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Problem für Frankfurter Studenten: Zu hohe Mieten, zu wenig Wohnungen

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Heute residiert die Uni im Poelzig-Bau des Campus Westend ? das Gebäude war nach dem Krieg das Hauptquartier von Eisenhower in Deutschland.
Heute residiert die Uni im Poelzig-Bau des Campus Westend ? das Gebäude war nach dem Krieg das Hauptquartier von Eisenhower in Deutschland. © Frank Rumpenhorst (dpa)

Die Uni hat noch nicht angefangen, da steht für viele die erste große Hürde auf dem Weg ins Studentenleben schon bevor. Wie eine coole Wohnung finden? Bei der Jagd nach der Traumbude gehört ein bisschen Glück dazu – und es braucht vor allem Hilfe. Die sollen nun Frankfurter geben.

Zu Semesterbeginn werden auch in diesem Jahr wieder viele junge Menschen an den Hochschulen im Rhein-Main-Gebiet ihr Studium beginnen. Noch schwieriger, als einen Studienplatz zu bekommen, ist es für viele, auf dem Wohnungsmarkt eine bezahlbare Unterkunft zu finden. Deshalb ruft das Studentenwerk gemeinsam mit Frankfurt und Offenbach sowie den Hochschulen und den Asten im Rhein-Main-Gebiet dazu auf, günstigen Wohnraum für Studenten bereitzustellen.

In diesem Wintersemester sind allein an der Goethe-Universität rund 47 000 Studenten eingeschrieben, stadtweit sind es mehr als 55 000. Nach einer Studie des Deutschen Studentenwerks sind die Mieten in Frankfurt am Main für Studierende im Bundesvergleich besonders teuer. Studierende zahlen im Bundesdurchschnitt 298 Euro Miete, in Frankfurt am Main 337 Euro. Die Versorgung mit Wohnheimplätzen liegt dagegen unter dem Bundesschnitt: Nur rund sieben Prozent der Studenten haben einen Platz in einem privaten, kirchlichen oder einem Wohnheim des Studentenwerks, bundesweit sind es dagegen etwa zehn Prozent, die allein in Wohnheimen der Studentenwerke eine Bleibe finden.

Privatvermieter bitte melden

Deshalb sind nun Bürger im Rhein-Main-Gebiet aufgerufen, den jungen Leuten bei ihrem Einstieg in einen neuen, wichtigen Lebensabschnitt zu helfen, indem sie ihnen eine bezahlbare Bleibe anbieten. Auf der Internet-Plattform können Privatvermieter einfach und kostenlos ihre Angebote eingeben, telefonisch unter (069) 79 82 30 50. Das Studentenwerk hängt zusätzlich Angebote in seinem Beratungszentrum auf dem Campus Westend der Goethe-Universität, Hörsaalzentrum, Theodor-W.-Adorno-Platz 5, aus. Geöffnet ist von Montag bis Donnerstag von 9 bis 17 Uhr, Freitag bis 15 Uhr.

Studentenwohnungen sind übrigens in den vergangenen fünf Jahren deutlich teurer geworden. Spitzenreiter bei der Preissteigerung ist nach dem Studentenwohnpreisindex des Instituts der deutschen Wirtschaft Berlin, wo sich der Wohnraum für Studenten um fast 30 Prozent verteuert hat. Studenten zahlen in allen elf betrachteten Städten mehr als im Jahr 2010. Wieviele Studenten für eine durchschnittlich 30 Quadratmeter große Wohnung bezahlen, variiert dem Index zufolge bundesweit erheblich. Besonders angespannt ist der Wohnungsmarkt für Studenten demnach in München (580 Euro), Frankfurt (505 Euro) und Stuttgart (474 Euro)

(red)

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