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Wohnen

Peter Feldmann will Mieten im städtischen Wohnbau weiter deckeln

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann will bei der städtischen Wohnbaugesellschaft ABG über 2021 hinaus die Mieterhöhungen begrenzen.

"Ich bin guter Dinge, dass die ABG dies realisieren kann", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens, deren Aufsichtsratsvorsitzender er ist. Dies habe einen dämpfenden Effekt auf den Wohnungsmarkt der Stadt.

Auf Betreiben Feldmanns hat Frankfurts regierende Koalition aus CDU, SPD und Grüne die Mieten bei der ABG für fünf Jahre mit einer Erhöhung um jährlich ein Prozent praktisch eingefroren. Die Gesellschaft hat in Frankfurt 51 000 Wohnungen. Allerdings ist nur ein knappes Drittel davon öffentlich gefördert. Die Durchschnittsmiete bei der ABG liegt bei knapp acht Euro pro Quadratmeter und damit rund 20 Prozent unter dem allgemeinen Niveau.

ABG-Chef Junker wies darauf hin, dass die ABG in Frankfurt in diesem Jahr rund 2300 neue Wohnungen baue. Der Anteil der öffentlich geförderten Wohnungen soll dabei auf 40 Prozent steigen. Insgesamt will die Gesellschaft in den kommenden fünf Jahren rund 10 000 Wohnungen für 2,8 Milliarden Euro bauen. Die ABG will sich dabei auf Mietwohnungen beschränken. Junker kritisierte, dass im frei finanzierten Wohnungsbau in Frankfurt nur noch Eigentumswohnungen zu hohen Quadratmeterpreisen entstünden.

Der Jahresüberschuss des ABG-Konzerns lag 2017 bei 94,3 Millionen Euro. Abzüglich von Einmaleffekten bewege sich das Ergebnis aber in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, sagte Junker. Wegen der eingefrorenen Mieten führte die ABG rund 600 000 Euro weniger an die Stadt Frankfurt ab.

dpa

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