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Einen sogenannten "Stinkefinger" zeigt ein Autofahrer aus seinem Auto.

"Stinkefinger" gezeigt

Pöbeleien gegen Kriminalbeamten kommen Autofahrer teuer zu stehen

Verbale Entgleisungen und entsprechende Gesten im Stress des Frankfurter Berufsverkehrs kommen einen Autofahrer (24) teuer zu stehen. Weil er im April dieses Jahres ausgerechnet einem Kriminalbeamten

Verbale Entgleisungen und entsprechende Gesten im Stress des Frankfurter Berufsverkehrs kommen einen Autofahrer (24) teuer zu stehen. Weil er im April dieses Jahres ausgerechnet einem Kriminalbeamten im Zivil den „Stinkefinger” gezeigt und ihn auf einer Kreuzung als „Arschloch” bezeichnet hatte, muss er nun 3000 Euro an eine Kindereinrichtung zahlen. Im Gegenzug wurde das Strafverfahren am Mittwoch vor dem Amtsgericht Frankfurt „wegen geringer Schuld” eingestellt.

Der Immobilien-Kaufmann hatte es am Tattag mit seinem PS-starken Wagen offenbar besonders eilig. Deshalb fühlte er sich von dem gemächlich Richtung Polizeipräsidium zum Nachtdienst fahrenden Beamten behindert. An einer Kreuzung touchierten sich die beiden Fahrzeuge, so dass es zur Konfrontation zwischen den Fahrern und der Beschimpfung kam. Der Beamte zückte schließlich seine Dienstmarke und leitete persönlich die Fahndung nach dem plötzlich verschwundenen Kontrahenten ein.

Vor Gericht traten diverse Widersprüche zu Tage. Besonders die dem Angeklagten zur Last gelegte Unfallflucht schien nicht eindeutig nachweisbar. Gericht und Staatsanwaltschaft erklärten sich zur Abkürzung des Verfahrens schließlich mit der Einstellung des Verfahrens einverstanden. Die Geldauflage entsprach dabei etwa einem Monatseinkommen des Angeklagten.

(dpa)

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