+
Gelson Fernandes (Eintracht Frankfurt) - 01.05.2018: Eintracht Frankfurt Training, Commerzbank Arena

Eintracht Frankfurt

Rassismus-Attacke auf Fernandes

Gelson Fernandes ist ein offener, humorvoller Zeitgenosse. Aber zurzeit ist dem Mittelfeldspieler der Frankfurter das Lachen vergangen. Es sind keine einfachen Zeiten für den Schweizer Nationalspieler mit kapverdischer Abstammung. Bei der Eintracht sitzt er oft auf der Ersatzbank oder gar auf der Tribüne. Und beim Pokal-Halbfinale auf Schalke durchlebte der 31-Jährige trotz des Sieges seiner Mannschaft einen deprimierenden Abend. sah Fernandes nach einem Foul an Leon Goretzka die Rote Karte. Der Schiedsrichter hatte ihm zunächst nur Gelb gezeigt. Doch der Videoassistent schaltete sich ein und plädierte für eine härtere Bestrafung. Für das Pokalfinale ist er gesperrt.

Gelson Fernandes ist ein offener, humorvoller Zeitgenosse. Aber zurzeit ist dem Mittelfeldspieler der Frankfurter das Lachen vergangen. Es sind keine einfachen Zeiten für den Schweizer Nationalspieler mit kapverdischer Abstammung. Bei der Eintracht sitzt er oft auf der Ersatzbank oder gar auf der Tribüne. Und beim Pokal-Halbfinale auf Schalke durchlebte der 31-Jährige trotz des Sieges seiner Mannschaft einen deprimierenden Abend. sah Fernandes nach einem Foul an Leon Goretzka die Rote Karte. Der Schiedsrichter hatte ihm zunächst nur Gelb gezeigt. Doch der Videoassistent schaltete sich ein und plädierte für eine härtere Bestrafung. Für das Pokalfinale ist er gesperrt.

Richtig hart wurde es für Fernandes aber hinterher. Die Schweizer Zeitung „Blick“ zitiert aus einer Nachricht, die der Eintracht-Profi nach dem Spiel im Internet-Netzwerk Instagram auf Englisch bekommen hat. „Du bist ein Sohn von Affen. Ich hoffe, jemand beendet deine Laufbahn. Du hättest ihn ernsthaft verletzen und seine Karriere zerstören können“, heißt es in der rassistischen Beschimpfung. Und weiter: „Du bis nicht wirklich ein Schweizer. Du bist ein verdammter Flüchtling.“

Gelson Fernandes ist als Fünfjähriger mit seiner Mutter in die Schweiz gezogen, weil sein Vater im Kanton Wallis Arbeit gefunden hatte. Er fühlt sich als Schweizer, hat bereits 66 Länderspiele für die Eidgenossen bestritten. Auf eine Anzeige hat Fernandes, der auch schon während seiner Zeit in Italien zweimal rassistische Attacken erlebte, laut „Blick“ verzichtet. „Ich habe keine Lust, mich mit solchen Leuten noch weiter zu beschäftigen“, hat er der Schweizer Zeitung gesagt: „Ich zeige es solchen Menschen auf dem Feld.“ Er gibt aber auch zu: „Ich finde es einfach nur dumm, wenn man so auf andere Menschen losgeht. Du bist hilflos und verletzt.“ rich

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare