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Die Messe ist aus, wir gehn nach Haus. Rabimmel.

Abschluss

Ein prallgefülltes Wochenende zum Frankfurter Buchmesse-Abschluss

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Die große Bücherschau ist vorbei, Besucherrekord bei „Open Books“, das Publikum hat wieder viel zu lesen. Am Stand der Rechten gibt es wieder Ärger.

Fast 7500 Aussteller aus mehr als 100 Ländern, ein sehr präsentes Gastland Norwegen mit mehr als hundert Autorinnen und Autoren, die ihre Bücher vorstellten, gern in aufsehenerregender Landestracht, das Rot als beherrschenden Farbton: Eine randvolle, aufregende Buchmesse ist am Sonntag zu Ende gegangen. Rund 300 000 Besucher waren zugegegen.

Das Lesefest „Open Books“ feierte einen Besucherrekord: Von Mittwoch bis Sonntag kamen zu den 170 Veranstaltungen rund um den Römer und den Hühnermarkt 19 000 Menschen, 1000 mehr als im Vorjahr. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) äußerte sich „stolz darauf, dass Open Books so beliebt beim Publikum ist“.

Das Wochenende brachte wie stets den ganz großen Besucheransturm. Lange Schlangen bildeten sich schon am Samstagvormittag etwa auf der Agora vor dem Eingang zur Lesung der Taunus-Krimiautorin Nele Neuhaus.

Und wie stets gab es zeitweise kein Vorwärtskommen mehr. Wenn zwei S-Bahnen am Samstagvormittag zur gleichen Zeit an der Station Messe ihre lesegierige Ladung loslassen, und wenn dann noch hinter der Einlasskontrolle die erste Rolltreppe kaputt ist, eine aus dem Torhaus bergabführende zwar, aber offenbar ist es jedem dritten Menschen nicht zuzumuten, eine stehende Rolltreppe hinabzusteigen – dann heißt es Nerven bewahren.

Am Stand des rechten Antaios-Verlags gab es am Samstag Ärger, als Journalisten an ihrer Arbeit gehindert und von dem rech- ten Publizisten Götz Kubitschek als „Schmeißfliegen“ bezeichnet wurden, wie Aufnahmen im Online-Kurznachrichtendienst Twitter zeigten. Kubitschek schlägt dem Fotografen in dem Video vor, „vor die Halle“ zu gehen, um es da „auszumachen“, während die Polizei dabeisteht.

Weitaus besser in Erinnerung bleiben wird der zauberhafte norwegische Pavillon, der auf Anhieb unglaublich gigantisch wirkt, bis man mit der Nase gegen einen der beiden riesigen Spiegel an den Hallenenden rennt. Der Begeisterung tut das keinen Abbruch.

Gesprächsveranstaltern, etwa am „Blauen Sofa“ des ZDF, sei für 2020 geraten, länger auf der großen Leinwand einzublenden, welcher Gast da gerade sitzt. Dann wissen auch die Bescheid, die eine Minute zu spät kommen, was besonders am Wochenende nicht ausbleibt. Und dass man stets falsch angezogen ist auf der Buchmesse, zu dick oder zu dünn, das wird auch immer so sein. Aber da kann sie ja nichts dafür. S. F2-F5

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