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Fast 38 000 Menschen mit Zweitwohnung in Frankfurt. Für viele wird seit Januar eine Steuer fällig.

Folgen noch unklar

Rätsel um Zweitwohnungssteuer: Wer muss zukünftig zahlen?

Bis zum Sommer soll klar sein, wie viele Menschen in Frankfurt die neu eingeführte Zweitwohnungssteuer zahlen müssen. Das kündigt Baudezernent Jan Schneider (CDU) auf eine parlamentarische Anfrage von Stephanie Wüst (FDP) hin an.

Frankfurt - Die Abgabe könnte bis zu 36 787 Menschen treffen: So viele hatten zum Jahreswechsel einen Nebenwohnsitz in der Stadt gemeldet. 7560 von ihnen hatten zusätzlich auch den Hauptwohnsitz in Frankfurt. "Es ist aber nicht klar, wie viele von der Steuer betroffen sind", betont Schneider.

Denn nicht jeder Einwohner mit Nebenwohnsitz müsse sie auch zahlen. Sieben Ausnahmen gibt es, beispielsweise gehören Wohnungen getrennt lebender Ehepartner nicht dazu, ebenso wenig Wohnungen in Altenheimen.

Zweitwohnungssteuer: Bewohner melden ihre Nebenwohnungen ab

Die Stadt habe die Betroffenen angeschrieben, um die jeweilige Lage zu klären. "Aktuell laufen die Rückmeldungen ein", erläutert Schneider. Bis zum Sommer gebe es verlässliche Zahlen. Der Dezernent prognostiziert aber schon: "Die Zahl der Nebenwohnungen wird sich stark reduzieren." So meldeten Bewohner in größerer Zahl ihre Nebenwohnungen ab.

Die Zweitwohnungssteuer in Frankfurt gilt seit 1. Januar. Für eine zweite Wohnung müssen deren Bewohner zehn Prozent der Jahreskaltmiete als Steuer berappen. 

dpg

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