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Auch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat schon alles gegeben, um so verschmierte Toiletten wie diese anzuprangern. Es gibt sie trotzdem noch.

Hygiene an Schulen

Online-Petition: Tausende unterschrieben für saubere Schulklos

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Während die Stadt nicht hinterherkommt, haben Eltern, Schüler und Lehrer ihr Ziel schon vor der Zeit erreicht: Über 4700 Unterschriften kamen bei ihrer Online-Petition für saubere Schulklos zusammen.

Redet man in Frankfurt über Schule, geht es immer auch um Toiletten. Denn die sind vielerorts so schmuddelig-stinkend, dass sich die Kinder den Toilettengang zu verkneifen versuchen. Damit muss endlich Schluss sein, sagen aktuell mehr als 4770 Unterstützer der .

Die läuft noch bis zum 13. Februar, aber schon jetzt ist das Quorum erreicht, um die Petition als erfolgreich werten zu können. Dafür hätten 4000 Unterzeichner genügt. Die gesammelten Unterschriften wollen Eltern und Schüler später an den zuständigen Baustadtrat Jan Schneider (CDU) übergeben. Ein weiteres klares Signal, wie unzufrieden viele Frankfurter mit den baulichen Zuständen an den Schulen sind. Ob die Sanierungen dadurch schneller gehen, ist fraglich. Nach eigener Aussage kann die Stadt die vielen Baustellen an den Schulen kaum schneller abarbeiten als sie es bislang tut. Der Leiter des neuen Amts für Bau und Immobilien hatte aber jüngst vorgeschlagen, alle Beteiligten zum Thema Toiletten an einen Tisch zu holen.

Im Internet hat die Unterschriftensammlung ähnlich heftige Diskussionen ausgelöst, wie sie auch in den Schulen geführt werden. „Erst wenn Schultoiletten so neu, sauber und gut designed sind, wie die Toiletten in staatlichen Museen, Theatern und Behörden, erst dann werden Steuergelder altersgerecht verteilt“, schrieb ein Unterstützer.

Jemand, der von sich berichtet, er sei Schulhausverwalter einer Frankfurter Grundschule, bestätigt die Notwendigkeit, ermahnt aber auch die Familien: „Zu 80 Prozent sind die Nutzer, also Schüler, selbst Schuld an den Zuständen. Klorollen, Schuhe, Papier etc. hole ich regelmäßig aus den Kloschüsseln. Die Seife wird absichtlich ausgegossen oder damit die Wände verschmiert, es wird sogar mit Kot an die Wände geschmiert. Es ist ekelhaft was man im Alltag erleben muss und wie mit fremden Eigentum umgegangen wird.“

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