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Das Fußballteam der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule freut sich über prominenten Besuch.

Eintracht Heimspiel-Kolumne

Optimismus trotz Unentschieden

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Nein, ich bin nicht zufrieden“, sagt Bernd Hölzenbein . Der Weltmeister von 1974 hat die Partie der Adlerträger gegen Ingolstadt von der Vorstandsloge der

Nein, ich bin nicht zufrieden“, sagt Bernd Hölzenbein . Der Weltmeister von 1974 hat die Partie der Adlerträger gegen Ingolstadt von der Vorstandsloge der Eintracht aus beobachtet, und nach dem Spiel redet er eindringlich mit Herbert Becker , dem ehemaligen Geschäftsführer der Eintracht. Was gesagt wird – man „waaß es net“. Aber eins ist sicher: Die Situation bleibt auch nach diesem Spiel angespannt.

Das ist den Gesichtern, die zu den Köpfen der Führungsebene der Eintracht gehören, in den letzten Minuten des Matches anzusehen.

Weder Heribert Bruchhagen , Vorstandsvorsitzender der Eintracht Frankfurt Fußball AG, noch Präsident Peter Fischer oder Wolfgang Steubing , Vorsitzender des Aufsichtsrates der Eintracht Frankfurt Fußball AG, können ruhig auf ihren Ledersesseln sitzen. Jeder von ihnen würde den Ball wohl am liebsten selbst rein köpfen, schießen oder sonst wie ins gegnerische Tor befördern. Aber das geht nunmal nicht, dafür sind die elf Spieler auf dem Platz zuständig, denen es beim Unentschieden – leider – nur einmal gelang.

Wer auch von der ersten Minute bis zum Abpfiff des Spiels mitfiebert, das sind die drei ehemaligen Präsidenten von Eintracht Frankfurt Rolf Heller , Matthias Ohms und Klaus Gramlich . „Das wird noch ein schweres Stück Arbeit, das da auf uns wartet“, so Gramlich, der den Verein von 1983 bis 1988 führte.

„Aber das sieht gar nicht so schlecht für uns aus“, findet der ehemalige Fußballfunktionär. „Wir bleiben drin“, davon ist Matthias Ohms felsenfest überzeugt, der von 1988 bis 1996 oberster Repräsentant des Vereins war.

Zum Verbleib von Trainer Armin Veh will er sich allerdings nicht äußern. Erst nach dem 1 : 1 fiel die Entscheidung, sich von Veh zu trennen. Während die Fans in der Kurve lauthals „Armin raus“ rufen, sagt Ohms: „Sie werden verstehen, dass ich als ehemaliger Verantwortlicher in diesem Verein dazu nichts sagen werde.“ Ist nun auch nicht mehr nötig.

Was er aber sagt, ist, „dass ich glaube, dass es bis zum letzten Spieltag spannend bleiben wird. Jedoch bin ich davon überzeugt, dass die Eintracht in der Ersten Bundesliga bleibt“. Das sieht Rolf Heller genauso. „Wir bleiben, egal wie das Spiel heute endet“, sagt Heller voller Optimismus, „obwohl wir ein schwieriges Restprogramm vor uns haben“.

In der Trainerfrage haben Gerhard und Michael Eifler von der gleichnamigen Bäckerei eine ganz konkrete Meinung, sind für den Abschied von Veh. Ein Trainer, der zur Eintracht passen würde, das müsste ein „uriger Typ sein, der etwas bewegen will und die Spieler motiviert“, findet Michael Eifler. Wenn er den neuen Trainer backen müsste, „dann würde ich ein Peperoni-Baguette machen“, scherzt Gerhard Eifler. Für die Spieler würden Eiflers ein „gutes Sauerteigbrot“ zubereiten. „Mit unserem selbst angelegten Sauerteig – das gibt Kraft.“ Einen Trainer backen, das ist etwas, was viele Fans schon länger möchten. Nur an den geeigneten Zutaten hapert es doch immer wieder.

Siggi Dietrich , Manager beim 1. FFC Frankfurt, ist überzeugt davon, „dass noch genug Zeit bleibt, damit die Mannschaft wieder in die Spur kommt“. Es wäre wünschenswert, wenn das Team die Spielklasse halten würde, „denn die Erste Liga ist nicht nur für die Eintracht, sondern für die ganze Region enorm wichtig“.

Ein Sieg wäre wichtig gewesen an diesem Samstag, meint Fußballkenner Bernd Reisig , der mal den FSV managte. „Es war eine sehr wichtige Partie, und die drei Punkte wären für die Stimmung gut gewesen“, meint Reisig. Immerhin sei diese nicht am Boden. Das wäre sie gewesen, wenn die Eintracht verloren hätte.

Hochstimmung herrscht hingegen bei den Mädchen und Jungen der Fußballmannschaft der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule, einem Bildungsinstitut für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Die Schüler waren in der Loge des IT-Spezialisten IDL aus Schmitten auf Einladung von Geschäftsführer Bernward Egenolf zu Gast und staunten nicht schlecht, als Christoph Preuss , Team-Manager bei Eintracht Frankfurt, mit zwei Spielern durch die Tür kam – und auch noch ein signiertes Trikot dabei hatte.

(es)

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