Engagement in der Flüchtlingshilfe

Von Praktikanten, Lesepaten und Integrationslotsen

Die Deutsche Post DHL Group engagiert sich in der Flüchtlingshilfe. Unter anderem stellt der Konzern dafür eine Million Euro zur Verfügung. Um Flüchtlingen einen Einblick in die deutsche Arbeitswelt zu geben, bietet die Deutsche Post DHL Group bis zu 1000 Praktikumsplätze an, die perspektivisch zu Ausbildung und Arbeit führen können. In den Postniederlassungen vor Ort stehen rund 100 Koordinatoren als lokale Ansprechpartner für Mitarbeiter und Hilfsorganisationen bereit. Eine Postmitarbeiterin, die sich bei der Deutschen Post in Frankfurt um die Praktika der Flüchtlinge kümmert, ist Ursula Koller. Mit ihr haben wir gesprochen.

Frau Koller, wie sieht Ihre Hilfe vor Ort aus?

URSULA KOLLER: Wesentlich für die Programme zur Flüchtlingshilfe ist, dass sie zielführend durchgeführt werden. Um dies zu ermöglichen, gibt es in unseren Niederlassungen bundesweit etwa 100 Koordinatoren. In der Niederlassung Frankfurt sind es zwei Kollegen. Grundsätzlich arbeiten wir immer mit erfahrenen Partnern – zum Beispiel Hilfsorganisationen, Gemeinden, Schulen, Sportvereine – zusammen und richten uns nach deren Bedürfnissen.

Was machen diese Koordinatoren?

Unsere Kollegen stehen für Mitarbeiter und Hilfsorganisation als lokale Ansprechpartner zur Verfügung.

Was heißt das konkret?

KOLLER: Grob kann man unsere Hilfe in vier Punkten zusammenfassen: Erstens fördern wir freiwillige Hilfsaktionen unserer Mitarbeiter, zum Beispiel im Rahmen unseres alljährlichen „Freiwilligen-Tags“. Das können Spendensammlungen sein, die Renovierung einer Flüchtlingsunterkunft oder gemeinsame Aktivitäten wie beispielsweise Kochen. Zweitens unterstützen wir Projekte von Partnern. Wir übernehmen Aufgaben, die Hilfsorganisation in ihrer Arbeit mit Flüchtlingen unterstützen und entlasten. Drittens unterstützen unsere Mitarbeiter als Lesepaten die Stiftung Lesen. Grundsätzlich gilt, der Vorlesepate organisiert sich selbst, um in einer Gruppe – etwa in einer Willkommensklasse einer Schule oder Flüchtlingsunterkunft – regelmäßig vorzulesen. Schließlich bilden wir sogenannte „Integrationslotsen“ aus, um junge Flüchtlinge bei der kulturellen, sprachlichen und beruflichen Integration zu unterstützen, zum Beispiel durch Nachhilfe, Lebenslaufcheck, Berufsorientierung oder Hilfe bei Behördengängen.

Sie bieten auch Praktika für Flüchtlinge an?

KOLLER: Momentan beschäftigen wir acht Praktikanten in unseren Briefzentren Frankfurt und Offenbach. Einige dieser Praktikanten haben sich bereits um eine Ausbildung beworben. Andere haben bereits signalisiert, dass sie nach Abschluss ihres Praktikums auch weiter gerne bei uns arbeiten wollen.

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