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OB-Wahl in Frankfurt: Vorläufiges Endergebnis steht fest – Stichwahl zwischen Becker und Josef

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Uwe Becker (CDU) und Mike Josef (SPD) gehen bei der OB-Wahl in Frankfurt in die Stichwahl. Der „Bahnbabo“ überzeugt. Alle Entwicklungen im Live-Ticker.

Update vom Montag, 6. März, 9.48 Uhr: Für Uwe Becker (CDU) und Mike Josef (SPD) geht es in den kommenden drei Wochen vor der Stichwahl auch um die Frage: Wo in der Stadt hat man gut, und wo schlecht abgeschnitten? Die spannendsten Fakten aus den Stadtteilen bei der OB-Wahl in Frankfurt zusammengefasst.

20 Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich zur Wahl als Oberbürgermeister in Frankfurt.
20 Kandidatinnen und Kandidaten stellten sich zur Wahl als Oberbürgermeister in Frankfurt. © Boris Roessler/dpa

Wahl in Frankfurt: „Wir werden uns den Hintern aufreißen. Für Mike.“

+++ 22.28 Uhr: Im AMP in der Gallusanlage steigt die Wahlparty der SPD. „Billie Jean“ ertönt aus den Boxen, an den Turntables dreht der DJ. Mike Josef ist mit einem Blumenstrauß in der Hand vor gut 15 Minuten nach Hause gegangen. Logisch, denn er hat einiges vor. Das Ergebnis sei „schön und gut, aber morgen geht‘s weiter“, sagt er und macht noch schnell ein Foto mit zwei Parteimitgliedern. Auch die geben sich kämpferisch. „Wir werden uns in den nächsten drei Wochen den Hintern aufreißen. Für Mike“, sagt Senna Sahin (29).

+++ 21.45 Uhr: Ein spannender Wahltag neigt sich dem Ende entgegen. Die Protagonisten und Beobachter haben das Ergebnis bereits eingeordnet. Die Stimmen zur OB-Wahl in Frankfurt im Überblick.

Wahl in Frankfurt verläuft ohne besondere Vorkomnisse

+++ 21:05 Uhr: Um 20:39 Uhr trat der stellvertretende Wahlleiter Stefan Köster im Römer ans Mikrofon und verkündete das vorläufige Endergebnis der Frankfurter OB-Wahl. 205.219 Frankfurterinnen und Frankfurter (204.298 gültige Stimmen) haben gewählt – das entspricht einer Wahlbeteiligung von 40,4 Prozent. Die meisten Stimmen erhielt Uwe Becker (CDU). 70.411 Menschen stimmten für ihn. Ihm folgten Mike Josef (SPD) mit 49.033 Stimmen und Manuela Rottmann (Grüne) mit 43.502 Stimmen. Die Überraschung ist Peter Wirth alias „Bahnbabo“. Mehr als 10.000 Menschen haben für ihn gestimmt (10.397).

Eileen O‘Sullivan (Volt) erklärte unterdessen, dass bei der OB-Wahl nichts Unerwartetes passiert sei. Es habe zwar kurzfristige Ausfälle von Wahlhelferinnen und Wahlhelfern gegeben, etwa durch Krankheit, aber darauf sei die Stadt Frankfurt vorbereitet gewesen, so die Dezernentin, die für die Wahl verantwortlich ist.

Satire-Partei „Die Partei“ feiert mit ihrem „Bürgerbembel“ im Frankfurter Römer

+++ 20:53 Uhr: 20 Kandidatinnen und Kandidaten standen heute zur Wahl. Unter ihnen war auch Katharina Tanczos von der Satire-Partei „Die Partei“. Eigentlich wollte „Die Partei“ den „Bürgerbembel“ ins Rennen um den Römer schicken. Doch das war rechtlich nicht möglich. Immerhin darf der Krug an der Wahlparty teilnehmen.

Der „Bürgerbembel“ der Satire-Partei „Die Partei“ bei der Wahlparty im Frankfurter Römer.
Der „Bürgerbembel“ der Satire-Partei „Die Partei“ bei der Wahlpartei im Frankfurter Römer. © Ippen Digital

CDU-Kandidat Becker ist der Sieger des Wahlabends – Stichwahl am 26. März

+++ 20:35 Uhr: Die Stimmen in allen 575 Wahllokalen in Frankfurt sind ausgezählt. Das vorläufige Ergebnis der OB-Wahl: Uwe Becker (CDU), 34,5 Prozent; Mike Josef (SPD), 24,0 Prozent; Manuela Rottmann (Grüne), 21,3; Peter Wirth alias „Bahnbabo“ (unabhängig), 5,1 Prozent. Becker und Josef werden voraussichtlich in der Stichwahl am 26. März gegeneinander antreten.

Erwartetes Duell: Uwe Becker (CDU, l.) und Mike Josef (SPD) kämpfen in der Stichwahl um den Oberbürgermeister-Stuhl in Frankfurt.
Erwartetes Duell: Uwe Becker (CDU, l.) und Mike Josef (SPD) kämpfen in der Stichwahl um den Oberbürgermeister-Stuhl in Frankfurt. © Arne Dedert/dpa

Grüne Spitzenkandidatin Rottmann auf Platz drei: „Ich finde das knappe Ergebnis absolut respektabel“

+++ 20.23 Uhr: Die Grünen-Kandidatin Manuela Rottmann spricht im Frankfurter Römer über ihren dritten Platz. Sie kam als letzte Spitzenkandidatin dort an. Rottmann verpasst damit den Einzug in die Stichwahl. „Ich finde das knappe Ergebnis absolut respektabel“, sagt sie.

Wahlbeteiligung bei der OB-Wahl in Frankfurt fast so hoch wie bei der Abwahl von Feldmann

+++ 20.11 Uhr: Die vorläufigen Zahlen zur Wahlbeteiligung liegen nun vor. Nach Angaben des Wahlamtes liegt die Wahlbeteiligung bei 39,3 Prozent. Auffällig: In Nieder-Erlenbach und Haarheim haben 57,7 beziehungsweise 55,6 Prozent der Wahlberechtigten gewählt. Im Westen Frankfurts waren es dagegen nur 29,4 Prozent. Bei der Abwahl von Peter Feldmann (SPD) beteiligten sich im vergangenen Jahr 41,9 Prozent der Wahlberechtigten.

Mike Josef (SPD) im Frankfurter Römer: „Wenn wir so weitermachen, bin ich in drei Wochen Bürgermeister“

+++ 19.57: SPD-Kandidat Mike Josef betritt den Römer. „Wir haben gesehen, was möglich ist, wenn wir zusammenhalten, wenn wir so weitermachen, bin ich in drei Wochen Bürgermeister“, sagt er. Er wolle mit seiner Person und seinen Ideen weiter Wahlkampf machen, um sich mithilfe der Stimmen der Wählerinnen und Wähler der Grünen und der Linken gegen Uwe Becker von der CDU durchzusetzen.

SPD-Kandidat Mike Josef trifft im Frankfurter Römer ein.
SPD-Kandidat Mike Josef trifft im Frankfurter Römer ein. © Ippen Digital

„Bahnbabo“ sorgt für viel Aufmerksamkeit bei Wahlparty im Römer

+++ 19.45 Uhr: Fast noch mehr Aufmerksamkeit als Uwe Becker (CDU) bekommt der unabhängige Kandidat Peter Wirth. Mit Sonnenbrille und einem strahlenden Grinsen läuft der „Bahnbabo“ die Treppen im Römer hinauf und hat sofort mehrere Mikrofone und Kameras vor der Nase. Derzeit liegt Frankfurts bekanntester Straßenbahn-Fahrer bei mehr als 5 Prozent – eine echte Überraschung für wohl alle. Außer für Wirth selbst. „Unfassbar“ sei das Ergebnis nicht, sagt er. „Ich bin eben ein Mann des Volkes.“ Und das habe mal jemand anderen gewollt. Gefeiert wird im Hause Wirth übrigens nicht. „Ich muss ja morgen arbeiten“, sagt Wirth und verspricht: „Ich fahre weiterhin Straßenbahn. Für mich ändert sich nicht viel.“

CDU-Kandidat Uwe Becker betritt den Römer – „Wechsel in Frankfurt nur mit mir möglich“

+++ 19.31 Uhr: Inzwischen ist Uwe Becker im Römer eingetroffen. Der CDU-Kandidat kommt mit Ehefrau Kerstin und betritt das Foyer mit einem breiten Grinsen. Im Schlepptau hat er Ministerpräsident Boris Rhein (CDU), der in seinem Schatten bleibt. Die Aufmerksamkeit liegt heute auf Becker, der erst einmal viele Hände schütteln darf. „Die Menschen haben erkannt, dass ein Wechsel in Frankfurt nur mit mir möglich ist“, sagt Becker.

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) unterstützt den CDU-Kandidaten Uwe Becker im Frankfurter Römer.
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) unterstützt den CDU-Kandidaten Uwe Becker im Frankfurter Römer. © Ippen Digital

„Bahnbabo“ Peter Wirth ist auch da: „Mir geht es heute sehr gut. Die etablierten Politiker sollen sich überlegen, was dieses Ergebnis bedeutet. Menschen wollen jemanden aus ihren eigenen Reihen.“

Bundesvorsitzende der Linkspartei trifft im Römer ein und kommentiert das Wahlergebnis

+++ 19.22 Uhr: Vor wenigen Minuten ist auch die Bundesvorsitzende der Linken, Janine Wissler, im Römer angekommen. Die ersten Zahlen will sie noch nicht bewerten. „Es ist noch zu früh“, sagt Wissler. Auf jeden Fall sei Daniela Mehler-Würzbach eine tolle Kandidatin und habe einen „guten Wahlkampf“ gemacht, so Wissler. Sie kandidierte 2018 selbst für die Linken und holte damals 8,8 Prozent. Sie habe damit gerechnet, dass Uwe Becker vorne landen würde. „Die Stichwahl wird aber schwierig für ihn“, prognostiziert Wissler.

Wahlparty zur OB-Wahl im Frankfurter Römer mit rund 200 geladenen Gästen

+++ 19.06 Uhr: Seit mehr als 30 Minuten erscheinen auf den Monitoren im Römer die ersten Ergebnisse. Die Zahlen und Graphen werden fortlaufend aktualisiert. Im Foyerbereich vor dem Ludwig-Landmann-Saal stehen die Anwesenden grüppchenweise zusammen, halten ein Pläuschen oder starren gebannt auf die Bildschirme. Insgesamt sind 208 geladene Gäste im Römer zugegen – darunter Politiker, Unterstützer des Bewerber und Medienvertreter. Mit dabei ist auch der ehemalige Stadtkämmerer, Umweltdezernent und Bundestagsabgeordnete Tom Koenigs (Grüne). Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Manuela Rottmann doch noch in die Stichwahl kommt. „Schauen wir mal. Es ist noch früh. Ich hoffe immer bis zum letzten Moment“, sagt Koenigs.

OB-Kandidat Peter Wirth steht mit seiner Straßenbahn 21 am Stadion

+++ 18:44 Uhr: Während viele der Kandidatinnen und Kandidaten im Römer die Ergebnisse verfolgen, steht der „Bahnbabo“ Peter Wirth mit seiner Straßenbahn 21 am Stadion. Zwei Minuten hat er Pause, dann geht seine neue Tour los. Dafür schickt er „sonnige Momente“ in die Herzen der Menschen im Römer.

Rund 10.000 Wahlberechtigte haben bei OB-Wahl ihre Stimme per Briefwahl abgegeben

+++ 18.39 Uhr: Stefan Köster, stellvertretende Wahlleiter, hat Details zum heutigen Wahltag bekannt gegeben. Demnach waren 508.510 Frankfurterinnen und Frankfurter wahlberechtigt; 99907 Wahlberechtigte haben per Briefwahl gewählt. Die Auszählung der Stimmen wird laut Köster von 4.000 Freiwilligen unterstützt, darunter 2.000 städtische Mitarbeiter. Köster betonte, dass heute nur ein vorläufiges Wahlergebnis vorliegen werde. Das endgültige Ergebnis wird am Donnerstag (9. März) um 10 Uhr ermittelt und beschlossen.

Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sortieren auf einem Tisch in einer Messehalle Briefwahlumschläge.
Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sortieren auf einem Tisch in einer Messehalle Briefwahlumschläge. © Arne Dedert/dpa

+++ 18.32 Uhr: Das Wahlamt aktualisiert laufend die Wahlergebnisse. Inzwischen liegt die Kandidatin der Grünen, Manuela Rottmann, bei rund zwölf Prozent der Stimmen. Der parteilose Peter Wirth, besser bekannt als „Bahnbabo“, erreicht derzeit mehr als sechs Prozent der Stimmen.

Erste Ergebnisse der Frankfurter OB-Wahl: „Bahnbabo“ vor Grünen-Kandidatin Rottmann

+++ 18.25 Uhr:  Die ersten Ergebnisse liegen dem Wahlamt der Stadt Frankfurt vor. Demnach liegt der CDU-Kandidat Uwe Becker vor Mike Josef (SPD). Die Überraschung: „Bahnbabo“ Peter Wirth (parteilos) erreicht mehr Stimmen als Manuela Rottmann von den Grünen.

Linken-Kandidatin Mehler-Würzbach hofft auf hohe Wahlbeteiligung

+++ 18.15 Uhr: Um kurz vor 18 Uhr ist auch die Kandidatin der Linken, Daniela Mehler-Würzbach, im Römer erschienen. Auf dem Arm trägt sie ihre kleine Tochter. Auch der Rest der Familie und einige Unterstützerinnen und Unterstützer sind mitgekommen. Schließlich sei der Wahlkampf ein gemeinsames Projekt gewesen, sagt Mehler-Würzbach. „Alle haben mitgefiebert und mitgelitten.“ Nach den anstrengenden Wochen freue sie sich jetzt auf den Abend und sei schon ganz gespannt auf die Wahlbeteiligung. Eine Zielpunktzahl will sich die Kandidatin der Linken nicht entlocken lassen. „Egal, wie es ausgeht, ich bin weiter Teil der Politik in Frankfurt“, sagt sie und hofft, „dass die Wahl heute so ausgeht, dass es für Frankfurt weiter nach vorne geht“.

FDP-Kandidat Pürsün punktet mit Rap-Song offenbar bei FDP-Jugendorganisation

+++ 18.05 Uhr: Aus den Tiefen des Römers betreten nun auch die FDP-Fraktionsmitglieder inklusive Yanki Pürsün den öffentlichen Bereich. Yanki Pürsün erzählt unseren Reportern, dass sein Wahlkampf-Rap-Song am Samstag (4. März) bei einem Treffen der FDP-Jugendorganisation Junge Liberale gesungen und getanzt wurde. Man habe ihm auch ein Beweisvideo geschickt.

Frankfurt hat gewählt – Wahllokale für Frankfurter OB-Wahl sind geschlossen

+++ 18.01 Uhr: Frankfurt hat gewählt. Die Wahllokale sind seit ein paar Minuten geschlossen. Die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer zählen jetzt die Stimmen aus. Erste Ergebnisse werden in 30 bis 45 Minuten erwartet.

+++ 17.55 Uhr: Die ehemalige Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) ist soeben im Römer angekommen. Beim Blick in den mit Journalistinnen und Journalisten vollbesetzten Magistratssitzungssaal sagt sie strahlend: „Gute Präsenz.“

Wahlvorstand erwartet mehr als 50 Prozent Wahlbeteiligung bei Frankfurter OB-Wahl

+++ 17.42 Uhr: Bis 17 Uhr hatten im Lokal 680-02 rund 350 Frankfurterinnen und Frankfurter abgestimmt. „Wenn man die Briefwähler hinzurechnet, könnten wir eine Wahlbeteiligung von mehr als 50 Prozent erreichen“, freut sich Wahlvorstand Markus Graff. Mehr als 50 Prozent waren es bei der Abwahl von OB Feldmann im November auch schon gewesen.

Wahltag der Frankfurter OB-Wahl lief enttäuschend an – Andrang am Nachmittag

+++ 17.31 Uhr: Im Wahllokal 680-2 lief der Wahltag enttäuschend an. „Bis 12 Uhr waren kaum 100 Leute da“, sagt Wahlvorstand Markus Graff. In der Stunde danach jedoch, bis zum Wechsel der Wahlhelferinnen und Wahlhelfer um 13 Uhr, kam es zu einem regelrechten Andrang. 134 Frankfurterinnen und Frankfurter haben zu diesem Zeitpunkt ihre Stimme abgegeben. „Am Nachmittag ist mehr los, viele Leute kommen kurz vor 18 Uhr“, sagt Graff.

Auszählung der Briefwahlstimmen wird vorbereitet

+++ 17:19 Uhr: In den Hallen 9.2 und 9.3 der Frankfurter Messe werden Punkt 15 Uhr die Wahlurnen geöffnet: Die Wählerbriefe aus 199 Frankfurter Wahlbezirken werden auf die Tische gekippt, die roten Briefe zu Zehner-Päckchen gestapelt und danach geöffnet. Zum Vorschein kommen die blauen Umschläge mit den Stimmzetteln. „Diese blauen Umschläge werden erst um 18 Uhr geöffnet“, versichert Dezernentin Eileen O‘Sullivan (Volt), die für die Wahlen verantwortlich ist. Jeder der Wahlbezirke hat einen großen Tisch. Daran sitzen sechs Wahlhelferinnen und Wahlhelfer und bereiten die Auszählung der Briefwahl heute Abend vor. Rund 1200 Freiwillige also, die an der Messe eingesetzt sind. Rund 100.000 Frankfurterinnen und Frankfurter haben die Briefwahlunterlagen beantragt, bis Samstagabend waren 84.000 bei der Stadt eingegangen.

Peter Feldmann ist als klarer Sieger aus der OB-Wahl 2018 hervorgegangen

+++ 17.04 Uhr: Bei der Wahl 2018 ging Peter Feldmann (SDP) mit 46 Prozent der Stimmen als klarer Sieger hervor. Er setzte sich dann in der Stichwahl gegen Bernadette Weyland (CDU) mit 76 Prozent der Stimmen durch. Bei der laufenden OB-Wahl sehen Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Kandidaten Mike Josef (SPD) und Uwe Becker (CDU). Die Wahllokale schließen um 18 Uhr. Dann endet auch die Frist für die Abgabe der Wahlbriefumschläge.

Wahllokale für Frankfurter OB-Wahl schließen bald – Briefwahl in letzter Minute noch möglich

+++ 16.31 Uhr: In weniger als 90 Minuten werden die Wahllokale in Frankfurt schließen. Nur bis dahin ist es auch noch möglich, die roten Wahlbriefumschläge abzugeben (siehe Update von 15.20 Uhr). Ob heute Abend ein neuer OB gewählt wird, ist völlig unklar. Denn wenn niemand im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit erhält, entscheidet eine Stichwahl am 26. März. In einer am Mittwoch (1. März) veröffentlichten INSA-Umfrage lagen Uwe Becker (CDU) und Mike Josef (SPD) vorne. Deutlich dahinter landete die Grünen-Kandidatin Manuela Rottmann.

Rote Wahlbriefumschläge für Frankfurter OB-Wahl noch bis 18 Uhr einwerfen

+++ 15.20 Uhr: Die Möglichkeit, Briefwahlunterlagen bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung oder glaubhafter Versicherung des Nichterhalts zu beantragen, endete um 15 Uhr (siehe Update von 14 Uhr). Der späteste Zeitpunkt, bis zu dem die roten Wahlbriefumschläge in einem der Briefkästen des Briefwahlbüros eingegangen sein müssen, ist 18 Uhr. Die Briefkästen befinden sich in der Stiftstraße 29, beim Wahlamt in der Zeil 3, beim Zentralen Bürgeramt in der Lange Straße 25-27 und beim Bürgeramt Höchst in der Dalbergstraße 14.

Frankfurt wählt neuen OB: Wahlbeteiligung bei Feldmann-Abwahl bei rund 42 Prozent

+++ 14.50 Uhr: Die Wahlbeteiligung bei der Abwahl von Peter Feldmann (SDP) im vergangenen Jahr lag nach Angaben des Amtes für Wahlen und Statistik bei 41,9 Prozent der Wahlberechtigten. Bei der OB-Wahl 2018 beteiligten sich 37,6 Prozent der Wahlberechtigten an der Wahl und 30,2 Prozent an der Stichwahl, so die Statistikerinnen und Statistiker. Die Daten zur heutigen Wahlbeteiligung werden für heute Abend erwartet.

Ersatzunterlagen für die Briefwahl bei der OB-Wahl in Frankfurt und Erkrankung am Wahltag

+++ 14.05 Uhr: Bis zum 3. März konnten Wahlberechtigte Briefwahlunterlagen für die Direktwahl des Frankfurter OB beantragen. Nur bei kurzfristiger Krankheit können Briefwahlunterlagen noch am Wahltag ausgestellt werden. Außerdem kann man sich noch Ersatzunterlagen ausstellen lassen, wenn bereits Unterlagen für einen ausgestellt wurden und diese nicht eingetroffen sind. Informationen dazu gibt es beim Amt für Wahlen und Statistik.

Vereinzelt Ausfälle von Wahlhelferinnen und Wahlhelfern bei der OB-Wahl in Frankfurt

+++ 13.15 Uhr: Es habe vereinzelt Ausfälle von Wahlhelferinnen und Wahlhelfern aufgrund von Grippe und Corona gegeben, sagte Stefan Köster vom zuständigen Amt für Wahlen und Statistik der Deutschen Presse-Agentur. Alle Wahllokale und alle Wahlvorstände seien aber handlungsfähig. Es seien Helferinnen und Helfer aus der Reserve eingesetzt worden.

Frankfurt-Wahl aktuell: Grünen-Kandidatin teilt ihre Musik-Playlist für den Wahltag

+++ 12.32 Uhr: Die Kandidatinnen und Kandidaten haben sich am Wahltag bislang auf unterschiedlichste Art und Weise zu Wort gemeldet. Während CDU-Kandidat Uwe Becker auf seinem Twitter-Account um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler bittet, hat Manuela Rottmann (Grüne) ihre persönliche Musik-Playlist des Tages mit ihrer Community geteilt. Dort findet sich von den Sugababes über die Arctic Monkey und David Bowie eine bunte Mischung.

Seine Stimme abgegeben hat bereits der „Bahnbabo“. „So nun ist es passiert, aber ich sage euch nicht wem ich meine Stimme gegeben habe“, schreibt er mit einem schelmisch dreinblickenden Emoji auf seinem Twitter-Account. Und natürlich haben auch die Offenbacher ihre Finger im Spiel. Mike Josef (SPD) lässt auf seiner Facebook-Seite Felix Schwenke, das Stadtoberhaupt von der anderen Main-Seite, für sich sprechen. „Heute ausnahmsweise eine Botschaft in 106 Sekunden an alle Frankfurterinnen und Frankfurter“, heißt es.

Wahl in Frankfurt: Parteiprominenz mischt beim Wahlkampf mit

+++ 10.16 Uhr: Während die Frankfurter:innen zu den Wahllokalen strömen, meldet sich am Wahltag auch die Parteiprominenz noch einmal zu Wort, um die letzten Unentschlossenen vom eigenen OB-Kandidaten zu überzeugen. So empfiehlt Bundesgesundheitsminister Cem Özdemir (Grüne) auf Twitter „dringend“ zur Wahl von Manuela Rottmann. Sie kenne die Stadt wie ihre Westentasche, sei unerschrocken und nehme kein Blatt vor den Mund.

Özdemirs Kabinettskollegin Bettina Stark-Watzinger (FDP), die selbst aus Frankfurt stammt, findet dagegen, ihr Parteikollege Yanki Pürsün sei der richtige Mann für den Job. Er stehe für „Transparenz statt Filz, Vielfalt statt Einschränkung in der Mobilität, eine starke Wirtschaft“ und brenne für seine Heimatstadt. Echte Chancen auf das Amt des Frankfurters Stadtoberhaupts dürften sich laut Umfragen allerdings nur Rottmann, Mike Josef (SPD) und Uwe Becker (CDU) haben.

Wahllokale sind geöffnet – Ausgang der OB-Wahl in Frankfurt völlig offen

+++ 09.10 Uhr: Rund eine Stunde sind die Wahllokale in Frankfurt nun geöffnet, da hat der unabhängige OB-Kandidat Peter Wirth bereits einen der markantesten Sätze am heutigen Wahltag getwittert: „Und egal wie das Ergebnis auch ausfällt, wichtig alleine ist unsere schützenswerte Demokratie und das so viele Menschen wie möglich zur Wahl gehen.“ Pünktlich um 10.30 Uhr will der „Bahnbabo“ heute seine Stimme abgeben, bevor er seinen Dienst als Straßenbahnfahrer antritt.

„Ich bin der Kandidat, der seine Wähler*innen heute höchstpersönlich mit der Straßenbahn zum Wahllokal fährt“, schreibt er mit einem Augenzwinkern auf der Kurznachrichtenplattform. Im Anschluss, gegen 19 Uhr, werde er zur Wahlveranstaltung im Römer fahren.

OB-Wahl in Frankfurt: Mainmetropole wählt – 20 Kandidaten und Kandidatinnen gehen ins Rennen

Update vom Sonntag, 5. März, 08.00 Uhr: Heute wird in Frankfurt am Main ein neuer Oberbürgermeister gewählt – die Wahllokale sind geöffnet. Wer schlussendlich das Rennen macht, wird voraussichtlich am Sonntag, dem 5. März, noch nicht entschieden. Dass sich einer oder eine der 20 Kandidatinnen und Kandidaten in der ersten Runde durchsetzen wird, gilt als unwahrscheinlich. Wenn keine absolute Mehrheit zusammenkommt, entscheidet eine Stichwahl am 26. März. Die Geschäfte führt seit der Abwahl Feldmanns Stellvertreterin, die Grünen-Politikerin Nargess Eskandari-Grünberg. Die übliche Amtszeit für einen OB in Frankfurt beträgt sechs Jahre.

Rund 509.000 Wahlberechtigte zur Wahl in Frankfurt aufgerufen – Ausgang völlig offen

+++ 18.49 Uhr: Am Sonntag (5. März) ist es so weit: Rund vier Monate nach der Abwahl von Ex-OB Peter Feldmann sind morgen rund 509.000 Frankfurter:innen dazu aufgerufen, ein neues Stadtoberhaupt zu wählen. Die Wahllokale sind von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Insgesamt 20 Kandidat:innen gehen ins Rennen, so viele wie noch nie bei einer OB-Wahl in der Mainmetropole. Wahlberechtigt sind Deutsche und EU-Staatsbürger, die am Abstimmungstag – also am 5. März – mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens sechs Wochen ihren Hauptwohnsitz in Frankfurt haben.

OB-Wahl in Frankfurt: Kandidaten und Kandidatinnen im Überblick

OB-Wahl in Frankfurt: Klimaprotest auf Autobahn – Verkehrspolitik bleibt Reizthema

Update vom Samstag, 4. März, 14.18 Uhr: Verkehr ist eines der prägenden Themen bei der OB-Wahl in Frankfurt. Dabei gehen die Vorstellungen der Menschen in der Mainmetropole, was gute Verkehrspolitik ausmacht, weit auseinander. CDU-Kandidat Uwe Becker polarisierte vor einigen Tagen mit dem Vorschlag, die A5 auf zehn Spuren auszubauen. Dafür handelte er sich deutliche Kritik von SPD und Grünen ein. Gänzliche andere Forderungen haben auch die Aktivist:innen des Klimabündnisses „Wald statt Asphalt“ und von Fridays for Future.

Am Samstag (4. März) seilten sich mehrere Aktivist:innen des Klimabündnisses von einer Autobahnbrücke der A648 ab, um gegen den Autobahnausbau in Frankfurt zu protestieren. Fridays for Future streikte am Freitag gemeinsam der Gewerkschaft Verdi für eine schnelle Verkehrswende und mehr Investitionen in den ÖPNV. „Wir brauchen mehr zukunftsorientierte Verkehrspolitik, statt weiter in Autos zu investieren, die uns noch mehr Millionen für Klimafolgeschäden kosten werden“, sagte Aktivistin Kira im Gespräch mit der FR. Eine Wahlempfehlung mochte sie allerdings nicht aussprechen.

OB-Wahl in Frankfurt: FJR bringt weitere Baustelle für Feldmann-Nachfolger auf Agenda

Update vom Freitag, 3. März, 13.32 Uhr: Die Aufgaben, die den neuen Oberbürgermeister von Frankfurt nach der Wahl erwarten, sind groß und vielfältig. Der Frankfurter Jugendring (FJR) bringt nun ein weiteres Thema auf die Agenda, das der Nachfolger von Peter Feldmann angehen soll.

So gebe es auch im Etat der Jugendverbandsarbeit seit 2016 einen Stillstand. Es würde einen zusätzlichen Zuschuss von mehr als 400.000 Euro brauchen, um endlich wieder ausreichende Mittel für die Förderung ehrenamtlicher Arbeit und für die Selbstorganisation von jungen Menschen zu haben.

OB-Wahl in Frankfurt: CDU-Kandidat polarisiert mit A5-Plänen – Umfrage sieht Grünen-Kandidatin abgeschlagen

Update vom Donnerstag, 2. März, 15.42 Uhr: Das Thema Verkehr ist eines der wichtigsten im Wahlkampf vor der OB-Wahl in Frankfurt. Ein großer Punkt sind dabei die Autobahnen rund um und in Frankfurt. Mit seinem Wunsch zum Ausbau der A5 hat CDU-Kandidat Uwe Becker nun alle anderen Parteien gegen sich aufgebracht.

OB-Wahl in Frankfurt: Erste Umfrage-Ergebnisse sind da

Erstmeldung vom Mittwoch, 1. März, 14.02 Uhr: 17 Wochen, 119 Tage oder drei Monate, drei Wochen und sechs Tage – dieser Zeitraum liegt zwischen der Abwahl von Peter Feldmann (SPD) als Stadtoberhaupt und dem Wahltag bei der OB-Wahl in Frankfurt. Am Sonntag (5. März) entscheidet sich aber vermutlich erstmal die Frage, wer weiterhin im Rennen bleibt.

20 Kandidatinnen und Kandidaten stehen den rund 500.000 Wahlberechtigten in Frankfurt zur Auswahl. So viele waren es bei einer Oberbürgermeister-Wahl in Frankfurt noch nie. Chancen auf den Sieg werden jedoch nur Mike Josef (SPD), Uwe Becker (CDU) und Manuela Rottmann (Grüne) eingeräumt. Die beiden Erstplatzierten der Wahl am Sonntag treten am 26. März in einer Stichwahl gegeneinander an, sofern nicht ein Kandidat bereits im ersten Durchgang mindestens die Hälfte der Stimmen auf sich vereint.

OB-Wahl in Frankfurt: SPD wirft Grünen „Schmutzkampagne“ vor

In einer ersten Umfrage vor der OB-Wahl in Frankfurt lagen Mike Josef (SPD) und Uwe Becker (CDU) mit rund 32,2 und 32,8 Prozent eng beieinander. Die Grünen-Kandidatin Manuela Rottmann lag bei der Umfrage von INSA mit nur 19 Prozent schon deutlich abgeschlagen dahinter. Auch der FR-Fototest zur OB-Wahl in den Straßen von Frankfurt lässt auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen schließen.

FR-Wahlhelfer

Noch unentschlossen? Testen Sie mit dem FR-Wahlhelfer die Übereinstimmung Ihrer Positionen mit denen der Kandidatinnen und Kandidaten.

Die Krallen sind dabei schon längst ausgefahren, um auch die noch unentschlossenen Wählerinnen und Wähler noch vom Kreuz bei der eigenen Person zu überzeugen. So wirft beispielsweise die SPD den Grünen eine „Schmutzkampagne“ vor. (red)

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