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Rot-Weiss-Stürmer Cem Kara versucht zu flanken, der Darmstädter Martin Schwarz hält den Fuß davor.

Fußball-Hessenliga

Rot-Weiss Frankfurt hat zunächst einige Mühe mit Darmstadt

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Fußball-Hessenligist Rot-Weiss Frankfurt kam gestern Abend nach einigen Anlaufschwierigkeiten noch zu einem klaren Erfolg gegen Rot-Weiß Darmstadt.

Beim 4:1 (0:0) über den Tabellenvorletzten Darmstadt hatten die Frankfurter eine Halbzeit lang durchaus Mühe, unterhielten ihre Anhänger später aber bestens.

Darmstadt zog von Anfang an eine gnadenlose Defensivtaktik durch. Vor einer Fünfer-Abwehrkette agierten die Gäste mit vier Mittelfeldspielern und davor mit Andreas Klug als einsamer Spitze. Hin und wieder wurde der Mann ganz vorne von Mirkan Karea unterstützt, sonst traute sich kaum ein Darmstädter in die Nähe des Frankfurter Tores. Ausnahme waren die wenigen sogenannten Standardsituationen, bei denen die Innenverteidiger Martin Schwarz und Mario Barusic nach vorne stiefelten. Das bisschen Gefahr ging im ersten Abschnitt aber nicht von ihnen aus, sondern vom Freistoßschützen Kara, der Frankfurts Torhüter Ioannis Takidis einmal mit einer scharfen Hereingabe zu einer Abwehraktion mit beiden Fäusten zwang (11.) und den nächsten Freistoß von ganz außen direkt auf das Tor trat – Takidis wischte den Ball eben noch über die Latte (12.). Eine Minute vor der Pause brachte Kara den Schlussmann dann auch mit einer Ecke in leichte Bedrängnis, die er hart nach innen brachte.

Die Gastgeber waren natürlich auch auf dem Platz, hatten deutlich mehr Ballbesitz und mühten sich, kamen aber nur ganz selten zu Potte. Varol Akgöz stolperte den Ball in der ersten Minute etwas überrascht vorbei, und Andre Fließ schlenzte knapp drüber (35.), das war es schon an Gelegenheiten für den Favoriten.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts kam Darmstadt gar nicht mehr in der gegnerischen Hälfte an den Ball. Und dann wühlte sich Patrick Barnes durch den Strafraum, Schlussmann Marc Radermacher ließ den Schuss nach vorne klatschen und Akgöz drückte die Kugel über die Linie (53.). Der Jubel ebbte aber schnell wieder ab, denn laut Schiedsrichterassistent lag eine Abseitsposition vor. Der Ärger über diese vermeintliche Fehlentscheidung war aber schnell wieder vergessen, denn nach einer zunächst kurz ausgeführten Ecke landete der Ball auf Akgöz’ Kopf und dann im Tor – jetzt war das 1:0 amtlich (55.).

Darmstadt kam nicht dazu, sich in Richtung offensivere Spielweise umzuorientieren, denn nun lief es bei den Gastgebern. Jedenfalls fiel das 2:0 durch einen abgefälschten Freistoß von Cem Kara aus knapp 30 Metern (62.). Doch auch das war nur eine Momentaufnahme – Christopher Nguyen narrte die Abwehr der „Roten“ und legte für Nick Volk auf, der verkürzte (65.).

Spannung kam aber keine mehr auf, denn postwendend sorgte Akgöz auf Zuspiel von Barnes für das 3:1 (69.). Dann köpfte Andre Fließ noch das 4:1 (74.), als der Ball längst fast wie in besten Tagen bei den Gastgebern lief.

Frankfurt: Takidis – Lundy, Topcagic, Mus, Abdul-Ghani – Andre Fließ, Freund, Tim Fließ (84. Sercan Demir) – Barnes (84. Toskovic), Akgöz, Cem Kara (75. Wade). – Darmstadt: Radermacher – Borger, Ech Chad, Schwarz, Barusic, Götz – Mirkan Kara, Kalbfleisch, Koyunci, Nguyen – Klug (62. Volk). – SR: Heineck (Marburg). – Zuschauer: 160.

(rst)

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