Mehr Wohnraum

Römerhof: Stadt zeigt Rahmenplan

900 neue Wohnungen sollen zwischen Autobahn 648 und der Leonardo-da-Vinci-Allee am Rebstock entstehen. So schlägt es der städtische Rahmenplan vor. Gegen mehr Wohnraum hat kaum jemand etwas. Die Kritik zielt auf andere Fragen.

900 neue Wohnungen sollen zwischen Autobahn 648 und der Leonardo-da-Vinci-Allee am Rebstock entstehen. So schlägt es der städtische Rahmenplan vor. Gegen mehr Wohnraum hat kaum jemand etwas. Die Kritik zielt auf andere Fragen.

Besonders gefragt waren die Büroflächen zwischen der Leonardo-da-Vinci-Allee und der Autobahn 648 nicht. Darum soll mit einer Änderung des Bebauungsplans der Weg frei gemacht werden und dort, südlich der Straße Am Römerhof, statt dessen ein neues Wohnquartier entstehen. Der Rahmenplan des Planungsdezernats wird am Montag im Ortsbeirat 2 (Bockenheim, Kuhwald, Westend) vorgestellt und damit den Bürgern die Möglichkeit gegeben, Kritik und eigene Vorschläge vorzubringen.

„Das Areal hat das Zeug, ein schönes Wohngebiet in guter Lage zu werden“, sagt Mark Gellert, Sprecher des Planungsdezernats. Die Bürofläche für Wohnungen zu nutzen, sei da nur folgerichtig. Rund 900 Wohnungen sieht der Rahmenplan für das 9,5 Hektar große Areal vor. 30 Prozent davon sollen dem sozialen Wohnungsbau vorbehalten sein. Mehrere Wohnblöcke und eine Kindertagesstätte sind entlang der Wiesbadener Straße (Autobahn 648) geplant. Außerdem soll direkt am Katharinenkreisel ein Hotelturm gebaut werden.

Zum zentralen Platz des Quartiers soll der Lindberghplatz werden. Hier sind Räume für Geschäfte oder auch etwa Arztpraxen vorgesehen. Weitere Wohnblöcke sollen auch am Rebstockwald entstehen. Wie viele Bäume für das geplante Wohngebiet fallen sollen, muss sich noch entscheiden. Bisher sind 3800 Quadratmeter der Waldfläche für das Wohnquartier zu opfern. Eine weitere Kindertagesstätte, die an der Leonardo-da-Vinci-Allee geplant ist, hätte dort einen Platz, wo Kinder an der frischen Luft spielen könnten. Im Ortsbeirat hat man dazu eine klare Meinung. „Es finden keine weiteren Eingriffe in den Wald statt!“, fordert der Ortsbeirat in einem fraktionsübergreifenden Antrag.

Verkehrsmäßig, sagt Dezernatssprecher Gellert, sei das Gebiet direkt an der Autobahn-Abfahrt, zwischen zwei großen Straßen und mit der Straßenbahn-Haltestelle Leonardo-da-Vinci-Allee bereits gut angeschlossen. Aber auch hier hat der Ortsbeirat Bedenken. Schon jetzt sei die Straßenbahn Linie 17 sehr ausgelastet. Dieses Angebot müsse daher ausgebaut werden, wenn hier mehr Menschen wohnen werden.

Bis die Bagger rollen, wird es noch ein Weilchen dauern.

Der Ortsbeirat 2 tagt

Die Sitzung beginnt heute um 19 Uhr, in der Residenz Rebstockpark in der Leonardo-da-Vinci-Allee 29.

(msr)

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