Flüchtlingsprojekt

Projekt „ZuBaKa“ wird mit 30.000 Euro ausgezeichnet

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung zeichnete in Frankfurt am Main drei innovative Projekte aus. Es lagen über 250 Bewerbungen vor.

Das Frankfurter Projekt zur Integration von Füchtlingen, „ZuBaKa“ hat den mit 30 000 Euro dotierten zweiten Rang bei einem Wettbewerb der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung errungen. Es soll jungen Flüchtlingen den Einstieg in die Schulen hierzulande erleichtern. Es setzt auf individuelle Projektarbeit zusätzlich zum Unterricht, Grundlage ist der Stiftung zufolge ein Paket namens Zukunftsbaukasten (kurz: ZuBaKa), aus dem dann individuell passende Elemente ausgewählt werden.

„Wir haben den Anspruch, die Baukästen individuell mit den Schulen zusammenzustellen“, betont Anna Meister. Sie hat „ZuBaKa“ als Startup gegründet. So stehe am Beginn jeder Zusammenarbeit eine Analyse: Welche Probleme gibt es? Welche Wünsche haben die Schüler? Wofür fehlen die Ressourcen? Denn niemand kenne den Bedarf der Schüler so gut wie die eigenen Lehrer. Oft, so berichtet Meister, hätten sie schon selbst gute Ideen, mit welchen Projekten die Schüler unterstützt werden könnten. Doch fehle neben schulischem Alltagsgeschäft meist Zeit und Energie, um Zusatzprojekte selbst zu entwickeln. „ZuBaKa“ übernimmt den organisatorischen Aufwand und koordiniert Projekte.

Acht Finalisten stellten sich in Frankfurt am Main der Jury, die die Wirkung, die Einbindung von Geflüchteten sowie das Entwicklungspotenzial der Projekte bewerteten. Vorausgegangen war eine Finanzierungs- und Umsetzungsphase, in der die Stiftung erstmalig Stiftungsförderung mit Crowdfunding kombinierte.

Aus über 250 Bewerbungen hatten 40 Integrationsprojekte die Möglichkeit, auf der Crowdfunding-Plattform Startnext um Unterstützer zu werben. Mehr als 16 300 Menschen unterstützten die Ideen, zusammen mit der Stiftungsförderung kamen so mehr als 714 000 Euro zusammen. Mit dieser Finanzierung konnten die Projekte ihre Ideen umsetzen.

(dpa,red)

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