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Weil der Abstand zwischen Rad- und Fußweg und der Brücke sehr niedrig ist, wollen die Grünen, dass der Radweg tiefergelegt wird. Das muss die Stadt nun prüfen.

Brücken

Radfahrer sollen nicht länger die Köpfe einziehen müssen

Gefahrenstelle Nidda-Radweg: Zwei Brücken entlang der Nidda zwischen Nied und Rödelheim sind so tief, dass Radfahrer beim Durchfahren gut beraten sind, ihren Kopf einzuziehen. Die Ortsbeiräte 6 und 7 wollen das nun ändern und haben einem gemeinsamen Antrag beider Grünen-Fraktionen zugestimmt.

Wenn Radfahrer den Radweg an der Nidda zwischen Nied und Rödelheim entlangfahren, sollten sie an mancher Stelle besser den Kopf einziehen: Die S-Bahn-Brücke in Rödelheim in Höhe des Blauen Stegs sowie die Brücke am Westkreuz sind mit 1,80 beziehungsweise 1,75 Metern so niedrig, dass sie zur Gefahrenstelle werden können.

„Zwar wurden an beiden Brücken jeweils Hinweisschilder aufgestellt“, so Miriam Dahlke, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Ortsbeirat 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Westhausen, Rödelheim). Doch durch die fehlende Beleuchtung an diesen Stellen könnten die Brücken schnell zur Gefahrenstelle werden. Gemeinsam mit der Grünen-Fraktion im Ortsbeirat 6 (Frankfurter Westen) hat Dahlke deshalb einen Antrag an die Stadtverwaltung auf den Weg gebracht, dem beide Ortsbeiräte in ihren Sitzungen zustimmten. Denn an den besagten Gefahrenstellen soll es bereits zu Unfällen gekommen sein.

Im Dunkeln gefährlich

„Vor allem abends oder in der Morgendämmerung ist es an den Brücken für Radfahrer besonders gefährlich“, sagt Dahlke. Außerdem nehme der Radverkehr in Frankfurt zu und die modernen Räder würden immer schneller. „Zumindest für Ortsunkundige könnten diese niedrigen Brückendurchlässe früher oder später zur Gefahrenstelle werden.“

Der Grünen-Fraktion im Ortsbeirat 7 sei dieses Problem schon seit längerem bekannt. Nun seien sie von Bürgern darauf hingewiesen worden und wollen das Problem angehen. „Denn durch die anstehende Sanierung des Frankfurter Westkreuzes könnte zumindest die Problematik an der dortigen Niddabrücke in der Nähe der Siedlung Neufeld gelöst werden“, so Dahlke.

„Da die Brücken ja kaum erhöht werden können, bitten wir den Magistrat zu prüfen, ob das Problem durch eine Tieferlegung des Niddaufer-Radwegs an den gefährlichen Stellen behoben werden kann“, so die Grünen-Fraktionsvorsitzende. In ähnlicher Weise sei das auch schon an Brücken in Richtung Praunheim geschehen. Andernfalls gebe es laut Dahlke noch die Möglichkeit, den Gefahrenstellen durch eine bauliche Maßnahme am Brückenbogen entgegenzuwirken.

Auch dem Frankfurter Ortsverein des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) ist das Problem am Niddaufer-Radweg bekannt. „Wir begrüßen den Antrag der Ortsbeiräte und freuen uns, dass sich die Politik darum kümmert“, erklärt ADFC-Sprecherin Susanne Neumann auf Anfrage. Auch Neumann hat schon von Unfällen gehört. Bestätigen kann sie das aber nicht: „Ich persönlich kenne niemanden, der sich dort verletzt hat. Aber warum muss man immer warten, bis etwas passiert, ehe man handelt?“

Schon für Fußgänger sei ein Brückendurchlass mit einer Höhe von 1,75 Metern kritisch, für Radfahrer noch weitaus gefährlicher. „Gerade im Dunkeln könnte man die Hinweisschilder übersehen“, sagt Neumann. Und selbst wenn ein Radfahrer das Schild wahrnehme, seien die Brücken eine potenzielle Gefahrenstelle. „Denn man ist dort gut beraten, unter der gesamten Brücke den Kopf einzuziehen.“

Straßenbauamt prüft

Das Amt für Straßenbau und Erschließung prüft aktuell die Anträge der Ortsbeiräte 6 und 7. „Wir müssen die Anfrage zunächst beantworten, bevor wir Auskunft geben können“, erklärt Amtsleiterin Michaela Kraft auf Anfrage. „Die Antwort ist in Vorbereitung“, so Kraft weiter. Voraussichtlich in der nächsten Sitzung der Ortsbeiräte Ende Januar wird diese vorliegen.

von CAROLIN-CHRISTIN CZICHOWSKI

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