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Lachender Sieger: Der alte und neue Oberbürgermeister Peter Feldmann.

Interview zur OB-Wahl

Peter Feldmann zum Wahlsieg

Er hat ein Ergebnis eingefahren, von dem der durchschnittliche SPD-Politiker nur träumen kann. 70,8 Prozent der Bürger stimmten im zweiten Wahlgang für Amtsinhaber Peter Feldmann. Stefanie Liedtke hat ihn zum Wahlausgang befragt.

70,8 Prozent – hätten Sie ein so deutliches Ergebnis erwartet?

PETER FELDMANN: Ganz klar: Nein. Ich kann mir das nur so erklären, dass wir viele Menschen in dieser Stadt mitgenommen haben. Dieses hohe Wahlergebnis erfüllt mich mit Demut, aber auch mit Stolz.

Was denken Sie, welches Thema hat die Wahl entschieden?

FELDMANN: Das war zweifellos das Thema bezahlbarer Wohnraum. Dafür werde ich auch weiter kämpfen. Die Menschen wollen niemanden, der nur darüber redet. Ich werde diesen Plan Schritt für Schritt weiterverfolgen und mich dafür einsetzen. In den kommenden sechs Jahren wartet auf den Magistrat eine Menge Arbeit, die es gilt, gemeinsam anzupacken.

Könnten Ihre Wahlkampfthemen auch ein Rezept für die SPD in Land und Bund sein?

FELDMANN: Ich weiß nicht, ob sich das übertragen lässt. Das Ergebnis von heute Abend ist zunächst mal ein Ergebnis für Frankfurt und ein Ergebnis für mich. Ich denke, die SPD wäre gut beraten, nicht so sehr auf die Umfrageergebnisse zu schauen und stattdessen mehr auf die Themen, die die Menschen bewegen. Die Menschen in dieser Stadt waren es, die mir die Kraft gegeben haben, auch den ein oder anderen Konflikt auszuhalten.

Die Wahlbeteiligung lag nur ganz knapp über 30 Prozent. Damit können Sie nicht zufrieden sein. . .

FELDMANN: Wir können die Leute nicht zwingen, wählen zu gehen. Das muss jeder selbst entscheiden. In meinem Lager zumindest scheint die Wahlbeteiligung ja sehr stabil gewesen zu sein.

Und, was ist in sechs Jahren – treten Sie da wieder an?

FELDMANN: (grinst) Mal sehen. . .

Ein Nein klingt anders. . .

FELDMANN: Ich glaube, das ist heute Abend nicht der richtige Zeitpunkt, sich darüber Gedanken zu machen.

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