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Ein Toter im Frankfurter S-Bahntunnel

Unglück

Tödlicher S-Bahn-Unfall: 17-Jähriger starb, weil er Mann retten wollte

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Er wollte einen Obdachlosen retten und starb dabei selbst: Der 17-jährige Hanauer, der gestern Nachmittag in Frankfurt von einer S-Bahn erfasst wurde, ist Opfer seiner eigenen Zivilcourage geworden.

Er wollte einen Obdachlosen retten und starb dabei selbst: Der 17-jährige Hanauer, der gestern Nachmittag in Frankfurt von einer S-Bahn erfasst wurde, ist Opfer seiner eigenen Zivilcourage geworden. Der junge Mann habe nach derzeitigem Ermittlungsstand einem wohnungslosen Mann helfen wollen, sagte Ralf Ströher, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Frankfurt. 

Retter starb am Unfallort

"Der 44-Jährige stand mit 2,6 Promille unter erheblichem Alkoholeinfluss und war an der S-Bahn-Station Ostendstraße ins Gleis gefallen", so Ströher. Ein anderer, ebenfalls 44-jähriger Wohnsitzloser und der 17-Jährige seien daraufhin in das Gleis gestiegen, um den hilflos dort liegenden Mann heraus zu holen. Doch eine gegen 16 Uhr einfahrende S-Bahn erwischte alle drei. 

Während der ins Gleis Gestürzte schwer verletzt wurde und in ein Krankenhaus kam, verstarb sein 17-jähriger Retter am Unfallort. Der andere Helfer zog sich leichte Verletzungen zu. "Wir gehen davon aus, dass sich die beiden älteren Männer kannten und gemeinsam unterwegs waren", sagte Polizeisprecher Ströher. Der zu Tode gekommene 17-Jährige sei wohl zufällig in ihrer Nähe gewesen und habe die Männer nicht gekannt.

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