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Rock, Pop und Jazz ertönen am Fluss

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Von: Alexandra Flieth

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Die Rödelheimer Musiknacht heißt dieses Jahr "Musik am Fluss": Ulrich Sonnenberg und Inge Pauls vom Organisationsteam und Quartiersmanagerin Heike Hecker freuen sich auf das Fest am 21. Mai.
Die Rödelheimer Musiknacht heißt dieses Jahr "Musik am Fluss": Ulrich Sonnenberg und Inge Pauls vom Organisationsteam und Quartiersmanagerin Heike Hecker freuen sich auf das Fest am 21. Mai. © hamerski, leonhard

Rödelheimer Musiknacht geht nach zwei Jahren Pause in die zehnte Auflage

Auf den Grünflächen am Rödelheimer Ufer entlang der Nidda genießen die Menschen an diesem Nachmittag das gute Wetter, unterhalten sich oder lesen ein Buch. Es ist ein idyllischer Ort im Stadtteil. Am Samstag, 21. Mai, von 15 bis 21.30 Uhr wird dort die zehnte Auflage der Rödelheimer Musiknacht unter dem Motto: "Musik am Fluss" über die Bühne gehen - Corona-konform ausschließlich an Orten im Freien, die sich entlang der Nidda ziehen.

Nach der zweijährigen Unterbrechung steht für die Organisatoren um Heike Hecker, seit 2008 Quartiersmanagerin für Rödelheim-West, Ulrich Sonnenberg und Inga Pauls fest, dass es in diesem Jahr weitergehen soll - wenn auch in kleinerem Format als in früheren Jahren, als es bis zu 60 musikalische Auftritte an ausgewählten Orten in Rödelheim gab.

Sondergenehmigung vom Grünflächenamt

Im Nachbarschaftsbüro des Quartiersmanagements in der Westerbachstraße 29, dessen Träger das Diakonische Werk für Frankfurt und Offenbach ist, laufen die Fäden zusammen. Dort liegen Flyer aus, viele Plakate wurden bereits im Stadtteil aufgehängt, um auf das bevorstehende Ereignis aufmerksam zu machen. An insgesamt zehn Orten, verteilt zwischen der Tankstelle am Hausener Weg 116 bis zum Alten Kerbeplatz im Biegwald, werden 33 Konzerte ganz unterschiedlicher musikalischer Genres wie Rock, Pop, Blues, Folk, Jazz, Punk oder Beatmusik der Sixties gespielt. Außerdem gibt es auch dieses Mal die traditionelle Stummfilmvorführung mit Live-Kinoorgel-Begleitung in den Abendstunden, die den Abschluss von "Musik am Fluss" bilden wird.

Für die Nutzung der Flächen entlang der Nidda hat das Organisationsteam Sondergenehmigungen vom Grünflächenamt eingeholt. Nur der noch auf dem Flyer dargestellte Veranstaltungsort "Spielplatz im Solmspark" habe kurzfristig auf den Parkplatz des Auguste-Oberwinter-Hauses verlegt werden müssen. "Alle aktualisierten Daten sowie ausführliche Informationen zu den teilnehmenden Musikern gibt es auf unserer Homepage", erklärt Hecker. "Wir haben dieses Mal auf ein ausführliches, gedrucktes Programm verzichtet, da wir mit Blick auf die Entwicklung der Corona-Pandemie planen mussten."

Wegen Corona habe der Planungsprozess überhaupt erst im Januar beginnen können. "Für uns stand fest, dass die Idee der Rödelheimer Musiknacht weiter bestehen soll und wir uns überlegen müssen, wie wir sie in diesem Jahr umsetzen", erzählt Ulrich Sonnenberg. Erstmals initiiert im Jahr 2011, lockte die Rödelheimer Musiknacht bis zu ihrer vorerst letzten Auflage 2019 jedes Mal tausende Besucher in den Stadtteil. Die Idee der nicht-kommerziellen Veranstaltung ist es, Menschen zusammenzubringen und Begegnung zu ermöglichen. Das Besondere ist, dass alle Musiker und alle Beteiligten im Organisationsteam ihre Zeit zum Gelingen des Musikereignisses kostenfrei zur Verfügung stellen und der Musikgenuss ebenfalls ganz ohne Eintrittsgelder erlebbar ist. Für Besucher heißt das auch, sich selbst zu verpflegen. In der Vergangenheit nutzten viele das Ereignis für ein Picknick mit Live-Musik. Das Konzept der Rödelheimer Musiknacht geht zurück auf die Pariser "Fêtes de la Musique": Seit 1982 werden die Straßen der französischen Hauptstadt stets am 21. Juni zur großen Konzertbühne.

Auch in der zehnten Auflage haben alle Musiker einen Bezug zu Rödelheim, müssen aber nicht im Stadtteil wohnen. Einer dieser Musiker ist Bernd Kuhn von der Band "Pool X", die gemeinsam mit zwei weiteren Musikakts, der Band "Fisherman's Friends" und dem Künstler Be Poet mit seiner Elektro-Sound-Poetry auf dem alten Kerbeplatz im Biegwald auftreten werden. "Ich hoffe, dass wir Strom haben", sagt Kuhn, der schon mehrmals mit seiner Band bei der Rödelheimer Musiknacht mitgemacht hat. Das Thema Strom stellt tatsächlich eine Herausforderung dar, denn Elektrizität ist entlang der Nidda nicht einfach verfügbar. "Wir arbeiten mit Generatoren und sogar mit Anschlüssen aus der Nachbarschaft", so Hecker.

Dennoch gilt für "Musik am Fluss": Entweder spielen alle oder keiner. Eine kurzfristige Absage sei nicht auszuschließen, wenn es in Strömen regnen sollte. Keiner hofft, dass dieser Fall eintreten wird, falls doch, wird die Absage auf der Homepage www.roedelheimer-musiknacht.de und auf der Telefonansage des Nachbarschaftsbüros bekanntgegeben.

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