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Polizisten gehen gegen Demonstranten vor, die den Eingang zum Haus Ronneburg blockieren.

Demo gegen AfD-Veranstaltung

Rangelei mit der Polizei

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Während AfD-Vize Alexander Gauland im Saalbau Ronneburg vor 120 Anhängern spricht, demonstrieren draußen 100 Menschen gegen den Auftritt. Es kommt zu Rangeleien mit der Polizei. Es gibt zwei Verletzte und eine Festnahme.

Wenn sich Anhänger der rechtskonservativen Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) in Frankfurt zu einer Wahlveranstaltung versammeln, kommen gleichzeitig zahlreiche Demonstranten zusammen, die diese zu blockieren versuchen. So war das vor gut zwei Wochen vor dem Saalbau Gutleut. So war das auch gestern Abend vor dem Saalbau Ronneburg in Preungesheim.  

Rund 100 Demonstranten kamen dort zusammen, um gegen den Auftritt des stellvertretenden AfD-Vorsitzenden Alexander Gauland zu protestieren – mit lauten Pfiffen, Trillerpfeifen und Plakaten wie „Preungesheim braucht keine Hassprediger“. Nachdem anfangs alles friedlich verlief, kippte die Stimmung allerdings, als die Demonstranten versuchten, die AfD-Anhänger am Betreten des Saalbaus zu hindern. Sie wurden von Polizisten zurückgedrängt. Es kam zu Rangeleien und Schubsereien zwischen Polizisten und Demonstranten. Dabei wurde eine 60 Jahre alte Frau „leicht verletzt“, sagte ein Polizeisprecher. Sie sei kurzfristig ins Krankenhaus gekommen, habe dieses aber kurze Zeit später schon wieder verlassen können. „Sie hatte über Brustschmerzen geklagt, nachdem sie bei der Rangelei zu Boden fiel und ihr dabei wohl jemand auf die Brust getreten ist“, so der Polizeisprecher.. Wegen versuchter Körperverletzung eines Beamten wurde eine andere Frau festgenommen. Sie wurde ebenfalls leicht verletzt, hatte Rötungen an der Hand.

Die Demonstranten beklagten sich über „aggressives Verhalten“ der Polizisten. In den sozialen Netzwerken wie Twitter war gar die Rede davon, Demonstranten seien „krankenhausreif geprügelt“ worden. Die Polizei stritt das auf Anfrage ab.

Die Veranstaltung wurde allerdings nicht nur vor dem Bürgerhaus gestört, sondern auch im Inneren, während 120 AfD-Anhänger den Worten Gaulands lauschten, der sich in seiner Rede von den Äußerungen der Parteichefin Frauke Petry zum Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge distanzierte. Zwei Gegner der AfD störten den Vortrag mit Zwischenrufen. „Sie bekamen einen Platzverweis und ihre Personalien wurden festgestellt“, sagte ein Polizeisprecher.

Durch den Polizeieinsatz wurde auch der öffentliche Nahverkehr behindert. Die Straßenbahnlinie 17 und der Bus 39 konnten nicht alle Haltestellen anfahren.

(jlo)

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