Umgestaltung, neue Gehwege

Schönheitskur für den Lebedenko-Platz im Gallus

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Der Golub-Lebedenko-Platz soll für 440 000 Euro umgestaltet werden. Unter anderem ist auch ein neues Entree geplant.

Der Golub-Lebedenko-Platz erhält ein neues Gesicht: Dafür sollen in einem Jahr die Zäune am Golub-Lebendenko-Platz teilweise abgebaut werden, um den Platz zu den angrenzenden Straßen hin zu öffnen und mit neuen Spielgeräten sowie Bücherschrank einzurichten.

Auf Initiative des Ortsbeirats entwarfen Stadtplaner und Bürger ein neues Entree, das auch die beiden erschossenen KZ-Häftlinge Adam Golub und Georgi Lebedenko als Namensgeber des Platzes ein Stück weiter ins öffentliche Bewusstsein rücken soll. Bislang geschieht das mit zwei Gedenkplatten in deutscher und ukrainischer Sprache. „Mit einer aktiven Bürgerbeteiligung in einer Arbeitsgruppe haben wir zur Platzgestaltung in mehreren Vorbereitungstreffen auch Kinder und Gastronomiebetriebe befragt“, erklärte Susanne Gonsior-Hahmann vom Grünflächenamt in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates 1 (Gallus, Gutleut, Innenstadt, Altstadt, Europaviertel).

Bislang sind für die Umgestaltung rund 440 000 Euro geplant: Davon entfallen auf den Spielplatz rund 290 000 Euro und auf die Neuanlegung von Gehwegen rund 150 000 Euro. Der 2300 Quadratmeter große Platz zwischen Kleyer- und Kriegkstraße ist im Norden und Süden von Zäunen eingefriedet. Die Zäune im Norden des Platzes werden künftig wegfallen, im Süden zur Kleyerstraße als Schutz der Kinder zwar erhalten bleiben, jedoch niedriger gebaut.

„Am 15. Juni veranstalteten wir ein öffentliches Treffen auf dem Platz und nahmen die Wünsche der Eltern und Kinder auf, eine eigene, spezielle Bewegungsfläche mit neuen Schaukeln und Klettergerüsten sowie Sitzgelegenheiten einzurichten“, berichtete Gonsior-Hahmann weiter. Diese Bewegungsfläche soll mit einem Schriftzug am Boden markiert und vom übrigen Gelände abgegrenzt werden. Der geplante Bücherschrank soll zudem mit einem Absatz aus Hans Fricks Buch „Die blaue Stunde“ über das Schicksal von Golub und Lebedenko beschriftet werden.

Der Ortsbeirat verabschiedete das Konzept einstimmig und mahnte an, die in der Planung vorgesehene Eindämmung von unerlaubtem Parken und wildem Ablagern von Sperrmüll konsequent umzusetzen. Über den Bücherschrank, der aus dem Etat des Ortsbeirats finanziert werden soll, wird erst nächste Sitzung abgestimmt.

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