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Vermehrt queer-feindliche Angriffe: Polizei Frankfurt reagiert

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Von: Lucas Maier

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In Frankfurt kam es zuletzt zu mehreren Angriffen auf queere Menschen. Kurz vor dem CSD reagiert die Polizei Frankfurt.

Frankfurt - Die Angriffe auf queere Menschen nehmen in Frankfurt immer weiter zu. Gerade im Bereich der Innenstadt fühlen sich Queers nicht mehr sicher. Doch das soll sich bald ändern.

Zuletzt hat die Dragqueen, Electra Pain, aus Frankfurt mehr Polizei-Päsenz gefordert. In wenigen Tagen werden in der Mainmetropole rund um den alljährlichen Christopher Street Day (CSD), verschiedenste queere Veranstaltungen stattfinden. Die Polizei Frankfurt hat deshalb klargestellt, dass es „Null Toleranz bei queerfeindlichen Übergriffen“ geben wird.

Queer in Frankfurt: Die Angriffe nehmen zu - die Polizeipräsenz auch.
Queer in Frankfurt: Die Angriffe nehmen zu - die Polizeipräsenz auch. (Archivbild) © Frank Rumpenhorst/dpa

Polizei Frankfurt: Mehr Beamtinnen und Beamte für die Sicherheit von Queers

In einer Stellungnahme der Polizei Frankfurt wird nochmal deutlich, welches Ausmaß der Hass gegen Menschen aus der queeren Community in der Innenstadt zuletzt angenommen hat. Bei einem der Übergriffe wurde ein Mensch schwer verletzt und zog sich einen Kieferbruch zu, berichtet die Polizei.

Die Forderung von Electra Pain scheint sich bald zu erfüllen. Die aktuelle Situation mache es notwendig, „neben weiteren Maßnahmen auch den Kräfteansatz zum Schutz der LSBT:IQ (queeren) Community noch einmal zu erhöhen“, wie es vonseiten der Polizei Frankfurt heißt.

Angriffe gegen Queers in Frankfurt: „Verachtenswerte Taten sollen sich nicht wiederholen“

Die Geschichte des Christopher Street Day begann Ende der 1960er Jahre mit gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und der queeren Community in New York. Das Verhältnis zur Polizei scheint über 50 Jahre später in Frankfurt besser zu sein. Die Behörde stehe in sehr engem Austausch mit der Community, heißt es von der Polizei.

Erklärtes Ziel sei es, „dass sich solch verachtenswerte Taten nicht wiederholen“. Zusätzlich gebe es in Frankfurt die „Ansprechpartner gleichgeschlechtliche Lebensweisen (AgL)“. Diese stünden in einem „bewährt engen Austausch mit der queeren Community“, so die Polizei Frankfurt.

Queer in Frankfurt: Der Hass steigt - die Polizeipräsenz auch.
Queer in Frankfurt: Der Hass steigt - die Polizeipräsenz auch. (Archivbild) © Frank Rumpenhorst/dpa

Queer in Frankfurt: Ob die Angriffe zurück gehen werden, bleibt abzuwarten

Auch wenn der Polizei Frankfurt „keine konkreten Hinweise auf eine Gefährdung des CSD in Frankfurt vorliegen“, will sie mit zivilen Kräften vor Ort sein. Im Bereich der Konstablerwache werden zudem weitere Kameras installiert. Bei queerfeindlichen Straftaten wird in Frankfurt zukünftig der Staatsschutz ermitteln. Solche Angriffe seien „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (Hasskriminalität)“, heißt es von der Polizei.

Ob die erhöhte Polizeipräsenz in Zukunft Angriffe verhindern wird und für einen Schutz der queeren Community sorgen kann, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen. Positiv ist in jedem Fall, dass das Thema bei Polizei und Politik präsent ist und betroffene Queers gehört werden. (Lucas Maier)

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