Zu einem Einsatz der Polizei Frankfurt, bei dem sie sich mit einer Schusswaffe schützen musste, kam im Wiesbadener Ortsbezirk Mainz-Kostheim. (Symbolbild)
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Zu einem Einsatz der Polizei Frankfurt, bei dem sie sich mit einer Schusswaffe schützen musste, kam im Wiesbadener Ortsbezirk Mainz-Kostheim. (Symbolbild)

Blaulicht

Polizei Frankfurt durchsucht Wohnung – und muss Schusswaffe einsetzen

  • Jan Trieselmann
    VonJan Trieselmann
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Die Polizei Frankfurt durchsucht eine Wohnung im Wiesbadener Ortsbezirk Mainz-Kostheim. Dann wird sie attackiert – und muss von einer Schusswaffe Gebrauch machen.

Frankfurt/Wiesbaden – Die Polizei aus Frankfurt wurde am frühen Donnerstagmorgen (21.10.2021) zu einem Einsatz gerufen. Gemeinsam mit dem Spezialeinsatzkommando (SEK) wollte sie in einem Wiesbadener Ortsbezirk eine Wohnung durchsuchen. Doch dabei wurde sie angegriffen und musste sich mit einer Schusswaffe schützen.

Wie hat sich der Vorfall genau abgespielt? Laut Pressemitteilung der Polizei bestand gegen eine 41-jährige Frau aus dem Ortsbezirk Mainz-Kostheim der Verdacht, gegen das Waffengesetz zu verstoßen.

Polizei Frankfurt durchsucht Wohnung in Mainz-Kostheim – und muss Schusswaffe einsetzen

Da es laut Polizei Frankfurt aufgrund vorangegangener Ermittlungen möglich war, dass die 41-Jährige scharfe Schusswaffen in ihrer Wohnung hatte, wurden die Beamten auch vom Spezialeinsatzkommando (SEK) begleitet. Beim Betreten der Wohnung habe sich die Polizei Frankfurt daraufhin sofort als solche zu erkennen gegeben.

Die, wie sich herausstellte, schwangere 41-Jährige hielt sich laut Polizei zu diesem Zeitpunkt halbseitig verdeckt in einem Türrahmen auf. Daher habe die Polizei nicht ausschließen können, dass sie im Bereich ihrer nicht sichtbaren Körperseite bewaffnet war. Als dann der Hund der Frau bellend auf die Polizeikräfte aus Frankfurt zulief, forderten diese die Frau auf, das Tier zurückzurufen.

Polizei Frankfurt muss sich mit Schusswaffe in Mainz-Kostheim gegen einen Hund verteidigen

Der Bitte durch die Polizei kam die 41-jährige Frau aber nicht nach, sodass sich der Hund den Beamten trotz einer langen Leine weiter uneingeschränkt schnell und bedrohlich näherte. Kurz bevor der Hund sie erreichte, sahen sich die Polizisten daher gezwungen, auf das angreifende Tier mit einer Waffe zu schießen – um sich zu schützen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Laut Polizei Frankfurt wurde die 41-Jährige durch den Gebrauch der Schusswaffe im Wiesbadener Ortsbezirk Mainz-Kostheim aber zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Die Polizisten verständigten trotzdem sofort den Rettungsdienst, um die schwangere Frau vorsorglich ambulant ärztlich untersuchen zu lassen. Der Hund habe im Sterben gelegen und musste durch zwei weitere Schüsse von seinem Leiden erlöst werden. (Jan Trieselmann)

Auch im September musste das SEK die Polizei Frankfurt zu einem Einsatz in einem „Nazi-Haus“ am Dornbusch begleiten. Anfang Oktober bedrohte eine Frau einen Polizisten am Flughafen Frankfurt mit einem Messer.

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