Angeblich Bewaffneter

Polizisten stoppen Linienbus nach Drohung

  • VonChristian Scheh
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Der Anruf, der gestern um 16.25 Uhr bei der Polizei einging, hatte es in sich: Ein Frau meldete, dass ein bewaffneter Mann einen Bus der Linie 36 gekapert habe.

Der Anruf, der gestern um 16.25 Uhr bei der Polizei einging, hatte es in sich: Ein Frau meldete, dass ein bewaffneter Mann einen Bus der Linie 36 gekapert habe. Die Anruferin, die an der Haltestelle Holzhausen-Park ausgestiegen war, berichtete nach Angaben eines Polizeisprechers, dass ihr ein Mann im Bus zum Ausstieg geraten habe, weil er bewaffnet sei.

Die Polizei, die solche Meldungen ernst nimmt, informierte die Verkehrsgesellschaft Frankfurt über den Vorfall und schickte Polizisten in Zivil, die den Bus an der Ecke Liebigstraße/Bockenheimer Landstraße zum Stehen brachten. Der Busfahrer und die anderen Passagiere, so berichtete der Polizeisprecher, hätten zu diesem Zeitpunkt noch nichts über die Drohung und die angebliche Bewaffnung des Mannes gewusst.

Die Zivilpolizisten drangen zu dem Mann vor, auf den die Personenbeschreibung passte. Sie stellten bei einer Durchsuchung fest, dass er keineswegs bewaffnet war, nahmen ihn aber trotzdem fest und brachten ihn ins Polizeipräsidium. Warum der 47 Jahre alte Passagier die Drohung ausgesprochen hatte – ob er psychisch krank ist oder nur einen merkwürdigen Sinn für Humor hat – war zunächst unklar.

Klar war dagegen, dass der Busfahrer und die übrigen Passagiere ihre Fahrt Richtung Innenstadt nach dem Vorfall ungestört und frei von Drohungen fortsetzen konnten. Ein gewisses Unbehagen dürfte nach dem Vorfall aber noch mit im Bus gesessen haben. (chc)

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