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Einladend sieht der Neubau des kardiologischen Zentrums in der Königswarter Straße aus. Der Baubeginn ist für Herbst 2015 geplant. In Betrieb soll der Komplex dann 2017 gehen. Ansicht: Nickl & Partner

Modernisierung von Krankenhäusern

Rotkreuz-Kliniken werden moderner

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Die Frankfurter Rotkreuz-Kliniken beginnen noch in diesem Jahr damit, ihre beiden Standorte zu modernisieren.

Große Fensterfronten zur Straße, eine Durchfahrt zum Innenhof und ein großzügiger Eingang stehen für Transparenz und lassen den Neubau der Klinik Rotes Kreuz in der Königswarterstraße einladend aussehen. Diese Vorgaben hatte das Münchener Architekturbüro „Nickl & Partner“ nach Angaben von Gunnar Sevecke, Geschäftsführer Finanzen und Strategie der Frankfurter Rotkreuz Krankenhäuser, am besten umgesetzt. Bereits im Frühherbst sollen die Arbeiten für das Kardiologische Zentrum beginnen, bezugsfertig soll der Neubau im Laufe des Jahres 2017 sein, sagt Sevecke vorsichtig.

Bevor jedoch die Baugrube ausgehoben werden kann, müssen Bagger auch zwei Wohnhäuser in der Königswarterstraße abreißen. Diese gehören den Frankfurter Rotkreuz-Krankenhäusern und waren vermietet. Einige der Mieter sind laut Sevecke in Wohnungen umgezogen, die ebenfalls Eigentum der Kliniken sind.

13,4 Millionen Euro investieren die Frankfurter Rotkreuz-Kliniken in die Baumaßnahme. Dadurch ergäben sich Synergie-Effekte, erklärt der ärztliche Geschäftsführer Prof. Dr. med. Johannes Ruef. In dem Komplex wird das Kardiologische Zentrum integriert, das eng mit der Klinik Rotes Kreuz kooperiert und bislang noch in der Pfingstweidstraße zu finden ist. „Für Patienten vereinfachen wir die Behandlung somit erheblich, weil die Mauer zwischen ambulantem und stationärem Angebot eingerissen wird“, erklärt Ruef.

Ein Schwerpunkt im Kardiologischen Zentrum bildet die Behandlung von Patienten mit Herz-Rhythmus-Störungen. „Man operiert aber immer weniger, setzt eher auf Katheder“, sagt Ruef. Deshalb werde nun auch die Kapazität erweitert – statt wie bisher zwei Kathederlabore gibt es künftig drei.

Der Neubau hat inklusive Erdgeschoss drei Stockwerke. In die erste Etage kommt die Praxis, in den zweiten Stock ziehen die Kathederlabore samt Intensivstation. In einem aufgesetzten Staffelgeschoss ist die komplette Technik untergebracht. Zudem gibt es eine Tiefgarage mit 35 Stellplätzen.

Die geplante Modernisierung der Operationssäle der Klinik Maingau hingegen befindet sich noch ganz am Anfang. Vor 2016 werden die Arbeiten nicht begonnen. In der Scheffelstraße ist die Orthopädie der Schwerpunkt. Zuletzt hätten viele neue Belegärzte gewonnen werden können, die Kapazitäten benötigten. Außerdem seien die Operationssäle nicht alle gleich ausgestattet. „Bislang können wir nicht jeden Saal für jeden Eingriff nutzen. Mit der Modernisierung wollen wir die Grundlagen dafür schaffen, dass vier gleichwertige OP’s vorhanden sind. Das erhöht die Flexibilität“, erklärt Ruef. Bislang gibt es an der Klinik Maingau drei Räume, in denen die Mediziner operieren. Demzufolge werde auch eine neue Ausstattung angeschafft.

Noch unklar ist, ob eine Zentralsterilisation eingerichtet wird. „Für die Räume und die entsprechenden Maschinen müssten wir zwei Millionen Euro investieren“, erklärt Dr. Marion Friers, Geschäftsführerin Personal, Pflege und Kommunikation der Frankfurter Rotkreuz-Krankenhäuser. Ein nicht unerheblicher Betrag. Die Mitarbeiter dieser Station kümmern sich unter anderem um Reinigung und Desinfektion des OP-Bestecks.

Im Augenblick erledigt dies eine Firma für die Klinik Maingau. „Unsere Philosophie ist es aber, auf eigene Mitarbeiter zu setzen“, sagt Friers. Zudem habe man mit der Zentralsterilisation an der Klinik Rotes Kreuz gute Erfahrungen gemacht. Deshalb überlege man, auch in der Scheffelstraße diese Station aufzubauen.

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