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Johannes B. Kerner (li.) und Franziska Liebhardt überreichen den Preis an Burkhard Tönshoff (re.).

Preiswürdig: Sportler engagieren sich für Organspenden

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Olympiasieger, Weltmeister und Europameister trafen sich gestern im Hotel Lindner.

Olympiasieger, Weltmeister und Europameister trafen sich gestern im Hotel Lindner. Mit dabei waren der ehemalige Turner und heutige Politiker Eberhard Gienger , Radfahrer Mario Kummer, Leichtathletin Ulrike Nasse-Meyfarth , die Leichtathleten Werner von Moltke und Klaus Wolfermann , Tischtennis-Ass Timo Boll , der ehemalige Trainer der Deutschen Handball-Nationalmannschaft Heiner Brand , Fechterin Cornelia Hanisch und Gewichtheber Matthias Steiner . Sie alle haben eines gemeinsam: Sie werben für Organspende. Und waren natürlich goldrichtig bei der Verleihung des Helmut-Werner-Preises der von der Kinderhilfe Organtransplantation (KiO) an Menschen vergeben wird, die sich in besonderem Maße um die Belange von Kindern und Jugendlichen vor oder nach einer Transplantation verdient gemacht haben. Der Preis wird seit 2005 jährlich vergeben und ist nach dem ehemaligen Mercedes-Chef benannt, der 2004 an den Folgen eines Leberversagens starb.

Organspende ist ein wichtiges Thema. „Es ist aber nicht so traurig, wie es scheint“, findet der ehemalige Gewichtheber Matthias Steiner. Seit drei Jahren engagiert er sich für die Organspenden, weil sie Chance und Hoffnung zugleich sei auf ein Weiterleben. „Die Operation ist das eine, das andere ist aber das Drumherum, das Familien oft in eine existenzielle Krise stürzt.“

In diesem Jahr ging der mit 5 000 Euro dotierte Preis an den Heidelberger Transplantationsmediziner Professor Dr. Burkhard Tönshoff . „Damit würdigen wir seine Verdienste für organkranke Kinder und Jugendliche“, so Moderator Johannes B. Kerner .

Ergreifend war die Rede von Franziska Liebhardt . Sie erhielt die Diagnose, dass sie an einer systemischen Autoimmunerkrankung leide und brauchte eine neue Lunge sowie eine neue Niere. „Ich habe mich damals entschieden, um mein Leben zu kämpfen und bin heute froh, dass ich es gemacht habe“, erzählt die Frau, die ein großes Ziel hat: Die Kugelstoßerin will in Rio bei den Paralympics eine Medaille gewinnen. Vizeweltmeisterin wurde sie 2015. Es ist still, als sie ihre Geschichte erzählt und die Bilder der Krankheit auf zwei großen Leinwänden zeigt. „Immer wenn ich höre, es geht nicht, denke ich: Jetzt erst recht.“ Der Sport half ihr, sich nicht aufzugeben.

(es)

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