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Über die Niddabrücke in Rödelheim geht es seit Anfang der Woche wieder nur einspurig vorwärts. Foto: Rainer Rüffer

Niddabrücke

Die Rückkehr der Baustelle

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Es klingt wie ein schlechter Scherz, ist jedoch die harte Realität. Nachdem die Niddabrücke in den vergangenen zwei Wochen in beide Richtungen für den Verkehr frei war, läuft dieser seit Montag wieder nur noch einspurig. Das sei alles so geplant gewesen, sagt die Stadt.

Seit Montag herrscht auf der Brücke über die Nidda wieder reger Betrieb. Ampeln und Barken werden aufgestellt, die weißen Fahrbahnmarkierungen werden entfernt und durch gelbe ersetzt. Und plötzlich ist alles wieder so wie vor Weihnachten: Der Verkehr über die Brücke verläuft erneut einspurig, so wie auch in den vergangenen eineinhalb Jahren seit die Brücke abgerissen und durch ein neues Bauwerk ersetzt wurde.

Kurios ist eben nur, dass vom 22. Dezember bis zum 8. Januar beide Spuren freigegeben waren. „Ja, die Brücke ist fertig. Was jetzt folgt sind lediglich noch Restarbeiten“, war die Auskunft des Amtes für Straßenbau- und Erschließung an diese Zeitung (wir berichteten). Dass für diese Restarbeiten jedoch die Baustelle wieder eingerichtet wird, davon war nicht die Rede.

Dementsprechend groß ist auch die Verwunderung der Rödelheimer über die erneute Einspurigkeit, im sozialen Netzwerk Facebook hat sich eine rege Diskussion entwickelt. „Ich hatte mich schon so gefreut, nicht mehr an der Ampel stehen zu müssen“, wird dort geschrieben, ein anderer User berichtet, dass Bauarbeiter auf der Straße gesessen hätten, um die Markierungen wieder zu entfernen. Besonders ironisch ist ein Kommentar: „Ich habe gerade erfahren, das man sich in der Statik verrechnet hat und die Tragkraft wohl zu niedrig ist. Die neue Brücke muss leider wieder abgerissen werden“, wird die Niddabrücke überspitzt sogar mit dem Flughafen in Berlin verglichen.

„Die einspurige Verkehrsführung auf der Brücke wurde für die Zeit zurückgebaut, um keine Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer über Weihnachten und Neujahr zu erzeugen“, begründet Michaela Kraft, Leiterin des Amtes für Straßenbau und Erschließung, die Maßnahme. Die Hauptarbeiten seien fertigstellt, jedoch seien noch Rest- und Anpassungsarbeiten durchzuführen, erklärt sie. Diese seien wetterabhängig, geplant sei der Abschluss bis Ende Januar. Bis dahin würde der Verkehr einspurig über die Brücke geleitet.

Als Winterpause bezeichnet Kraft die längere Unterbrechung der Bauarbeiten an der Niddabrücke. Es sei „nicht unüblich“, dass man in solchen Fällen die einengende Verkehrsführung aufhebe, da den Verkehrsteilnehmern eine unnötige Behinderung nicht zuzumuten sei. Vorausgesetzt, die Flächen seien befahrbar. Informiert seien die Anwohner über diese Maßnahme nicht. „Aufgrund der noch auszuführenden wetterabhängigen Arbeiten war nicht abzuschätzen, ob ein Rückbau der Verkehrssicherung noch vor Weihnachten erfolgen kann“, begründet Michaela Kraft.

Gesperrt ist aktuell die Fahrbahn in Richtung Bockenheim, die einspurige Verkehrsführung wird durch eine Ampel geregelt. Wegen Arbeiten an der Böschung kann zudem der Fußweg nicht benutzt werden. Zum Abschluss werden die noch fehlenden Geländer eingesetzt – zumindest dafür ist eine Sperrung der Fahrbahn nicht mehr notwendig.

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