Vier Operationssäle entstehen in dem neuen Trakt, den die Frankfurter Rotkreuzkliniken am Standort in der Scheffelstraße errichten wollen. Er ist als Ersatz für die in die Jahre gekommenen Operationssäle gedacht.
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Vier Operationssäle entstehen in dem neuen Trakt, den die Frankfurter Rotkreuzkliniken am Standort in der Scheffelstraße errichten wollen. Er ist als Ersatz für die in die Jahre gekommenen Operationssäle gedacht.

Krankenhaus Neubau I

OP-Trakt auf Stelzen

Rotkreuz-Kliniken bauen im Nordend

Nordend -Nach nahezu 40 Jahren Dauerbetrieb sind die Operations-Säle der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken am Standort Scheffelstraße sprichwörtlich am Ende. Sie müssen dringend modernisiert werden. Der Plan: Auf dem Klinikgelände direkt anschließend an den Haupteingang soll als Ersatz ein neuer Operationstrakt entstehen. Den aktuellen Stand der Planung präsentierte Gunnar Sevecke, Geschäftsführer Finanzen & Strategie, am Donnerstagabend in der Sitzung des Ortsbeirates 3 (Nordend).

Der Neubau wird etwas ungewöhnlich aufgeständert auf Stelzen stehen, darüber im ersten Stock entstehen vier moderne Operations-Säle. Auf dem Dach ist das Technikgeschoss. Dort sind unter anderem die Lüftungs- und Klimaanlage untergebracht. Unter dem Gebäude kann man sich frei bewegen. Die zur Verfügung stehende Fläche wird deshalb nicht für überdachte Parkplätze genutzt, weil hier die Zugänge zu zwei Aufzügen sind. Diese dienen für Anlieferung und Abtransport von Waren - unter anderem wird hier das Operationsbesteck, das bei einer Fremdfirma gereinigt und desinfiziert wird, geholt und gebracht.

Wann die Bauarbeiten starten, das kann Sevecke zum noch nicht abschätzen. "Das Bauvorhaben ruht derzeit", sagt er. Dabei war der Bauantrag bereits im Jahr 2019 gestellt worden. Weil die Feuerwehr bezüglich des Brandschutzes Nachbesserungen angemahnt hatte, habe nachgebessert te werden müssen. Ursprünglich war mit Baukosten von 30 Millionen Euro kalkuliert worden - darin enthalten ist schon die Ausstattung. Die Summe ist nach Einschätzung von Sevecke aber wegen der stetig steigenden Materialkosten und dem Boom auf dem Bausektor nicht mehr realistisch.

Aufstockung ausgeschlossen

Dach und Fassade des Neubaus werden großflächig begrünt. Eine Aufstockung des Gebäudes für eine möglicherweise erforderliche Erweiterung der Klinik hält der Geschäftsführer auf Nachfrage von SPD-Fraktionsvorsitzenden Rüdiger Koch allerdings für ausgeschlossen. Die Statik würde zwar mitspielen. Aber: Dazu müsste man die Technikzentrale auf dem Dach abbauen. Das würde bedeuten, dass man den OP-Bereich außer Betrieb nehmen müsste", erklärte Sevecke. Für den Neubau müssen einige Parkplätze auf dem Gelände weichen.

Die Frankfurter Rotkreuz-Kliniken e.V. haben neben der Scheffelstraße noch einen zweiten Standort in der Königswarter Straße (Ostend). Matthias Bittner

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