Durfte sich gleich zweimal feiern lassen: Doppeltorschütze Varol Akgöz (Mitte) mit seinen Teamkollegen Cem Kara (l.) und Jeremy Lundy.
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Durfte sich gleich zweimal feiern lassen: Doppeltorschütze Varol Akgöz (Mitte) mit seinen Teamkollegen Cem Kara (l.) und Jeremy Lundy.

Rot-Weiss legt gut vor

  • VonRoland Stipp
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Fußball-Hessenligist Rot-Weiss Frankfurt machte mit dem 5:0 (4:0) gegen Viktoria Griesheim einen weiteren Schritt in Richtung Regionalliga – oder zumindest in Richtung Aufstiegsrunde.

Nach einem so einseitigen Fußballspiel hatte es gestern Abend vor 220 Zuschauern am Brentanobad zumindest zu Beginn gar nicht ausgesehen. Viktoria Griesheim wirkte zunächst sogar gefährlicher, offenbarte ziemlich bald aber doch mehr und mehr Defizite in der Abwehrarbeit. Das nutzte Rot-Weiss Frankfurt schon im ersten Abschnitt gnadenlos aus.

Die „Roten“ liefen von Anfang an energisch an, Griesheim konnte sich aber erst noch befreien und einige Konter setzen. Der dynamische Abdussamed Gürsoy beschäftigte die Gastgeber da ganz ordentlich, sein erster Abschluss aber ging meterweit am Tor vorbei (5.). Dann gab der Frankfurter Varol Akgöz eine erste Kostprobe seines Könnens, als er drei Gegenspieler narrte und nur durch ein Foul gestoppt werden konnte (13.). Kurz darauf fiel das 1:0 – Akgöz stand mutterseelenallein im Strafraum und köpfte nach einer Flanke von Abdul Wessam Ghani ein (20.). Sechs Minuten später traf Akgöz zunächst den Pfosten und war beim Abpraller per Flugkopfball zum 2:0 zur Stelle. Echte Gegenwehr war wieder nicht zu erkennen.

Griesheim war spätestens nach dem zweiten Gegentreffer völlig von der Rolle. So konnte Andre Fließ aus 25 Metern völlig unbedrängt abziehen und traf zum 3:0 in den Winkel (37.). Etwas Glück hatte Abdul Ghani beim 4:0 – der Ball rutschte ihm noch leicht über den Fuß und schlug doch neben dem Pfosten ein (44.).

Selten hatte Rot-Weiss zuletzt so wenig Mühe, wie in der zweiten Halbzeit. Andre Fließ gelang mit einem Heber über den zu weit vor dem Tor stehenden Gästekeeper Rene Blessing noch das 5:0 (76.). Da hatte Trainer Daniyel Cimen schon mit der Vorbereitung auf das Spitzenspiel am kommenden Mittwoch bei Hessen Dreieich angefangen – er wechselte in Patrick Barnes, Tim und Andre Fließ drei Leistungsträger aus, was an der Überlegenheit der „Roten“ überhaupt nichts änderte. Das war allerdings auch kein Kunststück angesichts der Qualität der Einwechselspieler. Nur die letzte Konsequenz im Abschluss war am Ende nicht mehr da, doch das konnte man beim Sieger locker verkraften.

RW Frankfurt: Takidis – Lundy, Kopilas, Mus, Abdul – Andre Fließ (78. Sercan Demir), Tim Fließ (69. Freund), Pospischil – Barnes (56. Toskovic), Akgöz, Kara. – Viktoria Griesheim: Blessing – Brehm, Greindl, Windeck, Araujo da Silva – Gürsoy (66. Kouskous), Jung, Walter, Bilgin (59. Stork) – Suljic, Starck. – Schiedsrichter: Haustein (Buseck). – Zuschauer: 220.

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