Das Gymnasium Nord wurde in Westhausen im August vergangenen Jahres eröffnet. Bis 2022 soll es hier bleiben.
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Das Gymnasium Nord wurde in Westhausen im August vergangenen Jahres eröffnet. Bis 2022 soll es hier bleiben.

Liebigschule, Französische Schule und Gymnasium Nord

Schulverkehr im Frankfurter Nordwesten sorgt für Probleme

Neben der Liebigschule und der Französischen Schule sorgt der provisorische Bau des Gymnasiums Nord für erhöhten „Elternlieferverkehr“ an der Siedlung Westhausen. 2017 wird der Ortsbeirat 7 Lösungen finden müssen. Auch die beiden Flüchtlingsunterkünfte im Ortsbezirk werden als Themen erwartet.

Der Verkehr in der Kollwitzstraße beschäftigte den Ortsbeirat 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) in den vergangenen Jahren bereits mehrfach. Durch die Französische Schule und die Liebigschule bestand eine ohnehin schon extrem hohe Belastung der Straße rund um die Siedlung Westhausen. Im Sommer dieses Jahres eröffnete schließlich noch eine dritte Schule in unmittelbarer Nähe ihre Pforten. Das Gymnasium Nord in der Muckermannstraße, die in die Kollwitzstraße mündet, wurde im Sommer zwar nur als Provisorium mit vorerst einem Jahrgang errichtet, wird aber bis zur angestrebten Fertigstellung der Schule am eigentlichen Standort in Bonames im Jahr 2022 jährlich um einen Jahrgang wachsen.

Der Ortsbeirat veranlasste dazu bereits runde Tische und Diskussionsrunden, in denen der Bau eines Kreisels zur Entlastung des Verkehrs in der vielbefahrenen Straße als die beste Lösung beschlossen wurde. Im Moment sei dieses Vorhaben aber noch nicht in der Umsetzungsphase, da doch noch zu wenig Schüler das Gymnasium Nord besuchten und dementsprechend auch der „Elternlieferverkehr“ noch auszuhalten sei, so Ortsvorsteherin Michaela Will (SPD). „Wir müssen abwarten, wie sich die Lage mit einem weiteren Jahrgang im neuen Jahr verändert und können erst dann mit dem Bau des Kreisels beginnen.“

„Aktuell werden auch die neuen Buslinien gut genutzt, das lässt auf weniger Verkehr hoffen“, so Will. Parallel müsse schließlich auch über eine Erweiterung der Buslinien und über die Schulwegsicherung für die Kinder, die mit der U-Bahn auf der angrenzenden Ludwig-Landmann-Straße ankommen, nachgedacht werden. „Im Moment können wir in alldem aber noch nicht tätig werden, da die Lage noch zu unsicher ist. Das neue Jahr wird hoffentlich Klarheit schaffen“, erklärt Will.

Die Ludwig-Landmann-Straße wird 2017 voraussichtlich noch in einem weiteren Punkt Thema des Ortsbeirates sein. Im vergangenen Jahr häuften sich Bürgerbeschwerden über die nächtliche Lärmbelästigung durch die Flüchtlingsunterkunft im Nielsen-Hochhaus in Rödelheim. Mitglieder der Ortsbeiräte 2 und 7 hatten sich dazu bereits mit der Leitung des Heims und dem Kreisgeschäftsführer des Betreibers, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Dierk Dallwitz vor Ort getroffen, um sich ein Bild von der Lage zu machen und die Problematik offen zu besprechen. „Die Anwohner wissen jetzt, dass sie in die Unterkunft kommen können, wenn sie etwas stört. Seither gab es auch keine weiteren Beschwerden“, so Will.

Der Ortsbeirat sei sich aber dennoch bewusst, dass das dies auch mit der kalten Jahreszeit zusammenhängen könnte, zu der nächtliche Aktivitäten ohnehin reduziert würden. „Sobald es wieder wärmer wird, werden wir uns der Problematik eventuell erneut stellen müssen“, vermutet die Vorsteherin. Hinzu komme noch, dass die Unterkunft in der Straße In der Au im kommenden Jahr sukzessive wachsen werde. Vorerst waren hier etwa 20 Mütter mit Kindern untergebracht, zwei weitere Bauten sollen nun Familien und alleinstehende Männer beherbergen. „Durch die abgeschwächten Flüchtlingsströme werden es aber wahrscheinlich nicht die vermuteten 500, sondern lediglich 200 bis 300 Menschen sein. Trotzdem werden wir als Ortsbeirat dort vorbeigehen, um etwaigen Problematiken vorzubeugen“, so Will. Vor Ort gebe es allerdings bereits den „Arbeitskreis Rödelheim“ und die Initiative „Willkommen in Rödelheim“, die sich auch im neuen Jahr intensiv um Fragen und Probleme aller Beteiligten kümmern würden.

Ein Thema, das bereits in der ersten Ortsbeiratssitzung am 17. Januar zur Sprache kommen wird, ist der Wohnungsleerstand bei der Nassauischen Heimstätte in Westhausen, der schon seit langem für Verwunderung und Unsicherheit bei Bewohnern der angrenzenden Wohngebiete sorgt. Vertreter der Nassauischen Heimstätte werden im öffentlichen Teil der Sitzung über den Fortgang der Wohnungsverkäufe und die Zukunft der jetzigen Bewohner informieren.

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