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In Frankfurt: Viele Blaulichter und Sirenen am Samstag - Das steckt dahinter

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Von: Alexander Gottschalk

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Manch ein Frankfurter dürfte sich am Samstag (9. Juli) erschrecken, wenn eine Armada Einsatzfahrzeuge zum Flughafen rollt. Dort findet eine wichtige Übung statt.

Frankfurt - Am Samstag (9. Juli) werden im Frankfurter Stadtgebiet ungewöhnlich viele Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht und Sirene unterwegs sein. Hintergrund ist eine große Katastrophenschutzübung am Flughafen Frankfurt, wie die Stadtverwaltung vorab mitteilt. Demnach sollen alle Einheiten vormittags zwischen 9 und 9.30 Uhr von ihrem Standort aus den Übungsort der Werkfeuerwehr des Flughafenbetreibers Fraport anfahren.

Offiziellen Angaben nach werden mehr als 200 Einsatzkräfte und 75 Fahrzeuge an der Katastrophenschutzübung beteiligt sein. Mit dabei unter anderem: Das Technische Hilfswerk (THW), Rettungsdienste wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und natürlich die Freiwilligen Feuerwehren. Die Berufsfeuerwehr Frankfurt leitet die Übung, die am frühen Nachmittag enden soll. Die Einheiten kommen entweder aus Frankfurt oder aus dem Kreis Groß-Gerau.

Ein Feuerwehrauto auf Einsatzfahrt. (Symbolbild)
Ein Feuerwehrauto auf Einsatzfahrt. (Symbolbild) © Lino Mirgeler/dpa/Archiv

Katastrophenschutzübung am Flughafen Frankfurt: Neuer Sammelpunkt für Helfer?

Die Übung soll zeigen, wie gut sich der Flughafen Frankfurt im Ernstfall als Sammelpunkt eignet. Sollte das Ergebnis wie erwartet positiv ausfallen, würden bei Großlagen (bspw. Bombenentschärfungen oder Flutkatastrophen) künftig am neuen „Bereitstellungsraum West“ Einheiten zusammengezogen, gegliedert und gezielt in den Einsatz geschickt. Die Großparkplätze müssen gut angebunden sein und über eine funktionierende Verpflegungs- und Kommunikationsinfrastrukturen verfügen.

Rettung auf zwei Rädern

Eine in Deutschland einzigartig Initiative im Katastrophenschutz stellen die Motorradstaffeln der „Arbeitsgemeinschaft Frankfurter Hilfsorganisationen“ dar. Vor allem bei Großveranstaltungen sind sie gefragt.

Mit dem Fußballstadion in Frankfurt und dem Rasthof Taunusblick an der A5 gibt es bereits zwei solche Bereitstellungsräume. Diese seien aber „häufig anderweitig belegt“, teilt die Stadt weiter mit. Deshalb wird am Samstag (9. Juli) nun der Flughafen als dritte Option ausgetestet. Die Katastrophenschutzübung soll am frühen Nachmittag enden. Alle Fahrzeuge werden dann an ihre Stützpunkte zurückfahren – ohne Blaulicht und Sirene. (red/ag)

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