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Das Riesenrad, mit dem man über die Wipfel der Bäume steigen und die Skyline der Großstadt genießen kann, gehört zu den besonderen Attraktionen des Wäldchestags, der bei gutem Wetter eine Viertelmillion Besucher anziehen wird.

Wäldchestag

Zum Riesenradfahren ins Wäldche am Oberforsthaus

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Nur noch wenige Tage, dann ist es wieder so weit: Der viertägige Wäldchestag, das Traditionsfest am Oberforsthaus, beginnt am Samstag. 135 Fahrgeschäfte und Buden sowie Musikbands und DJs warten auf die Besucher.

In den kommenden Tagen wird es geschäftig zugehen rund um das Oberforsthaus. Dann rücken die Schausteller mit ihren Unimogs und Anhängern an, um ihre Fahrgeschäfte, Zelte und Buden aufzubauen – Jahr für Jahr eine Glanzleistung in Sachen Logistik angesichts der schmalen Waldwege zwischen Bäumen und Sträuchern. Am Samstag wird dann der Wäldchestag, das viertägige Traditionsfest rund um Pfingsten inmitten des Stadtwaldes, eröffnet.

Rund 135 Fahrgeschäfte, Essensstände und Händlerbuden warten auf die Besucher. Da gibt es etwa ein Riesenrad, mit dem die Fahrgäste erstmal durch Baumwipfel fahren, bis sie den Ausblick über den Stadtwald auf die Skyline genießen können, eine Achterbahn, einen Autoscooter, ein Kettenkarussell und eine Geisterbahn. Zudem gibt es Schießbuden, Spielstände wie Dosenwerfen und natürlich auch Kinderkarussells. Somit ist der Wäldchestag „der einzige Rummelplatz Deutschlands, der mitten im Wald stattfindet“, wie Frankfurts Festmanager Kurt Stroscher gerne zu sagen pflegt.

Abseits der Lichtungen gibt es genügend Platz für rustikale Biergärten, die an die traditionellen Wald-Picknicks früherer Zeiten erinnern sollen. Möglicherweise geht der Wäldchestag nämlich auf den Brauch zurück, nach Pfingsten das Vieh zum ersten Mal zur Mast in den Wald zu treiben. Knechte und Mägde zogen mit hinaus und ließen es sich nach den langen Wintermonaten bei einem Picknick mit Speis und Trank gut gehen. Eindeutig belegt ist dieser Ursprung aber nicht; urkundliche Belege fehlen.

Fest steht aber: Bis in die 1990er-Jahre hinein war der eigentliche Wäldchestag, der Pfingstdienstag, der heimliche Nationalfeiertag in der Mainmetropole. An diesem Tag war es üblich, dass die Geschäfte in der Stadt nachmittags geschlossen waren und Arbeitnehmer um 12 Uhr Feierabend machen konnten, um gemeinsam zum Feiern in den Stadtwald zu fahren. Heutzutage halten sich nur noch wenige Frankfurter Arbeitgeber an diese Tradition. Dennoch werden von diesem Samstag bis zum Dienstag rund 250 000 Besucher erwartet, sollte das Wetter mitspielen.

Denn beliebt ist der Wäldchestag dennoch – bei Jung und Alt. Das liegt vor allem daran, dass der Wäldchestag für Familien ebenso geeignet ist wie für all jene, die nach der Fahrt in der Achterbahn oder einem der schnellen Karussells noch einen Ort für die abendliche Party suchen. Auf den verschiedenen Bühnen ist für jeden Geschmack etwas dabei. So legen jeden Abend in der Regenbogen-Arena DJs ihre Platten auf. Tagsüber gibt es Karaoke und verschiedene Bands treten auf. Die Bühne Schwarzwaldhaus am Kamin bietet Schlager, Oldies, Rock und Pop. In der Festhalle Hausmann stehen „Harry Bo! & Die Gummibärchen“, „The Hangover“, die Liveband „Louisiana“ und „Roy Hammer & Die Pralinées“ auf der Bühne.

Geöffnet ist der Wädchestag am Samstag und Sonntag von 12 bis 1 Uhr sowie am Pfingstmontag und Dienstag von 12 bis 24 Uhr. Anreise mit Bussen und Bahnen: Die Straßenbahnlinien 20 und 21 sowie die Buslinie 61 fahren direkt zum Festgelände am Oberforsthaus. Wer lieber mit dem Fahrrad kommt, der kann dieses in der dafür vorgesehenen Bike-Area zwischen Oberforsthaus und Schützenhaus abstellen. Das kostet für Fahrräder von Erwachsenen 2 Euro, für Kinderräder 1 Euro und für Anhänger ebenfalls 1 Euro. Für 6 Euro kann man sich sogar den Reifendruck prüfen, Sattel, Lenker und Bremsen einstellen sowie die Kette ölen lassen.

(jlo)

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