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Platz soll Namen von Hannelore Elsner tragen

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Von: Matthias Bittner

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Hannelore Elsner liebte Frankfurt und die Skyline, die eine perfekte Kulisse für die Tatort-Reihe mit ihr oder die Serie „Die Kommissarin“ war. 30 Jahre lebte die berühmte und beliebte Schauspielerin in der Mainmetropole. FOTO: Bernd Kammerer
Hannelore Elsner liebte Frankfurt und die Skyline, die eine perfekte Kulisse für die Tatort-Reihe mit ihr oder die Serie „Die Kommissarin“ war. 30 Jahre lebte die berühmte und beliebte Schauspielerin in der Mainmetropole. © .

Stadtteilpolitiker wollen der Schauspielerin ein Andenken setzen

Die Nachricht vom Tod der Schauspielerin Hannelore Elsner im April 2019 schockte nicht nur Kollegen aus der Film- und Fernsehbranche, sondern auch ein Millionenpublikum zu Hause an den Bildschirmen. Kein Wunder: Sie war eine der berühmtesten und beliebtesten Schauspielerinnen in Deutschland. Suzanne Turré, CDU-Fraktionsvorsitzende im Ortsbeirat 2 (Bockenheim, Westend, Kuhwald) war damals auch überrascht und berührt. Und sie hatte eine spontane Eingebung: „Mir kam die Idee, einen Platz nach Hannelore Elsner zu benennen“, sagt sie.

Dass von der Idee bis zum Einbringen eines gemeinsamen Antrages von CDU, SPD und Linken für die kommende Sitzung des Stadtteilparlamentes eine so lange Zeit verstrich, liegt an einer Besonderheit. Soll eine Straße den Namen einer Person bekommen, muss diese seit mindestens drei Jahren tot sein, erklärt die CDU-Fraktionsvorsitzende.

Fast 30 Jahre in Frankfurt gewohnt

Elsner habe von 1990 bis zu ihrem Tod in Frankfurt gewohnt. Vielen sei das so nicht bekannt, die Schauspielerin sei stets mit München in Verbindung gebracht worden. „Das muss ins Bewusstsein gerufen werden, Frankfurt kann sich mit dieser Frau schmücken“, betont Turré. Sie habe zunächst Kontakt zu Elsners Sohn Dominik, der in der Mainmetropole lebt, Kontakt aufgenommen. Er habe die Idee der Platzbenennung positiv aufgenommen (siehe auch Kurzinterview). Nachdem auch ihrer eigene Fraktion Zustimmung signalisiert habe, holte Turré Ortsvorsteher Thomas Gutmann (Grüne), Tim Hoppe (SPD) und Hans-Jürgen Hammelmann (Linke) mit ins Boot - die Grünen werden wohl erst nachträglich mit als Antragsteller aufgenommen, weil sie versehentlich eine Frist verstreichen ließen.

Schwierig sei es zunächst gewesen, eine geeignete Straße oder geeigneten Platz zu finden. „Hier hatte Hans-Jürgen Hammelmann die fantastische Idee mit der Bockenheimer Warte“, lobt die CDU-Politikerin. Er hatte den unbenannten Platz um die Warte vorgeschlagen. „Der Kulturcampus soll irgendwann in Bockenheim entstehen. Auch die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst soll hier einen Neubau beziehen. Wo also gäbe es einen besseren Ort für den Hannelore-Elsner-Platz“, begründet Hammelmann seine Wahl. Dem pflichtet Hoppe bei, zumal auch eine andere Verbindung zum Stadtteil besteht. „Eine Benennung des Platzes schien ein schöner Vorschlag, weil Frau Elsner als Schauspielerin teils selbst im Bockenheimer Depot in Sichtweite zur Warte gespielt hat“, sagt Hoppe.

Hannelore Elsner hat während ihrer Karriere über 200 Film- und TV-Rollen übernommen und wurde unter anderem mit dem TeleStar, der Goldenen Kamera, dem Bambi, dem Deutschen Filmpreis und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Die Schauspielerin war Frankfurt sehr verbunden. Eine ihrer bekanntesten Rollen war die der Kommissarin Lea Sommer - der ersten weiblichen Ermittlerin im deutschen Fernsehen - im Frankfurter Tatort (Ausstrahlung 1994 - 2006). Die Serie sollte ursprünglich in München spielen, Elsner bestand jedoch auf Frankfurt als Drehort. „Auch ihre letzte Rolle im Tatort („Die Guten und die Bösen“), die kurz vor ihrem Tod gedreht und am 19. April 2020 erstmals ausgestrahlt wurde, spiele in unserer Stadt, heißt es in der Antragsbegründung.

Der belebteste Ort im Stadtteil

Die Benennung des Hannelore-Elsner-Platzes soll im Frühjahr/ Sommer 2023 erfolgen. „Hannelore Elsner hat im Depot Theater gespielt und der Platz ist der belebteste im Stadtteil, prominenter geht es nicht“, wirbt Turré um Zustimmung. Matthias Bittner

Der Ortsbeirat 2 tagt

Sitzung am Montag, 10. Oktober, 19 Uhr, Saal der katholischen Gemeinde Frauenfrieden,Zeppelinallee 101.

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