Kaum zu übersehen wie hier im Oeder Weg, Ecke Eckenheimer Landstraße: Am Sonntag ist Bundestagswahl.
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Kaum zu übersehen wie hier im Oeder Weg, Ecke Eckenheimer Landstraße: Am Sonntag ist Bundestagswahl.

Bundestagswahl 2021

Bundestagswahl in Frankfurt: Rekord bei Briefwahl – Alle Infos im Überblick

Bei der Bundestagswahl 2021 wählen viele Frankfurter per Briefwahl. 172.148 haben bereits die Unterlagen beantragt. Alle Infos im Überblick.

Frankfurt – Frankfurt hat die Wahl: Rund 428.500 Frankfurter dürfen (Stand 21. September) ihre Stimme abgeben, wenn am Sonntag (26.09.2021) der neue Bundestag gewählt wird, wie Wahlleiter Tarkan Akman gestern mitteilte. Bei der Bundestagswahl 2017 waren 423.717 Frankfurter wahlberechtigt, also etwas weniger.

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Wahl haben wir hier für Sie noch einmal zusammengefasst:

Bundestagswahl 2021 in Frankfurt: Wer darf wählen?

Wahlberechtigt sind alle Deutschen, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet und seit mindestens drei Monaten ihren Wohnsitz in Deutschland haben, die sich dort sonst gewöhnlich aufhalten oder die in den vergangenen 25 Jahren mindestens drei Monate am Stück in Deutschland gelebt haben - im Amtsdeutsch heißen sie: Auslandsdeutsche. Insgesamt sind in Frankfurt 3000 Auslandsdeutsche im Wählerverzeichnis eingetragen, 392 mehr als 2017.

Wie funktioniert das mit Erst- und Zweitstimme?

Der Bundestag wird nach den Grundsätzen der personalisierten Verhältniswahl gewählt, das heißt: Wähler haben zwei Stimmen. Mit der Erststimme können sie für einen Direktkandidaten votieren - bekommt er in seinem Wahlkreis die meisten Stimmen, zieht er direkt in den Bundestag ein. Mit der Zweitstimme votieren Wähler für eine Partei. Die Zweitstimme ist maßgeblich für die Sitzverteilung im Bundestag.

Bundestagswahl 2021: Wer tritt an?

In den beiden Frankfurter Bundestagswahlkreisen 182 und 183 stellen sich insgesamt zehn beziehungsweise neun Direktkandidaten zur Wahl. Im Vergleich zur jüngsten Bundestagswahl sind das je ein Direktkandidat weniger. In 2017 ging das Direktmandat des Wahlkreises 182 mit einem Stimmenvorsprung von 4959 Stimmen an Matthias Zimmer sowie im Wahlkreis 183 mit einem Stimmenvorsprung von 10 981 Stimmen an Bettina Wiesmann (beide CDU).

Die Landesliste beinhaltet insgesamt 23 Parteien. Das sind fünf Wahlvorschläge mehr als bei der Bundestagswahl 2017.

Frankfurt: Kann man auch ohne Wahlbenachrichtigungwählen gehen?

Die Wahlbenachrichtigungen sind laut Akman alle versandt und sollten zur Wahl mitgebracht werden, dann geht's für alle schneller. Auf der Wahlbenachrichtigung befinden sich unter anderem der Wahlbezirk sowie die Adresse des Wahllokals.

Wer die Benachrichtigung verlegt oder vergessen hat, kann trotzdem wählen. Er muss sich im Wahllokal mit Personalausweis oder einem anderen amtlichen Ausweisdokument ausweisen. Wahlberechtigte, die Briefwahlunterlagen beantragt haben, können durch Briefwahl wählen oder, unter Vorlage des Wahlscheins, in einem beliebigen Wahlraum ihres Wahlkreises ihre Stimme abgeben. Sind die Briefwahlunterlagen nicht zugegangen, kann bis Samstag, 12 Uhr, Ersatz im Briefwahllokal Innenstadt, Lange Straße 25-27 ausgestellt werden.

Am Wahltag: Sind die Wahllokale barrierefrei zu erreichen?

97 Prozent der insgesamt 376 Wahllokale sind barrierefrei zugänglich. Ob ein Wahllokal einen barrierefreien Zugang hat, können Wähler dem Piktogramm auf der Wahlbenachrichtigung entnehmen oder bei der Geschäftsstelle Wahlen unter (0 69) 2 12-4 04 00 erfragen.

Was hat es mit den repräsentativen Wahlbezirken auf sich?

Neun Wahlbezirke, davon vier Briefwahlbezirke, sind Repräsentativ-Wahlbezirke und bilden die Grundlage für die repräsentative Wahlstatistik. Rechtsgrundlage hierfür ist das Wahlstatistikgesetz. In diesen Wahlbezirken wird mit Stimmzetteln gewählt, die in der rechten oberen Ecke mit verschiedenen Buchstabenaufdrucken - das Geschlecht und das Alter betreffend - versehen sind. Die Buchstabenaufdrucke finden sich auch auf der Wahlbenachrichtigung. Die Wähler werden über die besondere Art der Stimmabgabe durch ein gelbes Plakat unterrichtet, das im Wahllokal an gut sichtbarer Stelle aufgehängt ist. Die Gruppen und Wahlbezirke seien so gewählt, dass das Wahlgeheimnis stets gewahrt bleibe, versichert Akman..

Wie funktioniert die Briefwahl?

Bis Dienstag wurden 172 148 Briefwahlunterlagen für die Bundestagswahl ausgestellt. Das entspricht rund 40 Prozent der Wahlberechtigten. Bei der Wahl 2017 waren es bis zum Ende der Antragsfrist 101 580, das sind 23,9 Prozent der Wahlberechtigten. Noch nie gab es in Frankfurt bei einer Wahl so viele ausgestellte Briefwahlunterlagen. Und die Frist ist noch nicht abgelaufen: Bis Freitag, 24. September, 18 Uhr, können Bürger die Unterlagen beantragen. Bis dahin sind die Briefwahllokale, Innenstadt, Lange Straße 25-27, und das Bürgeramt Höchst, Dalbergstraße 14, geöffnet - heute von 10 bis 18 Uhr und am Freitag von 7.30 bis 18 Uhr. Im Briefwahllokal in der Innenstadt gibt es allerdings nur noch Ersatzunterlagen, eine Neuausstellung ist dort nicht mehr möglich.

Weil nicht mehr viel Zeit bleibt bis zum Wahltag, rät die Stadt, ab sofort Briefwahl persönlich in den Briefwahllokalen zu beantragen. Wer mag, kann dort direkt wählen oder die Briefwahlunterlagen mitnehmen. Wer kurzfristig erkrankt, kann Briefwahlunterlagen bis 15 Uhr am Wahltag beantragen unter Telefon ( 069) 2 12-4 04 00.

Wichtig zu wissen: Die Stimmen der Briefwahl dürfen nur gezählt werden, wenn der rote Wahlbrief bis spätestens zum Wahltag, 18 Uhr, bei der Wahlbehörde eingegangen ist.

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Was ist mit Corona?

Für alle Wahllokale gibt es ein mit dem Gesundheitsamt abgestimmtes Hygienekonzept. In Zahlen bedeutet das, die Stadt für die Wahllokale 5500 FFP2-Masken, 62 000 chirurgische Masken, 29 000 Flächendesinfektionstücher, 350 Liter Händedesinfektionsmittel und 20 000 Meter Abstandsklebeband angeschafft. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist Pflicht. Am besten sollten Wähler ihren eigenen Stift mitbringen, um das Infektionsrisiko zu verringern.

Alle Fragen zur Wahl

beantwortet das Bürgeramt unter (0 69) 2 12-4 04 00 oder per E-Mail an wahlamt.info@stadt-frankfurt.de .

Alle Infos zur Wahl

finden Sie am Wahlsonntag, 26. September, natürlich auch in unserem Liveticker unter fnp.de. (red)

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