In Frankfurt protestieren Aktivisten gegen den Ausbau der A66 und Rodungen der Wälder.
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In Frankfurt protestieren Aktivisten gegen den Ausbau der A66 und Rodungen der Wälder.

Proteste

Weiterbau der A66: Aktivisten besetzen Bäume in Frankfurt

  • Sebastian Richter
    VonSebastian Richter
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Gegen den Ausbau der A66 wird protestiert. Aktivisten von „Ende Gelände Frankfurt“ bauen Baumhäuser.

Frankfurt – In Frankfurt protestieren Aktivisten gegen den geplanten Ausbau der A66. Nach den Plänen müssen in Wäldern der Region um Frankfurt* Bäume gerodet werden, die bis zu 200 Jahre alt sind. Teil des Protestes ist auch die Besetzung von Bäumen.

Die Demonstranten von Bündnis „Ende Gelände Frankfurt“ forderten auf Plakaten den Stopp des umstrittenen Großprojektes und ein Umdenken in der Verkehrspolitik. „Wenn Stadtentwicklung weiterhin mit der Kettensäge gemacht wird, gibt es Protest“, sagte Aktivist Alexis Passadakis am Donnerstag (07.10.2021) der dpa.

Proteste gegen A66-Ausbau in Frankfurt: Aktivisten bauen Plattformen in den Bäumen

Die Naturschützer und Umweltaktivisten halten im Teufelsbruch, Erlenbruch und im Riederwald Bäume besetzt. In bis zu 15 Metern Höhe haben sie Plattformen errichtet. Zusätzlich gibt es vor dem Gelände eine Mahnwache. „Wir werden sehen, welche Bedeutung der Konflikt hier bekommt“, so Passadakis. Mehr als 100 Unterstützer erwarten die Aktivisten nach eigenen Angaben. Für Samstag (09.10.2021) kündigten sie zwei Demonstrationen zum Teufelsbruch an.

Der Ausbau der A66 soll in den kommenden Monaten auf einem etwa 40.000 Quadratmeter großen Areal im Osten von Frankfurt in Angriff genommen werden. Die rund 2,2 Kilometer lange Strecke soll die Stadt besser mit der A661 und damit Hanau verbinden. Laut dem Land Hessen wurden als Ausgleich dafür bereits im März 2018 12.000 junge Bäume im Frankfurter Stadtteil Schwanheim gepflanzt.

Der Ausbau ist in Frankfurt schon seit den 1980er Jahren umstritten. Vom geplanten Riederwaldtunnel versprechen sich Befürworter einen besseren Verkehrsfluss – Kritiker befürchten ein Verkehrschaos. Etwa 480 Millionen Euro soll der Riederwaldtunnel kosten*. Immer wieder gab es Proteste und Klagen. (spr/dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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