In traditionellen Gewändern demonstrieren Mitglieder des deutsch-pakistanischen Vereins Pakbann Tänze aus den vier Provinzen Pakistans. Dazu servierten sie neben klassischen deutschen Speisen auch Leckereien aus ihrer Heimat.
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In traditionellen Gewändern demonstrieren Mitglieder des deutsch-pakistanischen Vereins Pakbann Tänze aus den vier Provinzen Pakistans. Dazu servierten sie neben klassischen deutschen Speisen auch Leckereien aus ihrer Heimat.

Wo es Rosenlimonade und Mango-Lassi gibt

  • vonSandra Kathe
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Wenn man Amir Mansoor beim Tanzen zusieht, könnte man direkt ins Schwitzen kommen. Der Vorsitzende des deutsch-pakistanischen Kulturvereins Pakbann hat mit einigen Vereinsmitgliedern pakistanische

Wenn man Amir Mansoor beim Tanzen zusieht, könnte man direkt ins Schwitzen kommen. Der Vorsitzende des deutsch-pakistanischen Kulturvereins Pakbann hat mit einigen Vereinsmitgliedern pakistanische Tänze einstudiert, je einen für die vier Provinzen Pakistans: Belutschistan, Khyber Pakhtunkhwa, Punjab und Sindh. Für den Tanz aus Belutschistan trägt er neben einer weiten Hose und einem langen Hemd mit Ärmeln, die am Ellbogen aufhören, auch noch einen Turban. Bei 32 Grad, die beim Sommerfest am Samstag auf dem Gelände der Emmausgemeinde in Eschersheim herrschten, war das für den Zuschauer eindeutig zu warm. Doch Mansoor will sich nicht beschweren: „Das helle Outfit ist sehr luftig, aus 100 Prozent Baumwolle. Und auch den Turban trägt man ursprünglich ja als Schutz vor der Sonne.“

Das Sommerfest, das Pakbann gemeinsam mit dem Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in den Stadtteilen Eschersheim, Dornbusch und Ginnheim ausrichtet, soll zeigen, dass Berührungsängste niemandem nützen: „So verschieden sind wir gar nicht!“ ist das Motto des gemeinsamen Fests. Naheed Ashraf, Sprecherin des Vereins, erzählt: „Genauso wie in Deutschland derzeit überall Sommerfeste gefeiert werden, ist das auch in Pakistan. Gerade nach Ende des Ramadans feiern auch dort überall Menschen auf den Straßen.“

Nicht nur wie sie sich dabei kleiden und tanzen konnten die Besucher des Sommerfests einmal aus erster Hand erleben. Sie durften auch die typischen Speisen kosten: Zum Essen gab es neben den klassischen Deutschen Grillspezialitäten auch eingelegte Hähnchenspieße nach pakistanischem Originalrezept und Samosas. „Das sind Teigtaschen mit einer vegetarischen Füllung, etwa aus Kartoffeln.“

An der Getränketheke nebenan standen kannenweise Mango Lassi und eine pakistanische Rosenlimonade. Für die Tänzer um Amir Mansoor eine willkommene Abkühlung. „Und immerhin ist Frankfurt nicht Karatschi“, lacht Ashraf, „denn dort herrschen gerade Temperaturen um die 48 Grad.“

(ska)

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