Die einzige Lösung, um Falschparker effektiv fernzuhalten: Monika Ehmer von der CDU hat sich für die Poller auf der Kelsterbacher Straße eingesetzt.  foto: michael faust
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Die einzige Lösung, um Falschparker effektiv fernzuhalten: Monika Ehmer von der CDU hat sich für die Poller auf der Kelsterbacher Straße eingesetzt. foto: michael faust

Stadtteil Niederrad

Verkehrsprobleme: Poller halten in Frankfurt jetzt Falschparker fern

Im Ortskern von Niederrad gibt es einige Verkehrsprobleme. Sie sind eine Gefahr für Schüler und Senioren.

Frankfurt - Monika Ehmer möchte Dinge verbessern. Und deshalb greift die Niederräderin, die Mitglied im Vorstand der CDU im Stadtteil ist, selbst zum Telefonhörer und lässt sich zu den Mitarbeitern der Ämter durchstellen, die etwas ausrichten können.

So hat sie zum Beispiel erreicht, dass auf der Kelsterbacher Straße hinter dem Frauenhoftor auf der linken Seite der Bürgersteig komplett abgepollert wurde, damit dort niemand mehr im Halteverbot parken kann. Über mehrere Monate zogen sich die Telefonate mit dem Ordnungsamt, das die Idee schließlich als sinnvoll einstufte und die Abpollerung in Auftrag gab.

"Man muss dranbleiben", sagt Monika Ehmer. Sie mache das gerne, damit etwas vorankomme. "Nun können Fußgänger, Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen diesen Bürgersteig ohne Behinderung nutzen." Autos und Lieferwagen hatten hier trotz Halteverbots häufig den Gehweg blockiert.

Die Anwohner hatten sich bei der Stadt beschwert und auch die CDU über die Probleme informiert. "Viele parken hier, wo es sowieso schon eng ist, illegal", beschreibt Ehmer die Situation. Einige Autos führen auf Parkplatzsuche in die Einfahrt zu den Wohnhäusern unten am Elli-Lucht-Park, parkten an der Betonwand, blockierten die Feuerwehrzufahrt. Auch der Rettungsdienst und Müllautos hätten schon mehrmals wegen falsch parkender Autos nicht einfahren können. "Das ist aber Privatgrundstück, da kann die Stadt nichts machen", weiß Ehmer.

Die Christdemokratin wohnt unweit des Frauenhoftors an der Niederräder Landstraße. Auch dort liegt beim Verkehr vieles im Argen, hat sie beobachtet. Die Einmündung der Frauenhofstraße etwa sei unübersichtlich. Wenn der Quartiersbus von dort rechts in die Niederräder Landstraße abbiegen wolle, komme es oft zu Fast-Zusammenstößen.

Denn in der Rechtskurve vor der geschlossenen Bar "Why Not?" werde fast immer illegal geparkt, hat die CDU-Politikerin beobachtet. Lange war die Baustelle auf der gegenüberliegenden Seite, wo ein Studentenwohnheim gebaut wird, ein Problem. Baufahrzeuge blockierten die Fahrbahn, Löcher für Leitungsverlegungen wurden gegraben, die Autos mussten drumherum kurven.

"Auf der Niederräder Landstraße wird trotz solcher Hindernisse und der Unübersichtlichkeit zu schnell gefahren", moniert Ehmer. An die vorgegebenen 30 Kilometer pro Stunde halte sich so gut wie keiner. "Hier müsste ein Blitzer stehen, um den Verkehr zu verlangsamen", findet die Niederräderin.

Weiteres Problem: die vielen Elterntaxis, die morgens früh ihre Kleinen zum Eingang der Frauenhofschule im Schleusenweg fahren und sie mittags auch wieder dort abholen. "Dann gibt es hier einen immensen Rückstau auf der gesamten Länge der Straße", beschreibt Ehmer.

Dabei ist der Schleusenweg, in den alle einbiegen wollen, eine Anliegerstraße. Darum schere sich aber niemand. Wenn noch der Quartiersbus durch wolle, der vor der Schule eine Haltestelle hat, sei alles aus. Auch in der Schleusenstraße sei das illegale Parken Alltag. Der Bürgersteig auf der rechten Seite sei trotz durchgehender Drängelgitter und Halteverbotszone auf Höhe des Schuleingangs generell zugeparkt. Wie kann das sein? "Weil es in Niederrad kaum Kontrollen gibt", weiß Ehmer. "Die Leute halten sich nicht an die Regeln, weil sie wissen, dass ihnen nichts passiert."

Ein Ärgernis sei auch eine Dauerbaustelle, die gegenüber des Schuleingangs seit Monaten den Bürgersteig blockiert - direkt vor dem Seniorenheim Alloheim. "Die Senioren kommen dort mit dem Rollator nicht vorbei, sie müssen auf die Straße ausweichen", echauffiert sich Ehmer. Fußgänger hätten es schwer, aber auch Radfahrer hätten Mühe, sicher durch den Ortskern zu kommen. Die Straßen sind zu eng, der meiste Platz auf der Fahrbahn geht für Parkplätze drauf. "Die Stadt muss sich hier etwas einfallen lassen", fordert die Christdemokratin.

Die CDU habe kein Interesse daran, verschiedene Verkehrsmittel gegeneinander auszuspielen. "Eine Verkehrswende muss alle berücksichtigen und muss für alle von Vorteil sein, nicht nur für einen Teil der Verkehrsteilnehmer", findet Ehmer. Sie will "für ein faires und rücksichtsvolles Miteinander der Fußgänger, Fahrrad- und Autofahrer in Niederrad" kämpfen. Stefanie Wehr

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