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Über Wasser halten: Yoga-Lehrerinnen und die FDP demonstrieren auf dem Main für Sportangebote in öffentlichen Anlagen.

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Protest: Yoga-Lehrerinnen und FDP für die freie Nutzung der Parks

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Yoga-Lehrer dürfen nicht mehr in Parks. Deswegen protestierten sie gestern Abend, indem sie ihre Kurse auf Booten und Flößen auf dem Main anboten.

Was in anderen Städten problemlos möglich ist, ist in Frankfurt untersagt: Die Nutzung von Grünanlagen und Parks, um dort kommerzielles Sporttraining anzubieten. Yoga-Lehrer, aber auch Kraftsport-Trainer und die Anbieter von Gymnastik- oder Mutter-Kind-Kursen sollen ihre Dienste nicht mehr in Frankfurts Parks anbieten können (wir haben berichtet). Dagegen regt sich nun Protest, und an die Spitze hat sich die FDP gestellt.

Am Freitagabend luden die Liberalen zu einer recht spektakulären Aktion: Auf Stand-Up-Paddling-Booten – kleinen Flößen, auf denen, wer’s kann, stehend paddeln kann – standen gestern viele Frankfurter Liberale und zwei Yoga-Lehrerinnen, um für den Freizeitsport in Frankfurt zu werben. Die FDP fordert wie bei Radwegeverbindungen ausgewiesene Jogging-, Skater- und Stand-Up-Paddling-Strecken, mehr offene Sportplätze für Ballsportarten und mehr Functional-Fitness-Stationen. Prominente Teilnehmer am Demo-Spaß – der buchstäblich in Gefahr stand, ins Wasser zu fallen – waren drei Landtagskandidaten: Der Spitzenkandidat Yanki Pürsün, Sebastian Papke und die stellvertretende Kreisvorsitzende Maria-Christina Nimmerfroh. Sie erklärten sich auch mit der Nutzung der Parks durch Yoga-Gruppen einverstanden: „Manche Angebote werden von bezahlten Trainern begleitet, was aus Gründen der Gesundheitsprävention sinnvoll ist. Dass ausgerechnet Frankfurt als Sportstadt diesem Trend ein Ende setzen möchte, ist unverständlich“, sagte Michael Bross, sportpolitischer Sprecher der FDP.

In einem dringlichen Antrag fordern die Freien Demokraten den Magistrat auf, Kursangeboten in Parkanlagen, am Main- sowie Niddaufer entsprechende Ausnahmegenehmigungen zu erteilen. Hinter den Anbietern stünden keine großen Fitnessketten, sondern ein Kleingewerbe, das durch ein Verbot in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten würde. „Die Stadt soll auch die kleinen Gewerbetreibenden unterstützen und ihnen nicht unnötig mit Verboten Steine in den Weg legen“, so Stephanie Wüst, wirtschaftspolitische Sprecherin. Zudem solle der Magistrat der Stadt ein Konzept entwickeln, welches eine Koordination und Verteilung aller Kurse auf die Grünanlagen beinhaltet.

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