Behörden geben weitere Details zum Jahreswechsel in der Innenstadt bekannt

600 Polizisten sichern Silvester

  • vonChristian Scheh
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Polizei und Stadt haben gestern weitere Details ihres Sicherheitskonzepts für die Silvester-Feierlichkeiten am Mainufer genannt. Nach dem Anschlag in Berlin wurden die Vorkehrungen verschärft. Hier die wichtigsten Informationen.

Die Landespolizei hat die Zahl der Beamten, die beim Jahreswechsel in Frankfurt zusätzlich im Einsatz sind, nach dem Anschlag in Berlin von 500 auf 600 aufgestockt. Hinzu kommen Dutzende Stadt- und Bundespolizisten. Außerdem 60 Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdiensts, die die Zugänge zur Sicherheitszone kontrollieren.

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Die mit Bauzäunen versehene Sicherheitszone umfasst die Straßen und Grünflächen des nördlichen Mainufers von der Neuen Mainzer Straße/Untermainbrücke bis zur Kurt-Schumacher Straße/Alten Brücke. Außerdem gehören der Eiserne Steg und der Platz um den Brückenabgang am Südufer dazu. In die Sicherheitszone passen bis zu 30 000 Menschen

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Die Sicherheitszone wird vier Zugänge haben: an der Alten Brücke, der Untermainbrücke, am Fahrtor und am Südende des Eisernen Stegs. Einlass wird frühestens um 21 Uhr sein. Feuerwerk der Kategorie F 2 (fast alle üblichen Böller und Raketen) darf nicht mitgenommen werden, das gilt auch für Taschen oder ähnliche Behälter mit einem Volumen von mehr als 3 Liter.

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Im eingezäunten Bereich werden Polizisten in Uniform und Zivil unterwegs sein und kontrollieren. Am Nordende des Eisernen Stegs wird eine Überwachungskamera filmen.

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Die Sicherheitszone wird im Westen und Osten mit Betonsperren versehen, um Lkw-Anschlägen wie in Berlin vorzubeugen. Auch die Untermainbrücke, die Alte Brücke und der Schaumainkai werden mit Blöcken aus Beton für den motorisierten Verkehr abgeriegelt.

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Stark frequentierte Bereiche der Innenstadt, die nicht mit Betonsperren versehen sind, wird die Polizei mit einem oder mehreren Einsatzfahrzeugen dicht machen – das gilt zum Beispiel auch für die Einkaufsmeile Zeil.

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Die Polizei bietet in der City fünf Anlaufstellen für Bürger. Dort kann nach Straftaten Anzeige erstattet werden. Die Anlaufstellen sind: das 1. Revier, Zeil 33; die Weihnachtsmarkt-Wache, Paulsplatz 9; die Innenstadt-Wache der Stadtpolizei, Hauptwache/B-Ebene und die Bundespolizei-Inspektion, Hauptbahnhof/Gleis 24. Außerdem wird ein Bus am Eisernen Steg als mobile Wache dienen.

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Die Polizei wird dieses Jahr auch nach Drohnen Ausschau halten. Nach dem Absturz eines solchen Fluggeräts beim Mainfest betonte der Polizeipräsident gestern, dass das Überfliegen von Menschenmengen verboten ist. Verstöße können 50 000 Euro kosten.

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Die Polizei wird in der Silvesternacht Flyer mit dem Titel „Feiern? Aber sicher!“ verteilen. Darin steht, was Feiernde im Fall einer bedrohlichen Situation tun sollen. Auch QR-Codes, die auf die Internetseite und den Twitter-Account der Polizei weiterleiten, sind in dem Flyer zu finden.

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Ein „Informationsblatt“ für ausländische Mitbürger wird bei den Feiern zum Jahreswechsel ebenfalls ausgegeben. Es informiert in verschiedenen Sprachen über die Themen „Feuerwerkskörper“ und „Feiern in Frankfurt“. Auch auf die Gleichberechtigung von Frau und Mann in Deutschland wird in dem Papier hingewiesen.

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Auf dem Main, flussabwärts der City, wird an Silvester das Rettungsschnellboot der Feuerwehr in Bereitschaft liegen, auch Wasserschutzpolizei und DLRG werden auf dem Fluss sein.

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Der Polizeipräsident hob nach dem Anschlag in Berlin hervor: „Die allgemeine Gefährdung ist abstrakt hoch, es gibt aber keinerlei konkrete Erkenntnisse über Gefahren für Frankfurt.“

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