Probleme sind lösbar

Die CDU im Ortsbezirk 10 ist skeptisch, ob das Baugebiet Berkersheim-Ost in den Süden des Stadtteils verlegt werden kann. Die Bürgerinitiative, von der die Idee stammt, ist aber überzeugt, dass das geht.

Einer Idee der Bürgerinitiative (BI) Berkersheim-Ost folgend, berät der Ortsbeirat 10 in seiner nächsten Sitzung über einen von allen Fraktionen außer der CDU eingebrachten Antrag, statt eines Neubaugebiets im Osten von Bonames ein solches im Süden, direkt neben dem Preungesheimer Gewerbegebiet August-Schanz-Straße, zu planen (wir berichteten). Die CDU hat nun einen eigenen Antrag mit ähnlichem Tenor für die Sitzung am 10. März eingebracht. Statt aber den Tausch der beiden Baugebiete zu fordern, will die CDU vom Magistrat wissen, ob ein solches Vorgehen überhaupt möglich ist.

Die Christdemokraten interessiert, wie schnell das neue Baugebiet in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden kann, welche Bebauung neben dem Gewerbegebiet möglich wäre und wie der Lärmschutz für die Wohnhäuser aussehen kann. Damit greift die CDU Bedenken des Planungsdezernats auf, demzufolge naturrechtliche, aber auch verwaltungstechnische und Lärmschutzgründe gegen einen einfachen Tausch der Gelände für das Baugebiet sprächen.

Unterdessen verteidigt Mike Adam von der Berkersheim-Ost-Initiative, die das Baugebiet Berkersheim-Ost verhindern möchte, eine Verlegung des Baugebiets sei durchaus möglich. Denn Berkersheim-Ost sei naturschutzrechtlich stärker geschützt als Berkersheim-Süd. Streuobstwiesen wie im Osten von Bonames seien ein potenzieller Lebensraum für bis zu 5000 geschützte Tier- und Pflanzenarten. Möglicherweise unterliege Berkersheim-Ost gar der strengen Vogelschutz- oder Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) der Europäischen Union, mit der natürliche Lebensräume der wildlebenden Tiere und Pflanzen geschützt werden sollen.

Auch sei die Frischluftschneise, die durch Berkersheim-Süd verlaufe, bereits durch die Bebauung am Schwarzen Platz und die dort geplante Schule reduziert worden, sagt Adam. Das Baugesetzbuch biete zudem ausreichende Möglichkeiten, den „scheinbaren Konflikt“ zwischen einem Wohngebiet und einem lauten Gewerbegebiet zu lösen.

(red)

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