Die Mühlbergschule am Lettigkautweg wird und wird nicht fertig. Über die Situation am Interimsstandort wollen die Eltern mit den Verantwortlichen nun vor Ort diskutieren. FOTO: renate hoyer
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Die Mühlbergschule am Lettigkautweg wird und wird nicht fertig. Über die Situation am Interimsstandort wollen die Eltern mit den Verantwortlichen nun vor Ort diskutieren.

Sachsenhausen

Runder Tisch an der Mühlbergschule

  • Stefanie Wehr
    VonStefanie Wehr
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Eltern laden zum "Tag der Politik" ein - Bessere Ausstattung gefordert

Weil der Um- und Neubau der Mühlbergschule am Lettigkautweg nicht vorankommt und sich deshalb der Einzugstermin immer weiter verschiebt, lädt die Elterninitiative der Grundschule für kommenden Freitag die Verantwortlichen aus den Dezernaten und Vertreter des Ortsbeirats zu einem runden Tisch ein. Es soll geklärt werden, wie die Probleme, die eine verlängerte Unterbringung in den Interimscontainern im dritten Corona-Schuljahr mit sich bringt, gelöst werden können. Die Containeranlage am Länderweg, in der die Schule seit vier Jahren ausquartiert ist, soll kurzfristig besser ausgestattet werden, fordern die Eltern.

Das Baudezernat beabsichtigt, einen zusätzlichen Sanitärcontainer aufzustellen, sagt Dezernatssprecher Günter Murr. Derzeit werde geprüft, wo dieser Platz finde. Die Schule hatte diesen gefordert, da die vorhandenen Toiletten wegen der Corona-Pandemie nicht ausreichten. Vor diesem Hintergrund sollen auch neue Wasserhähne in den Klassenräumen montiert werden, die einfacher zu bedienen sind und weniger spritzen.

Die Heizungsanlage werde zusätzlich gewartet, damit es im Winter, wenn gelüftet werden muss, ausreichend warm wird. Denn eine Lüftungsanlage könne in den Containern aus technischen Gründen nicht eingebaut werden, so Murr. Luftfilter seien nach Ansicht des Gesundheitsamts nicht erforderlich.

Die Eltern rechnen damit, dass ihre Kinder frühestens 2022 zurück an den Lettigkautweg ziehen können, sagt die Vorsitzende des Elternbeirats, Leonie Kling. "Nach den Ferien wird bereits der fünfte Jahrgang in den Containern eingeschult." Derzeit liege die Baustelle brach, "da passiert gar nichts". Die Eltern bedauern, dass die Stadt bislang nicht versucht habe, umzuplanen, damit wenigstens Teile der sanierten Grundschule in Betrieb gehen können. Die untere Turnhalle etwa, die einen Wasserschaden hat, könnte später genutzt werden.

Und auch das neue Schulgebäude soll Thema des runden Tischs sein: Nachdem sich die Arbeiten am alten Schulgebäude am Lettigkautweg schon mehrfach verzögert haben, gab es laut Amt für Bau und Immobilien (ABI) zuletzt zusätzlich Lieferschwierigkeiten bei Baumaterialien.

Baudezernent Jan Schneider (CDU) hatte Eltern aber mitgeteilt, dass nur Teile der Mühlbergschule nicht geöffnet werden könnten, da eine Trennung der Gebäude "baurechtlich sowie technisch nicht möglich" sei. Die Brandmeldeanlage und die Elektroinstallation etwa seien auf den gesamten Gebäudekomplex ausgerichtet. Auch müsse die Schule hinsichtlich Brandschutz und Rettungswegen bei einer Teilinbetriebnahme abgenommen werden, was ausgeschlossen sei.

Die Elterninitiative sieht das anders. Sie geht davon aus, dass eine zügige Fertigstellung der Baustelle mit Ausnahme der unteren Turnhalle möglich ist. Die angekündigten Verbesserungen am Ausweichstandort kritisiert sie als "nicht ausreichend, um einen guten Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen zu ermöglichen". Die Eltern erwarten deshalb die Installation von Luftfiltern und CO2-Ampeln in den Klassenräumen sowie die Ausstattung der Schule mit einer "nennenswerten Digitaleinrichtung". Boris Schlepper/Stefanie Wehr

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