auf das „Café Glücklich “, das Ruben Levi seit Ende der zweiten Juniwoche in Sachsenhausen betreibt. Der Name des Neuzugangs steht zugleich für die Absichten des Inhabers: „Ich möchte meine Gäste glücklich machen“, sagt er, „sowohl mit gemütlichem Ambiente als auch vielfältigem kulinarischen Angebot.“

Auf manche Lokale scheinen die Gäste nur gewartet zu haben – wie auf das „Café Glücklich “, das Ruben Levi seit Ende der zweiten Juniwoche in Sachsenhausen betreibt. Der Name des Neuzugangs steht zugleich für die Absichten des Inhabers: „Ich möchte meine Gäste glücklich machen“, sagt er, „sowohl mit gemütlichem Ambiente als auch vielfältigem kulinarischen Angebot.“

Auf den Standort für ersteres ist der gebürtige Sachsenhäuser in der Textorstraße gestoßen. „Die früheren Räume des „Friseursalons Liebesdienste“ haben mich sofort angesprochen und sind glücklicherweise frei gewesen.“ Trotzdem hätte er sich die Sache reiflich überlegt. Schließlich handele es sich um eine Gegend mit vielen Lokalen. „Doch Konkurrenz belebt das Geschäft, und wer über einen Laden mit eigenem Charakter verfügt, kann sich auch behaupten.“

Hier finden Sie alle Folgen unserer Gastro-Serie.

Gute Zukunftsaussichten dürfte die Neueröffnung schon wegen des Gastraums haben: Er ist mit Möbeln aus den 1950er und 1960er Jahren individuell eingerichtet. „Diesen Stil mögen wir besonders gern“, erzählt Anna Levi, Ehefrau des Betreibers. „Wir wollten nichts Aufgesetztes, sondern etwas Authentisches.“ Zurzeit gebe es ja viele Lokale, die hip und cool daherkämen. Nicht so das „Café Glücklich“ mit seinen bunt gemusterten Tapeten, die für eine behagliche Atmosphäre sorgen. Dazu tragen auch die Tische, Stühle und Sessel bei, die unter anderem von Haushaltsauflösungen stammen. Viele der Stücke haben eine Vergangenheit und nun die Chance auf ein zweites Leben. Gleiches gilt für die Bilder, bei denen es sich um Leihgaben des benachbarten Antiquitätenhändlers handelt. „Es hat lange gedauert, das alles zu finden.“

Umso schöner ist es, dass die Levis damit den Geschmack der Gäste treffen, die das Lokal vom ersten Tag an rege frequentieren. Ein solcher Erfolg in kurzer Zeit hängt auch mit dem herzlichen Servicepersonal zusammen – und mit dem Angebot des Küchenteams. Die Speisekarte umfasst Frühstück, unter der Woche bis 12 Uhr, Samstag bis 15 und Sonntag bis 17 Uhr, gefolgt von wechselnden Gerichten für mittags und abends sowie verschiedenen Kuchen. „Diese bereiten wir teilweise nach alten Familienrezepten zu“, so der Inhaber.

Mit Klassikern wie Omas Apfelstreusel kann der Schoko-Bananen-Kuchen (das Stück für 3,30 Euro) locker mithalten. Er ist so saftig und aromatisch, dass es selbst um den letzten Krümel schade wäre. Wer nicht nur süß, sondern auch herzhaft in den Tag starten möchte, kann sich „Annas Lieblingsfrühstück“ schmecken lassen. Durch Brötchen und Baguette mit Salami, Schinken, Gouda, geräuchertem Lachs, würzig angemachter Käsecreme, Marmelade, Obstsalat und weich gekochtem Bio-Ei – alles gut, frisch und lecker – werden je nach Wunsch ein oder zwei Personen satt (11,50 und 19,50 Euro).

Zum Mittag- oder Abendessen kann das bunt gemischte Publikum, darunter Mütter und/oder Vater mit kleinen Kindern, beispielsweise Quiche Lorraine bestellen (7,50 Euro). Der Klassiker aus der französischen Küche, der mit pflückfrischen Blattsalaten kommt, macht seinem Namen genauso viel Ehre wie die außen knusprigen und innen saftigen Falafel (10,50 Euro). Ein milder Sesamdip verleiht den Kichererbsenbällchen zusätzliches Aroma. Den arabischen Einschlag bringt Youcef Lamar auf die länderübergreifende Speisekarte. Der gebürtige Algerier hat seine Kochausbildung im Tigerpalast absolviert und während der vergangenen Jahre im „Wolfgangs“ (heute „Prager Botschaft“) und im „Hans Hendrix“ gearbeitet.

Gegen den Durst gibt es Warmes und Kaltes, häufig in Bio-Qualität. Dazu gehören etwa der Espresso aus der Frankfurter Kaffeerösterei und der Apfelwein von der Kelterei Matsch & Brei: „Die Früchte wachsen auf heimischen Streuobstwiesen“, erklärt Ruben Levi. „Das Ergebnis ist ein klares, transparentes Produkt, hinter dem ich stehen kann.“ Ohnehin achte er bei der Auswahl weniger auf den Preis als vielmehr auf den Geschmack. Kein Wunder, dass die Gäste auf das „Café Glücklich“ scheinbar nur gewartet haben.

Textorstraße 24, Telefon (0 69) 66 12 76 02, Di–Do 9–22, Fr 9–24, Sa 9.30–24, So 9.30– 18.30 Uhr, Mo Ruhetag, Sitzplätze: 50 innen/30 außen, .

Auch interessant

Kommentare