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Wie gelangen eigentlich die vielen Fotos und Artikel Tag für Tag auf die Seiten dieser Zeitung? Beim Leserfest erklärt Deskchef Sven Weidlich (links) den interessierten Zuhörern in unserem Newsroom, wie das genau funktioniert.

Leserfest

Rund 300 Menschenblicken hinter die Kulissen der FNP

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Rund 300 Leser dieser Zeitung haben gestern Nachmittag den Weg in unser Verlagshaus in der Frankenallee gefunden. Mit im Gepäck: Viel Lob und einige Anregungen.

Beherzt nimmt Norbert Richter (78) unsere Kolumnistin Pia Rolfs in den Arm, zückt sein Handy und macht ein Selfie. Vergnügt lächeln die beiden in die Kamera. „Meine Zeitungslektüre beginne ich jeden Morgen mit der Kolumne ,Pianissimo’ auf der letzten Seite“, erzählt Norbert Richter. Seit vielen Jahren schon. „Pia Rolfs zaubert mir jeden Morgen ein Lächeln ins Gesicht.“ Da nimmt der Rentner doch gerne die Gelegenheit wahr, die Redakteurin dieser Zeitung kennenzulernen und mit ihr ins Gespräch zu kommen.

Gemeinsam mit etwa 300 anderen Leserinnen und Lesern hat Norbert Richter gestern unser Verlagshaus in der Frankenallee im Gallus besucht. Dort konnten sie nicht nur mit Chefredakteur Matthias Thieme und etlichen Redakteuren bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch kommen, sondern auch hinter die Kulissen schauen und sich bei Führungen durch unseren modernen Newsroom – quasi der „Schaltzentrale“ dieser Zeitung – erklären lassen, wie Tag für Tag die zahlreichen Artikel und Fotos den Weg auf die verschiedenen Seiten finden. „Dass ich jeden Tag das Fernsehprogramm suchen muss, weil es immer auf einer anderen Seite zu finden ist, das gefällt mir gar nicht“, kritisiert Ulla Demuth (72), während sie gemeinsam mit ihrer Schwester Irene Fischer-Uhrig (71) den Worten von Deskchef Sven Weidlich während einer der Führungen lauscht. Doch sie wird beruhigt: Daran wird gerade gefeilt. „Geben Sie uns aber noch ein bisschen Zeit“, sagt Weidlich.

Ansonsten findet Demuth nur lobende Worte für ihre Tageszeitung. „Das ist eine Zeitung für das Bürgertum, leicht verständlich geschrieben mit tollen Artikeln“, sagt die Sachsenhäuserin, die sich jeden Morgen auf die Lektüre freut. Hat sie die Zeitung aus dem Briefkasten geholt, schnappt sie sich noch eine Tasse frischen Kaffee und geht zurück ins Bett. „Dort lese ich dann in Ruhe“, sagt Demuth. Sie beginnt stets auf der letzten Seite und studiert dann den Lokalteil, um sich schließlich den anderen Ressorts zu widmen. „Und abends mache ich noch das Sudoku.“

Auch für Boris Straub (46) und seine Frau Petra (45) ist die morgendliche Lektüre dieser Zeitung für einen guten Start in den Tag unabdingbar. „Die Frankfurter Neue Presse gehört einfach zu unserem Leben dazu. Ohne sie geht es nicht.“ Schon als Kind habe er diese Zeitung gelesen, weil auch seine Oma ein Abonnement hatte, sagt Boris Straub. „Ich wollte dann auch mal Sportjournalist werden, habe sogar ein Praktikum bei der FNP gemacht. Es war dann aber doch nicht ganz das Richtige für mich.“ Heute arbeitet er als Steuerberater. Die Begeisterung für seine Tageszeitung hat er dennoch nie verloren. „Hier arbeiten einfach viele gute Journalisten, die gut recherchierte Artikel schreiben.“

Neben dem vielen Lob äußerte Boris Straub aber auch eine Bitte: Der Familienvater vom Frankfurter Berg will wieder mehr aus den Stadtteilen lesen. So wie viele andere Leser hatte auch er in den vergangenen Monaten den Eindruck, dass die lokalen Themen zu kurz kommen würden. Chefredakteur Matthias Thieme konnte die Leser im Gespräch aber beruhigen: „Der Lokalteil wird wieder größer werden“, kündigte er an.

Das freut auch Wilfried Kessler und seine Frau Martina aus Sossenheim. „Wir lesen die Zeitung nacheinander. Meine Frau liest von hinten nach vorne, ich von vorne nach hinten“, erzählt Kessler. „Aber jeder legt die Seiten dann wieder ordentlich zusammen.“ Seine Frau fügt lächelnd hinzu: „Alles muss seine Ordnung haben.“ Am liebsten lesen die beiden Artikel von Kulturchef Michael Kluger. „Der ist Spitzenklasse. So viel Wissen hätte ich auch gerne. Und er wird immer besser!“

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