Eröffnung des Schmetterlingshauses im Palmengarten mit Rosemarie Heilig, dem ehemaligen Palmengarten-Chef Matthias Jenny und der aktuellen Palmengarten-Chefin Katja Heubach (von links).
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Eröffnung des Schmetterlingshauses im Palmengarten mit Rosemarie Heilig, dem ehemaligen Palmengarten-Chef Matthias Jenny und der aktuellen Palmengarten-Chefin Katja Heubach (von links).

Schmetterlingshaus in Frankfurt eröffnet

"Schmetterlinge berühren die Seele"

  • VonEnrico Sauda
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Nach Jahren der Planung und des Baus hat der Palmengarten eine neue Attraktion.

Sie nannten es das "Dekadenprojekt". Jetzt ist es fertig: das Schmetterlingshaus im Palmengarten.

"Ich bin sehr zufrieden", sagte Dr. Katja Heubach . "Auf einer Skala, die von eins bis zehn reicht, befände sich mein Grad der Zufriedenheit auf der zwölf", sagte die bestens gelaunte Chefin des Palmengartens. Denn gestern eröffnete der Palmengarten offiziell seine neue Attraktion: das Blüten- und Schmetterlingshaus, einschließlich der neuen Dauerausstellung "Abgestaubt - von Blüten und ihren Besuchern".

Bereits am Abend zuvor erhielten einige Ehrengäste bei einem Empfang erste Einblicke ins neue Schmuckstück der grünen Oase mitten in der Stadt. In ihrer Begrüßungsrede wies Palmengarten-Direktorin Katja Heubach auf das erste Leitthema hin, "das wir im Palmengarten und Botanischen Garten ab diesem Jahr und fortan bis Ende 2023 bespielen werden": Blüten- und Bestäubungsökologie. Denn wie Hummeln und Bienen seien Schmetterlinge bestäubende Insekten, ohne die die Vielfalt der Nahrungsmittel verloren ginge. "Wir haben versucht, das auf eine kurze prägnante Formel zu verdichten", sagte Katja Heubach: "No Bees, no Bembel." Das sollte Alteingesessenen wie Neufrankfurtern schnell klarmachen, wie essenziell für die Umwelt die Bestäubungsleistung der Insekten ist.

Zu den Gästen, die zwischen dem sogenannten Warmhaus inmitten von Bananenfaltern, Monarchfaltern und Blauen Morphfaltern spazieren konnten, zählten die Stadträte Jan Schneider (CDU) und Rosemarie Heilig (Grüne).

Für sie komme dieses neue Haus einem Rückzugsort gleich. "Schmetterlinge berühren die Seele", findet Umweltdezernentin Rosemarie Heilig. "Sie machen einen auch demütig und ruhig", so die Biologin weiter. Im Schmetterlingshaus merke sie, "wie die Hektik von mir abfällt". Und eins habe sie sich vorgenommen: "Wenn ich mich vom Stress der Politik erholen will, komme ich hierher", sagte sie und zeigte auf den Neubau neben ihr, dessen Kosten sich auf acht Millionen Euro belaufen.

2,5 Millionen Euro trägt die Stiftung Palmengarten und Botanischer Garten, 5,5 Millionen die Stadt Frankfurt. Zu den ersten Besuchern zählte auch Dr. Matthias Jenny , der zwei Jahrzehnte lang die Geschicke des Palmengartens leitete, der in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen feiert. Die ersten Planungen und Ideen zum Blüten- und Schmetterlingshaus fielen somit in seine Amtszeit und auf die Frage, was er nun sage, da das Haus fertig ist, antwortete er mit nur einem Wort: "Endlich." Aber mit drei Ausrufezeichen dahinter. es

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