+
Die Fahrtreppe an der S-Bahn-Station Mühlberg wird diese Woche erneuert. Die Rolltreppe ist seit zwei Jahren kaputt.

Treppe wird erneuert

S-Bahn-Station Mühlberg: Rolltreppe seit zwei Jahren kaputt

Die Fahrtreppe an der S-Bahn-Station Mühlberg wird diese Woche erneuert. Die Rolltreppe ist seit zwei Jahren kaputt. Warum das so ist, erklärten Vertreter der Deutschen Bahn jetzt im Ortsbeirat.

Sachsenhausen - Diese Woche wird an der S-Bahn-Station Mühlberg endlich eine neue Außen-Rolltreppe eingebaut. "Am Mittwoch wird die neue Treppe eingesetzt", kündigte Stephan Hartung von der Deutschen Bahn an. Gleichzeitig entschuldigte er sich, dass es so lange gedauert hat. Die Rolltreppe konnte nicht repariert werden, nachdem sie vor gut zwei Jahren einen Totalschaden erlitten hatte. Hartung und sein Kollege Hartmut Schwarz von der Deutschen Bahn waren in die Sitzung des Ortsbeirats 5 gekommen, um über die Probleme bei der Wartung von Aufzügen und Rolltreppen im Ortsbezirk zu berichten.

Vier Mal im Jahr würden die Fahrtreppen gewartet. Alle Rolltreppen seien Einzelanfertigungen von Fremdfirmen, sagte Hartmut Schwarz. Deshalb sei es nicht einfach, sie zu reparieren. Das fange schon damit an, das günstigste Angebot für eine Reparatur oder Neuanfertigung einzuholen. Das dauere. Einzelteile, die oft aus China kämen, könne man nicht von der Stange kaufen. Außenfahrtreppen wie die Rolltreppe am Mühlberg seien besonders teuer. Die müssten noch besser gesichert sein gegen Wind und Wetter. "Das Geld müssen wir erst genehmigt bekommen, das haben wir nicht in der Portokasse." Bis zu 280 000 Euro koste eine neue Rolltreppe.

Frankfurt: Nicht nur in Mühlberg stehen die Rolltreppen still

Am Lokalbahnhof stehen zwei Rolltreppen seit einem halben Jahr still. "Auch das ist eine lange Geschichte", erklärte Schwarz. Die Ersatzteile kamen lange nicht, dann stellte sich heraus, dass ein anderes Teil fehlte. "Nächste Woche sollten sie wieder in Gang sein." Auch der Aufzug am Mühlberg ist oft kaputt, momentan laufe er aber, so Hartung. Hier hätte Vandalismus zu Schäden geführt. "In zwei Jahren wird ein ganz neuer Aufzug eingebaut," versicherte er.

Die Ortsbeiräte hakten noch mal nach. Knut Dörfel (Linke) wollte wissen, ob es ein öffentliches System gebe, in dem Gehbehinderte nachschauen können, welche Rolltreppen und Aufzüge kaputt seien. Oder einen Notplan, wenn man an einer Station nicht raus könne. Auf der Internetseite des VGF und in der RMV-App werde in Echtzeit abgebildet, welche Anlagen funktionieren, erklärte Schwarz.

Er habe für die Bürokratie kein Verständnis, sagte Jochem Heumann von der Sachsenhäuser CDU. Die Rolltreppen der Stadt würden viel schneller repariert, pflichtete ihm Reinhard Klapproth (Grüne) bei. Es müsse Vertragsstrafen für die Bahn geben. Ärgerlich sei auch, dass oft kein Schild angebracht werde, wann etwas wieder funktioniere, so Sabrina Becker (CDU). Das sei so vorgesehen, "leider denken viele Monteure oft nicht daran", sagte Schwarz.

Etwas Positives sei am Südbahnhof zu vermelden: Dort werden die drei Regional-Bahnsteige, die noch nicht barrierefrei sind, bis 2021 mit drei Aufzügen versehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare