Zur Person: Verkehrsdezernent ohne Führerschein

Im Stadtparlament war Klaus Oesterling stets einer der angriffslustigsten Redner. Als Vorsitzender der SPD-Fraktion griff er die schwarz-grüne Koalition immer scharf an – auch in der Verkehrspolitik,

Im Stadtparlament war Klaus Oesterling stets einer der angriffslustigsten Redner. Als Vorsitzender der SPD-Fraktion griff er die schwarz-grüne Koalition immer scharf an – auch in der Verkehrspolitik, die seit seinem Einzug ins Stadtparlament 1990 zu seinen Schwerpunkten gehört. Er konnte das ohne Risiko tun – denn aufgrund seines Alters – Oesterling ist Jahrgang 1952 – hatte er wenig Aussichten, als Verkehrsdezernent selbst beweisen zu müssen, dass er es besser machen kann. Doch dann wurde die Altersgrenze für Dezernenten aufgehoben, Oesterling konnte deshalb mit 64 Jahren noch in den Magistrat gewählt werden. Bei seinen Reden im Stadtparlament muss er sich künftig etwas zurückhalten.

Hauptamtlich macht der gebürtige Frankfurter, dessen Markenzeichen das weiße Hemd ist, schon länger Politik. 2001 wurde er Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Römer, 2004 auch deren Vorsitzender. Schon vorher war Oesterling, der Mathematik studierte, als Mitarbeiter eines Bundestagsabgeordneten und beim Umlandverband im politischen Umfeld tätig. Die Neigung zum öffentlichen Nahverkehr wurde ihm schon in die Wiege gelegt. Vater Helmut Oesterling war als Betriebsleiter der Stadtwerke für den U-Bahn-Bau verantwortlich. Bis heute hat Oesterling, der alleinstehend ist und in Niederursel lebt, keinen Führerschein. mu

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare