Rolle rückwärts: KGS wird vielleicht zur IGS Niederrad

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Jüngst wurde bekannt, dass die Kooperative Gesamtschule (KGS) in Niederrad doch noch nicht wie geplant schon nach den Sommerferien eröffnen wird.

Jüngst wurde bekannt, dass die Kooperative Gesamtschule (KGS) in Niederrad doch noch nicht wie geplant schon nach den Sommerferien eröffnen wird. Die Begründung: Es hätte zu wenige Anmeldungen gegeben. Die Nachfrage für den Haupt- und den Realschulzweig habe nur für eine gemeinsame Klasse ausgereicht, eine Klassenbildung im Gymnasialzweig sei wegen der zu geringen Schülerzahl nicht möglich gewesen (wir berichteten). Dies wurde nun gestern Abend auch noch mal im Bildungsausschuss von der zuständigen Dezernentin Sarah Sorge (Grüne) thematisiert.

„Das war eine Entscheidung vom Staatlichen Schulamt“, sagte die Stadträtin. „Aber ich trage diese Entscheidung mit.“ Denn hätten sich in diesem Jahr wieder, wie schon im vergangenen, 56 Prozent der Kinder für ein Gymnasium nach der vierten Klassen entschieden, dann wäre die KGS mit ihren drei Gymnasialklassen „dringend notwendig“ gewesen. „Diese Schule zu planen, war vorausschauend“, sagte Sorge. „Dass wir sie aber noch nicht jetzt, sondern erst zum übernächsten Schuljahr brauchen, ist aus meiner Sicht nicht misslich. Das ist eine Chance.“ So könne man die Zeit nutzen, um noch einmal über die passende Schulform nachzudenken. „Ich empfehle, in Niederrad eine Integrierte Gesamtschule (IGS) zu eröffnen.“ Die Anmeldezahlen für die neue IGS Süd in Sachsenhausen seien super.

In der ursprünglichen Fassung des Schulentwicklungsplans (SEP) war für Niederrad auch mal eine IGS vorgesehen, in der alle Kinder, egal welchen Bildungsgang sie wählen, in einer Klasse unterrichtet werden – ein System, das die Grünen und die SPD mögen. Doch auf Drängen der CDU wurde aus der IGS über Nacht eine KGS. Möglicherweise ändert sich das nun ja wieder: Immerhin wird die Sozialdemokratin Sylvia Weber künftig das Bildungsdezernat leiten.

Weber wurde gestern Abend übrigens als stellvertretende Ausschussvorsitzende gewählt. Zur neuen Vorsitzenden wurde einstimmig Hildegard Burkert (CDU) ernannt. Nur der FDP-Stadtverordneten Stefan von Wangenheim enthielt sich bei der Wahl. Die 73-Jährige leitete in den vergangenen Jahren den Sozial- und Gesundheitsausschuss und war Mitglied des Bildungsausschusses.

(jlo)

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