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Viktoria (10) hat sich auf dem Goetheplatz Europaflaggen ins Haar gesteckt. Die pro-europäische hält wieder eine Kundgebung ab.

Demonstration

"Pulse of Europe"und Stadt gestalten Festakt und Kundgebung

Gemeinsam mit der Stadt Frankfurt lädt die Bürgerbewegung „Pulse of Europe“ für Sonntag zu einem europäischen Festakt in die Paulskirche ein. Danach gibt’s ein großes Kundgebungsfest mit Musik und Aktionen auf dem Römerberg.

Die Veranstaltung in der Paulskirche am 10. Juni um 11 Uhr steht im Zeichen des Aufbruchs der europäischen Zivilgesellschaft. Sie wurde durch einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung Frankfurt möglich gemacht. Alle Fraktionen gemeinsam (mit nur einer Ausnahme) beschlossen, der in Frankfurt gegründeten Bürgerbewegung Anerkennung für ihr zivilgesellschaftliches Engagement auszusprechen.

Als Gastredner werden neben anderen Kathrin Mahler Walther, die in den 1980er Jahren der Bürgerrechtsbewegung und dem organisierten Widerstand in der ehemaligen DDR angehörte, Prof. Günther Nonnenmacher, Honorarprofessor für Politik- und Kommunikationswissenschaften und ehemaliger Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, erwartet. Das Rahmenprogramm gestalten die Neue Philharmonie Frankfurt, die Solistin Karolina Trybala und der Konzertchor Darmstadt. Der Festakt wird ab 11 Uhr live auf den Römerberg übertragen, daran schließt sich ab etwa 13 Uhr die Kundgebung „Pulse of Europe XXL“ an.

Auf zwei Bühnen gibt es ein buntes Programm aus Redebeiträgen und musikalischen Darbietungen sowie Aktionen zum Mitmachen und Nachdenken. Aktivisten aus Deutschland und in Europa werden Teil des Bühnenprogramms sein. Zu den vielen Künstlern, die sämtlich honorarfrei auftreten, gehört auch „Cris Cosmo und Band“.

Daniel Röder, Initiator der Bewegung und Vorsitzender des Vereins „Pulse of Europe“, sagt: „Wir freuen uns sehr, von einem so bedeutsamen historischen Ort wie der Paulskirche aus ein starkes europäisches Zeichen setzen zu können. Die Entwicklungen des letzten Jahres haben uns vor Augen geführt, dass eine französische Schwalbe noch keinen europäischen Frühling macht. Wenn wir ein vereintes Europa wirklich wollen, müssen wir uns dafür einsetzen. Wir wünschen uns, dass sich am 10. Juni ganz Frankfurt europäisch blau färbt.“ In der Paulskirche, dem „Geburtsort“ des deutschen Parlamentarismus wird „Pulse of Europe“ auch ihr neues Bürgerbeteiligungsprojekt vorstellen – die „Europäischen Hausparlamente“: Jedermann kann jederzeit und an jedem Ort über drängende Fragen der europäischen Einigung debattieren und abstimmen, ob zu Hause, im Café oder auf der grünen Wiese. In Zusammenarbeit mit unabhängigen Forschungsinstitutionen bietet „Pulse of Europe“ verständliche Informationen wie Anleitungen und Abstimmungstechniken an. Zudem stellt der Verein vorher sicher, dass die politischen Entscheider die Ergebnisse dieser Hausparlamente nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern ihre Entscheidung im Lichte dieser Ergebnisse besonders begründen. Diese Begründung gibt Pulse of Europe an die Teilnehmer der Hausparlamente zurück. So soll ein echter Dialog zwischen Politikern und Bürgern entstehen.

(red)

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