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Wieder Sperrung auf S6-Bahnstrecke: Das müssen Sie jetzt wissen

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Von: Christian Einfeldt

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Der Ausbau der S-Bahnstrecke zwischen Karben und Frankfurt geht in die nächste Runde. Die S6 wird ausgebremst, die Verkehrsbetriebe bieten Alternativen an.

Frankfurt – Im Zuge der bislang letzten Teilsperrung der S6-Strecke zum Frankfurter Hauptbahnhof hatte der Fahrgastverband Pro Bahn e.V. Maßnahmen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) und der Deutschen Bahn (DB) noch stark kritisiert. Es sei ein „Werk des Nichtskönnens“ gewesen – nicht zuletzt, weil Mittelhessen von Frankfurt abgeschnitten war.

Das ist erst wenige Monate her. Nun steht die nächste S6-Streckensperrung bevor. Ab Freitag (21. Oktober) bis zum übernächsten Montag (31. Oktober) gefährden Bauarbeiten das Vorankommen zwischen Groß-Karben (Wetteraukreis) und dem Hauptbahnhof Frankfurt – inmitten der Herbstferien in Hessen. Welche Alternativen jetzt empfohlen werden.

S6-Sperrung: DB stellt Busersatzverkehr in Richtung Frankfurt in Aussicht

Die Deutsche Bahn will eine „optimale Streckennutzung“ schaffen, darüber hinaus „wesentliche Voraussetzungen für einen modernen Personenverkehr“. In einer Presseerklärung spricht das Unternehmen von einer S6, die zwischen Bad Vilbel und dem Frankfurt Main Hauptbahnhof schon bald nur noch 21 Minuten braucht. Die Bahn stellt Modernisierungen in Aussicht und einen pünktlicheren Betrieb rund um den Großraum Frankfurt. Das erfordert jedoch weiterer Baumaßnahmen – auf den Pendelverkehr könnten sie schon ab dem kommenden Freitag Einfluss nehmen.

Zwischen Friedberg und Groß-Karben verkehren die S6-Züge noch wie gewohnt. Wer jedoch weiter in Richtung Hauptbahnhof Frankfurt möchte, muss bis Sonntag, dem 30. Oktober 2022, Alternativen in Kauf nehmen. Werktags wird die Strecke ab abends gesperrt, an den Wocheneden fällt der Betrieb ganz aus. Ein Busersatzverkehr, der den S6-Betrieb für die Zeit von über einer Woche kompensieren soll, wurde bereits in Aussicht gestellt. Das geht unter anderem aus der Pressemitteilung der Stadt Frankfurt am Main hervor.

S6-Sperrung bei Frankfurt: DB empfiehlt Buslinie 25 oder U-Bahn

Die Strecke zwischen Nieder-Erlenbach und Berkersheim lässt sich nach Auskunft der Deutschen Bahn mit der Buslinie 25 ersetzen. Bis zu zehn Meter große Midibusse sollen aufgrund der S6-Sperrung eingesetzt werden. Freitag gilt das Angebot erst ab 22 Uhr, ansonsten kann der Ersatzbusverkehr während der Teilsperrung der S6 täglich ab 19 Uhr in Anspruch genommen werden. Die Fahrt der Linie 25 verläuft von Nieder-Erlenbach über Harheim und Bonames bis nach Preungesheim.

S-Bahn in Frankfurt, auf einer Brücke vor der Skyline und Hauptbahnhof Frankfurt.
S6-Sperrung: Zwischen dem 21. und 31. Oktober 2022 verkehren keine Züge zwischen Groß-Karben und dem Hauptbahnhof Frankfurt. (Symbolbild) © Jan Hubener/Imago Images

Fahrgäste der U25 haben darüber hinaus am Ausstieg in Bonames Mitte die Möglichkeit der Weiterfahrt mit dem Frankfurter U-Bahn-Verkehr der U2 und U9. Die U2 führt sie dann in Richtung Frankfurter Südbahnhof, während die U9 Reisende nach Frankfurt-Ginnheim befördert. Mit einem Umstieg in Nieder-Erlenbach lässt sich darüber hinaus der von der S6-Sperrung betroffene Zielort Bad Vilbel erreichen.

S6-Alternativen zwischen Hauptbahnhof Frankfurt und Bad Vilbel: Shuttle-Angebot, S6X und S6E

Das Shuttle-Angebot des RMV namens „Knut“ verspricht darüber hinaus viele U-Bahnstationen, nur unweit des Bahnhofs Bad Vilbel entfernt, anzusteuern. Der Frankfurter Nahverkehr will die S6-Sperrung inmitten der Herbstferien abfedern – und stellt dem Pendelverkehr weitere Verbindungen zur Verfügung. So wird zwischen Groß Karben und dem Frankfurter Hauptbahnhof ein weiterer Ersatzverkehr eingerichtet und macht in Form der S6X Halt in Groß Karben, Bad Vilbel-Dortelweil, Bad Vilbel, Bad Vilbel Süd, Frankfurt-Konstablerwache und schließlich dem Hauptbahnhof in Frankfurt am Main.

Die S6E fährt des Weiteren die Haltestellen Groß Karben, Bad Vilbel und Frankfurt-West an. Frankfurter Berg und Eschersheim sollen über die Stationen Preungesheim, Hügelstraße und Falkstraße/Bockenheimer erreicht werden. Von dort aus besteht für Reisende die Möglichkeit zur Weiterfahrt mit der U-Bahn. (Christian Einfeldt)

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