Sind selber Nichtraucher, leeren aber regelmäßig die gelben Meinungsfilter auf dem Uni-Campus: die Wirtschaftsstudenten Rebecca Meyerhoff (20) und Lars Rühlmann (21). foto: rüffer
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Sind selber Nichtraucher, leeren aber regelmäßig die gelben Meinungsfilter auf dem Uni-Campus: die Wirtschaftsstudenten Rebecca Meyerhoff (20) und Lars Rühlmann (21).

Sachsenhausen: Freizeitsport

Rennbahnpark soll Skateranlage erhalten

  • vonStefanie Wehr
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Ortsbeirat wünscht nachträglich mehr Angebote für Jugendliche im neuen Grün-Areal

Der Bürgerpark Süd auf der ehemaligen Galopprennbahn ist formell schon umbenannt, die Stadtverordnetenversammlung hat die Gestaltung des neuen Parks beschlossen. Nun wird aber vom Grünflächenamt nachträglich geprüft, ob auch eine Skateranlage Platz finden würde, ähnlich der im Hafenpark an der EZB.

Auch ein zusätzlicher Eingang von Sachsenhausen aus an der nordwestlichen Ecke an der Niederräder Landstraße oder Kennedyallee wird geprüft. Denn einzelne Fraktionen des Ortsbeirats 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen) haben noch Ideen eingebracht, die nachträglich mit eingeplant werden sollen. Vorschläge machten CDU und BFF.

An die über 14-jährigen Jugendlichen sei nicht gedacht worden, besagt die von der Koalition verabschiedete Anregung der CDU, eine Skateranlage zu integrieren. Der Park sei dafür geeignet, weil sich keine Wohnhäuser direkt in der Nähe befinden.

"Eine Skateranlage wäre schön, wenn die Stadt noch einen sinnvollen Platz im Park dafür finden kann. Man muss aber auch sehen, dass man den Park nicht übermöbliert", findet Ortsvorsteher Christian Becker (CDU). Bei den Workshops mit Bürgern im Jahr 2015 sei die Skateranlage bereits ein Thema gewesen.

Kinderfarm soll verwirklicht werden

Die meisten Jugendlichen hatten sich jedoch die Calisthenics-Anlage gewünscht, die schließlich in die Planungen eingegangen ist. Christian Becker ist zufrieden: "Das sind keine großen Geräte, es geht vor allem um Training mit dem eigenen Körpergewicht. Da kann jeder trainieren und muss nicht ins Fitnessstudio."

Der Ortsvorsteher hält vor allem "sehr viel" von der geplanten Kinderfarm und ist zuversichtlich, dass sie auch realisiert wird. Auch diese wird in der Anregung als wesentlicher Bestandteil erwähnt, der unbedingt zeitgleich mit der übrigen Gestaltung des Parks eingerichtet werden soll und nicht erst irgendwann. "Der Bürgerpark ist in einem Zug zu errichten, sonst droht die Gefahr, dass die Kinderfarm nie realisiert wird", warnt die CDU. Bislang hatte die Stadt diese Idee zögerlich verfolgt.

Ein Heim für Kaninchen und Esel

Der Verein Kinderfarm Frankfurt möchte einen Teil des alten Rennbahnareals bespielen, um Kindern bis zwölf Jahren die Möglichkeit zu geben, über Natur zu lernen. Stadtkinder sollten dort lernen, "dass die Milch nicht aus dem Tetrapak kommt, sondern von der Kuh abstammt".

Dafür sollen Kleintiere vom Kaninchen bis zur Katze dort untergebracht werden, eventuell auch größere Tiere wie Esel und Ziegen. Die Stadt prüft noch, ob die ehemaligen Stallungen Teil der Kinderfarm werden können. "Das Konzept ist gut, und die Verantwortlichen wissen, wovon sie reden in Sachen Tierhaltung", sagt Christian Becker. Eine Kinderfarm sei zudem ein Alleinstellungsmerkmal, das es sonstwo in der Stadt nicht gebe.

Die BFF wünschte zudem, dass - ebenfalls zu Lernzwecken - Bienenstöcke aufgestellt werden. Der Vorschlag wurde von den übrigen Parteien jedoch abgelehnt. "Wenn ein Imker Interesse hat, soll dieser sich bei der Stadt melden und ein Angebot machen, nicht umgekehrt", meint dazu der Ortsvorsteher.

Weiterer Vorschlag der BFF: Fitnessgeräte für Senioren und Spieltische für Kinder. Beides gibt es aber bereits ganz in der Nähe im Elli-Lucht-Park. Deshalb wurde auch dieser Vorschlag von den übrigen Fraktionen abgelehnt. Der Ortsbeirat lehnt es zudem ab, dass für den Rennbahnpark Geld aus dem geplanten Schrankenbau am Bahnübergang Welscher Weg abgezogen wird. "Das ist nicht in Ordnung, zwei wichtige Projekte gegeneinander auszuspielen", findet der Ortsvorsteher.

Die Anwohner am Lerchesberg leiden seit vielen Jahren darunter, dass Züge auf freier Strecke laute Hupsignale als Warnung ausstoßen, weil die Bahnschranke fehlt. Die Verhandlungen darüber, wer die Schranke zahlen soll - Stadt oder Deutsche Bahn - liegen seit Jahren brach. "Wenn jetzt noch die Mittel abgezogen werden", würde die "Maßnahme auf viele weitere Jahre entfallen", befürchtet die CDU. Stefanie Wehr

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