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Der Wasserspielplatz im Niddapark dient als Vorbild. Dort gibt es ein Sprühfeld mit einer modernen Steuerungs- und Kontrolltechnik. Das wird auch für die Anlage im Scheerwald geplant. Auf etwa 400 Quadratmetern soll es nach der Sanierung Wasserfälle, Sprudelsteine, Spritzpumpen und Geysire aus Naturstein geben.

Anlage im Scheerwald

Schönheitskur für Wasserspielplatz

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Der Wasserspielplatz Scheerwald wird für 530 000 Euro umgestaltet. Das hat jetzt das Stadtparlament beschlossen. Schon im kommenden Sommer sollen neue Sprühfelder wie im Niddapark die Kinder bespaßen.

Noch ist die Saison der Wasserspielplätze in Frankfurt nicht angebrochen, die Temperaturen sind noch nicht warm genug, zu unbeständig. Dies gilt selbstredend auch für den Wasserspielplätze am Goetheturm und im Scheerwald. Laut Grünflächenamt ist die Anlage am Goetheturm in Ordnung und könne sobald die Temperaturen stimmen in Betrieb gehen. Die Anlage im Scheerwald hingegen wird noch für den Sommer fit gemacht. Doch es ist die letzte Saison, in die der in die Jahre gekommene Wasserspielplatz startet. Danach wird er neu gestaltet. Das hat das Stadtparlament jüngst beschlossen.

„Wir beginnen jetzt mit den Ausschreibungen der Bauarbeiten“, sagt die stellvertretende Leiterin der Grünflächenamts Heike Appel. Sie gehe davon aus, dass die Anlage dann im Herbst, spätestens im Frühjahr umgebaut wird und schon im kommenden Sommer in Betrieb gehen kann. 530 000 Euro wird die Neugestaltung kosten. Kein Pappenstiel. Allerdings werden durch die Modernisierung die Unterhaltungskosten gesenkt. „Jede Anlage kostet uns im Betrieb rund 70 000 Euro“, sagt Appel. Künftig soll diese Summe um die Hälfte reduziert werden. Insgesamt gibt es acht Wasserspielplätze in Frankfurt, davon zwei im Stadtwald. Die erste Anlage entstand bereits 1927 als Planschbecken im Lohrpark. Viele Spielparks sind jedoch veraltet, ihr Betrieb benötigt einen hohen Personalaufwand. „Die Anlagen verfügen über sehr viel stehende Gewässer. Da ist es schwer, die Wasserqualität aufrechtzuerhalten“, so Appel. In der Vergangenheit mussten die Parks deshalb immer wieder für einzelne Tage oder längere Zeiträume gesperrt werden.

Mit der neuen Anlage soll dies nicht mehr passieren. Als Vorbild fungiert der Wasserspielplatz im Niddapark. Dort gibt es ein Sprühfeld mit einer modernen Steuerungs- und Kontrolltechnik. Das ist auch im Scheerwald geplant. Auf etwa 400 Quadratmetern soll es nach der Sanierung Wasserfälle, Sprudelsteine, Spritzpumpen und Geysire aus Naturstein geben. „Sie sprühen abwechselnd, ändern ständig ihren Rhythmus“, sagt Appel. „Das ist sehr witzig.“ Einzelne Attraktionen könne man aber auch per Hand drücken.

Bei diesen modernen Anlagen bleibt das Wasser dann nicht stehen, sondern fließt zurück in einen rund 20 Kubikmeter großen Behälter. Dieser befindet sich gemeinsam mit der kompletten Technik in einem kleinen Häuschen nahe des Wasserspielplatzes. Alle Funktionen der Anlage werden automatisch überwacht und können aus der Ferne gesteuert werden. Das gilt auch für die Wartung der Filter- und Desinfektionstechnik. Abends um 18 Uhr stellt sich die Anlage automatisch aus. Personal ist kaum nötig. Bei Störungen werden Mitarbeiter des Grünflächenamts auf dem Handy informiert. „Das alles erleichtert die Unterhaltung der Anlage ungemein.“

Über die Neugestaltung des Wasserspielplatzes Scheerwald freut sich auch der Ortsvorsteher für den Frankfurter Süden, Christian Becker (CDU), musste er sich in den vergangenen Jahren doch immer wieder den Unmut der Bürger anhören, wenn die Anlage an besonders heißen Tagen gar nicht angeschaltet war oder schon um 15 Uhr schließen musste. „Der Wasserspielplatz Scheerwald ist in den Sommermonaten gut frequentiert. Viele Oberräder haben keinen eigenen Garten, für sie ist die Anlage eine beliebte Freizeitattraktion“, sagt Becker, der die Besucherzahlen auf eine vierstellige Summe schätzt. „Es ist sinnvoll, die Anlage umzugestalten und damit zu erhalten.“ Die Ortsbeiratsmitglieder hätten sich im vergangenen Jahr den Wasserspielplatz im Niddapark angesehen, um eine Vorstellung zu bekommen, wie es in Zukunft in Oberrad ausschauen wird. „Wir waren alle sehr zufrieden damit. Das ist eine schöne Sache. Jetzt müssen wir nur dafür sorgen, dass die Modernisierung auch schnell umgesetzt wird.“

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